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Englisch als Arbeitssprache und angewandte Linguistik

An applied linguistic investigation of content-based EFL classrooms in Austria

Christiane Dalton-Puffer (ORCID: 0000-0001-6453-0850)
  • Grant-DOI 10.55776/H174
  • Förderprogramm Charlotte Bühler
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.03.2002
  • Projektende 29.02.2004
  • Bewilligungssumme 79.940 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    CONTENT-BASED INSTRUCTION, CLASSROOM DISCOURSE, ENGLISH AS A FOREIGN LANGUAGUE, ENGLISH AS A LINGUA FRANCA, APPLIED LINGUISTICS, ENGLISCH ALS ARBEITSSPRACHE

Abstract

Die Forschung zu Englisch als Arbeitssprache (EaA) in Österreich auf der Sekundarstufe bisher auf zwei Bereiche konzentriert: einerseits existieren Sprachstandserhebungen, die EaA-Klassen mit nicht-EaA Klassen vergleichen, andererseits befasst man sich mit EaA-spezifischen fachdidaktischen Fragen der jeweiligen Gegenstände - vor allem für Geographie. Eine Forschungslücke besteht derzeit eindeutig bezüglich der Untersuchung dieses Unterrichtsmodells von Seiten der angewandten Linguistik. Diese Studie zielt daher darauf ab, ein Modell von EaA als spezifische Art des Fremdsprachenlernens mit Anwendungsbezug zu entwickeln. Ergebnisse aus der Kanadischen Immersionsforschung haben wiederholt gezeigt, dass Lerninhalte auch in einer Zweitsprache erfolgreich gemeistert werden können. Bezüglich der erreichten grammatischen und kommunikativen Kompetenz sind die Ergebnisse jedoch differenzierter. Insbesondere ein immersionsartiges Programm wie das österreichische EaA-Modell, bei dem die Unterrichtssprache in keiner Weise als außerschulische Umgebungssprache fungiert, beinhaltet notwendigerweise eine beträchtliche Sprachlehraufgabe. Die aktuelle Theoriebildung zum Zweitspracherwerb erlaubt verschiedene Perspektiven auf das sprachliche Geschehen im Unterricht, wo neben dem allgemein als relevant anerkannten Input, auch Output und Interaktion eine Rolle spielen. Diese Studie befasst sich daher mit der Identifikation von Unterrichtssituationen, die dem Lernen von Sprache besonders zuträglich sind. In diesem Zusammenhang lassen sich zwei Komplexe von Forschungsfragen formulieren. Der erste zielt auf die Art der (Sprach)Lerntheorien, die dem österreichischen EaA-Modell zu Grunde liegen. Welche Überzeugungen, Theorien und persönliches Wissen bezüglich (Sprach)Lernen haben die beteiligten Gruppen und wie wirken sich diese auf das Unterrichtsgeschehen und seine Perzeption aus? Die Wichtigkeit des unterrichtsrelevanten kognitiven Wissens von LehrerInnen ist in der angewandten Linguistik erst kürzlich ins Blickfeld gerückt. Der zweite Fragenkomplex widmet sich den Charakteristika des Unterrichtsdiskurses, bzw. deren Verhältnis zu aktuellen Spracherwerbstheorien. Unter anderem geht es hier um Fragen bezüglich der Interaktionsmuster im EaA- Unterricht, bezüglich der Rolle des comprehensible output, sowie um die Definition des Begriffs "authentische Kommunikation". Außerdem wird die Frage zu untersuchen sein, inwieweit die Vorbildung der LehrerInnen (manche sind ausgebildete FremdsprachenlehrerInnen, andere nicht) sich in methodisch-didaktische Entscheidungen übersetzt.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 50%
  • Stadt Wien - 50%

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