TRIBUNALISIERUNG. Theorie & Ästhetik tribunaler Adressierung
TRIBUNALIZATION. Theory and Aesthetics of Tribunal Address
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (30%); Kunstwissenschaften (30%); Philosophie, Ethik, Religion (40%)
Keywords
- Contemporary Arts,
- Aesthetic Theory,
- People's Tribunals,
- Tribunalization,
- Social Justice,
- Law and Visual Culture
Tribunalisierung ist ein vielschichtiger und mehrdeutiger Begriff. Obwohl Tribunale in erster Linie als rechtliche und quasi-rechtliche Entitäten verstanden werden, lassen sich Dynamiken der Tribunalisierung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, Medienlandschaften, kulturellen Sphären sowie den Gegenwartskünsten beobachten. Zwischen Kunstwissenschaft, Medienästhetik, politischer Theorie und Critical Cultural Legal Studies angesiedelt, untersucht dieses Projekt Tribunalisierung als transversales Phänomen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive, mit Augenmerk auf zeitgenössische Künste und Aktivismusformen. Anhand exemplarischer Tribunale des vergangenen Jahrzehnts analysiert die Studie eine Reihe von Tribunalformaten, darunterpostdramatischeTheateranhörungen, postkonzeptionelle Kunstinstallationen, hybride Versammlungstypen und aktivistischen Allianzen. Diese Tribunale befassen sich mit aktuellen und kontroversen Anliegen, wie der Klimakrise, der Integrität demokratischer Instanzen und der Freiheit der Künste. Dieses Projekt verfolgt drei Ziele: eine Theorie der Tribunalisierung zu entwerfen, das Forschungsfeld der Tribunalästhetik voranzutreiben und die Figuration der tribunalen Adressierung zu konzeptualisieren. Auf diese Weise will das Projekt die ethischen und ästhetischen Dimensionen der Tribunalisierung kritisch reflektieren und ihre Komplexität und Ambivalenzen angesichts beunruhigender Realitäten herausstellen.
- Universität Wien - 100%
- Magdalena Nieslony, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Lisa Gotto, Universität Wien , Mentor:in
- Nausikaä El-Mecky, Universitat Pompeu Fabra - Spanien