Der (dis)kontinuierliche Status des Seins: Aspekte der vertriebenen und (verbliebenen) österreichischen intellektuellen Kultur anhand von Lebensentwürfen und -kompositionen intellektueller Frauen und Männer
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (50%); Soziologie (50%)
Keywords
- KULTURFORSCHUNG,
- GESCHLECHTERFORSCHUNG,
- EXILFORSCHUNG,
- EMIGRATIONSFORSCHUNG,
- BIOGRAPHIEN,
- WIISENSCHAFTSGESCHICHTE
Dieses Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, Aspekte der intellektuellen Kultur Österreichs in historischer Perspektive zu beleuchten und zwar sowohl von der Seite der während des Austrofaschismus und Nationalsozialismus Vertriebenen als auch aus der Sicht der in Österreich Verbliebenen. Das Konzept der Studie versucht sich der Komplexität und Interdependenz der Thematik durch einen interdisziplinären Ansatz von Kultur-, Geschlechter- und Exilforschung zu nähern. Historische Biographieforschung, die lebensgeschichtliche Interviews ebenso berücksichtigt wie autobiographische Zeugnisse, bildet den methodologischen Hintergrund im Verständnis von Geschichte und Kultur als Produkt handelnder Personen. Die Studie ist in drei Abschnitten angelegt, die von theoretischen Implikationen begleitet werden: 1. Lebensentwürfe intellektueller Frauen und Männer in Wien vor 1938 (Eine Komparation von Vertriebenen und Verbliebenen) 2. Lebenskompositionen und Genese der Geschlechtermodelle der als Kinder oder Jugendliche Vertriebenen, die im Exil eine intellektuelle Laufbahn einschlugen 3. Selbstverständnis und intellektuelle Biographie jüngerer österreichischer Intellektueller. Der Versuch einer Bilanz, die der Frage nachgeht, in welchem Ausmaß dem Nationalsozialismus und der Politik danach die Vertreibung und Verdrängung innovativer kultureller Ansätze (inklusive Geschlechterbeziehungen) gelungen ist.
- Stadt Wien - 100%