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Ein Sacks-Ähnliches Modell mit großem Kontinuum

A Sacks-like model with large continuum

Lorenzo Notaro (ORCID: 0000-0002-4259-2169)
  • Grant-DOI 10.55776/ESP1829225
  • Förderprogramm ESPRIT
  • Status laufend
  • Projektbeginn 15.09.2025
  • Projektende 14.09.2028
  • Bewilligungssumme 346.505 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Mathematik (100%)

Keywords

    Sacks model, Continuum, Forcing Iteration, Sacks forcing

Abstract

Im späten 19. Jahrhundert bewies Georg Cantor, dass die Menge aller reellen Zahlen (wie Pi oder die Quadratwurzel aus 2) nicht in eine Eins-zu-eins-Zuordnung zur Menge aller natürlichen Zahlen (0, 1, 2, 3 usw.) gebracht werden kann. Das bedeutet, dass die Menge der reellen Zahlen gewissermaßen größer ist als die Menge der natürlichen Zahlen. Dieser Durchbruch war der Ursprung der Mengenlehre, da er zeigte, dass unendliche Mengen interessante und komplexe mathematische Eigenschaften aufweisen. Auf der Grundlage von Cantors Werk arbeiteten viele Mathematikerinnen und Mathematiker daran, unser Verständnis für die Größe der Menge der reellen Zahlen, auch als Größe des Kontinuums bezeichnet, zu vertiefen. Ein Schlüsselmoment wurde erreicht, als Paul Cohen in den frühen 1960ern bewies, dass die Kontinuumshypothese, die als eines der wichtigsten ungelösten Probleme der Mathematik gilt, nicht entscheidbar ist. Er zeigte, dass man die genaue Größe des Kontinuums mit den Standardregeln der Mathematik nicht genau berechnen kann. Die Technik, die Cohen verwendete, um sein Ergebnis zu erzielen, wird Forcing genannt. Als die Entwicklung dieser Technik in den 1960ern und 1970ern erhebliche Fortschritte machte, führte sie zu neuen und bemerkenswerten Unlösbarkeitsergebnissen, offenbarte aber auch einige schwierige Phänomene. Eines dieser Probleme ist die anscheinend strukturelle Schwierigkeit, zu zeigen, dass eine große Gruppe mathematischer Aussagen (wie Jede ausreichend große Menge reeller Zahlen kann kontinuierlich auf das Einheitsintervall [0, 1] abgebildet werden) nicht die Existenz einer Schranke für die Größe des Kontinuums impliziert. Viele der wichtigsten offenen Fragen der modernen Mengenlehre drehen sich um die Überwindung dieses Problems. Unser Projekt hat das Ziel, einen Beitrag zu dieser Forschung zu leisten, indem wir einen neuen Rahmen zum Iterieren einer bestimmten Forcing-Art entwickeln, die als Jensen-Forcing bekannt ist und im Jahr 1970 von Ronald B. Jensen eingeführt wurde. Diese Arbeit hat das Potenzial, unser Verständnis für die strukturellen Eigenschaften des Kontinuums erheblich zu erweitern.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Vera Fischer, Universität Wien , Mentor:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Stefan Geschke, Universität Hamburg - Deutschland
  • Alessandro Andretta, Universita di Torino - Italien
  • Jörg Brendle, Kobe University - Japan

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