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Kontrastive Illusion - Das Theater Carlo Gozzis

Kontrastive Illusion - Das Theater Carlo Gozzis

Susanne Winter (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/H129
  • Förderprogramm Charlotte Bühler
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.1999
  • Projektende 31.08.2000
  • Bewilligungssumme 23.982 €

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    CARLO GOZZI, THEATER, 18. JAHRHUNDERT, VENEDIG, ILLUSION

Abstract

Wenn, wie Horkheimer und Adorno es formulieren, "das Programm der Aufklärung [] die Entzauberung der Welt" war, so kann Carlo Gozzis Theater ohne Zweifel als Gegenprogramm gelten. Mit der Aufführung des Märchenstücks "L`amore delle tre melarance" 1761 in Venedig wird ein neues Theater in Szene gesetzt, das sich als bewußtes Gegenstück zu Carlo Goldonis "Reformkomödien" präsentiert. Tendenzen zum Natürlichen, Wahrscheinlichen, bürgerlich Vernünftigen, zur Funktionalisierung der dramatischen Gattung in moralischer Hinsicht und zur Reduktion improvisatorischer Elemente, stellt Carlo Gozzi die Theatralität des Märchenhaften, Unwahrscheinlichen, Phantastischen entgegen. Lange Zeit galt Gozzi der Forschung als anachronistisches Kuriosum, als unverbesserlicher Adliger, der neidvoll den Erfolg des bürgerlichen Autors Goldoni aufzuhalten suchte. Die produktive Rezeption Gozzis durch die deutsche Romantik wurde als Mißverständnis dargestellt, die zahlreichen Gozzi-Aufführungen Anfang des 20. Jahrhunderts im Kontext der Retheatralisierung des Theaters abgetan als einseitig auf theatralische Wirksamkeit spekulierend. Seit einigen Jahren jedoch sind neue Perspektiven erkennbar: theatergeschichtliche, chronologische, ökonomische oder strukturelle Faktoren treten in den Vordergrund und lösen die vorurteilsbelastete Polarisierung von Gozzi und Goldoni ab. Auf diesem forschungsgeschichtlichen Hintergrund zielt das vorliegende Habilitationsprojekt auf ein umfassendes neues Verständnis von Carlo Gozzis Theater. Sowohl die "Fiabe teatrali", die im Zeitraum von 1761 bis 1765 entstanden, als auch die zwischen 1762 und 1799 verfaßten Tragikomödien sollen als publikumswirksamer ästhetischer und ideologischer Gegenentwurf zu einem der Aufklärung verpflichteten Theater gedeutet werden. Die Komplexität dieses Entwurfs erfordert eine Untersuchung, die verschiedene Perspektiven zu einem kohärenten Ganzen zusammenführt. Maßgeblich werden dabei der zeitgeschichtliche venezianische Kontext, ideologische und ästhetische Aspekte sein. So ist es wohl kein Zufall, daß die erste theatralische Provokation mit "L`amore delle tre melarance" gerade 1761 stattfindet, gelten doch die Jahre um 1760 in Venedig als Zeit des Umbruchs. Im politischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben werden Entwicklungen sichtbar, die eine zunehmende Differenzierung in progressive und konservative, pro- und anti-aufklärerische Tendenzen erkennen lassen. Carlo Gozzis Theater ist, wie auch seine erklärenden, reflektierenden Texte zeigen, in diesem Spannungsfeld zu lokalisieren. Dabei könnte zum einen deutlich werden, daß Gozzis Mentalität keineswegs eine isolierte ist und er zum anderen im Bereich des Theaters sehr flexibel auf organisatorische und ökonomische Bedingungen wie auf Publikumsinteressen reagiert. Grundlegend geprägt ist dieser Aktions- und Reaktionsspielraum von einer tiefen Skepsis gegenüber aufklärerischem Fortschrittsdenken und rationalistischer Erkenntnismöglichkeit. Eine positive Anthropologie, der Glaube an die Vernunft und die Überwindung des falschen Denkens und Wissens der Vergangenheit wie auch die propagierten "neuen" Werte stoßen auf Gozzis fortdauerndes Mißtrauen. Dies scheint der eigentliche Grund zu sein für die polemische Infragestellung sowohl der Formen, die aus aufklärerischem Denken erwachsen, als auch der Inhalte. Es entsteht ein Theater, das eine deutlich sichtbare und hörbare Gegenposition markiert, die oberflächlich als konservativ erscheint, jedoch vor allem in Form und Struktur tatsächlich innovativ ist. Im Kontext einer Aufwertung der Phantasie bei Gozzi, die als positive Konsequenz aus seiner Rationalismuskritik erwächst, werden generelle Fragen nach Formen der Wahrnehmung und ihrer künstlerischen Transposition, nach dem Verhältnis von Realität und Illusion, ja dem Status der Realität selbst aufgeworfen. Wie sehr sich in dieser Konzeption neben ökonomischen und wirkungsbezogenen Gesichtspunkten vor allem anthropologische, ideologische und ästhetische Überzeugungen manifestieren, und wie sich diese dann auch in den überwiegend nach den Fiabe entstandenen Tragikomödien niederschlagen, wäre im einzelnen aufzuzeigen. Eine solche mehrperspektivische Untersuchung sollte es erlauben, Gozzis Theater als komplexes Phänomen zu verstehen, das sein unverwechselbares Profil gewinnt in der kritischen Auseinandersetzung mit den Programmen der Aufklärung und ihrer weitgehenden, zukunftsweisenden Überwindung.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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