Fotoresponsive Inverse Mizellen
Photoresponsive Inverse Micelles
Wissenschaftsdisziplinen
Chemie (25%); Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (20%); Physik, Astronomie (55%)
Keywords
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Photochemistry,
Soft matter,
Electric fields,
Inverse Micelles,
Nanoparticles,
Electronic devices
Die Natur verwendet Licht als ein regulatorischer Stimulus. Zum Beispiel passen Bäume ihre Atmung dem TagNachtzyklus an, und Sonnenblumen drehen sich, um der Sonne zu folgen. Technologische Neuerungen, inspiriert von der Natur, verwenden ebenfalls häufig Licht, um die Eigenschaften neuer Materialien anzupassen. In Anlehnung an diese Idee, zielt dieses Projekt darauf ab, innovative Flüssigkeiten zu untersuchen, die ihre elektrischen Eigenschaften mit Licht verändern können. Insbesondere interessiere ich mich für Mischungen aus Lösungsmitteln und Tensiden, die bei UV-Bestrahlung inverse Mizelle bilden können. Es wird erwartet, dass diese Mischungen bei Beleuchtung ihre elektrische Leitfähigkeit verändern, was zum Beispiel ermöglicht, den Stromfluss in einem Stromkreis mit Licht zu steuern. Wegen der einfachen Eigenschaften dieser Flüssigkeiten sind diese dafür perfekt geeignet, viele physikalische Phänomene auf sehr unterschiedlichen Skalen mit Licht zu kontrollieren: von der Induktion der Ladung von Nanopartikeln, über die Förderung der Bewegung Mikrokugeln, bis zur Steuerung der Bewegung millimetergroßer Tröpfchen. Ein weiterer interessanter Ansatz, der man mit diesen Flüssigkeiten erforschen kann, ist ihre Anwendung in der Technologie. Ähnliche Materialien werden auf dem Markt für elektronische Tintenbildschirme (e-Ink Displays) verwendet, die heutzutage allgegenwärtig sind (u.a. in e- Readers, Smartuhren, Papiertablets und schaltbare Werbetafeln). Ich erwarte, dass die Mischungen, die in diesem Projekt entwickelt werden, die Entdeckung neuer Funktionalitäten für elektronische Tintenbildschirme ermöglichen werden. Von der Materialensynthese über die Untersuchung der physikalischen Phänomene, die durch Lichtbestrahlung ausgelöst werden, bis zur Erforschung der potenziellen technologische Anwendungen, wird das Projekt am Instiute of Science and Technology (ISTA) ausgeführt.
- Jérémie Palacci, Institute of Science and Technology Austria - ISTA , nationale:r Kooperationspartner:in
- Rafal Klajn, Institute of Science and Technology Austria - ISTA , Mentor:in