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Die Geschichte der Juden in Wien von 1918 bis 1938

The history of the Jews of Vienna from 1918 until 1938

Evelyn Adunka (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/H183
  • Förderprogramm Charlotte Bühler
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.08.2002
  • Projektende 31.07.2004
  • Bewilligungssumme 80.946 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (20%); Geschichte, Archäologie (40%); Sprach- und Literaturwissenschaften (40%)

Keywords

    Jüdische Zeitgeschichte, Jüdische Geistesgeschichte

Abstract

Die geplante Forschungsarbeit setzt sich eine umfassende historische sowie kultur- und geistesgeschichtliche Darstellung der Wiener jüdischen Gemeinde in der Zwischenkriegszeit zum Ziel. Beschrieben werden sollen die politischen und sozialen Rahmenbedingungen des Lebens der Wiener Juden sowie ihre politischen, sozialen, kultuellen und religiösen Strukturen und Institutionen. Dazu gehört die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) mit den bei den Wahlen zum Kultusvorstand wahlwerbenden Listen, darunter die Union Österreichischer Juden, die Zionisten sowie die religiösen Listen und mit den wichtigsten Persönlichkeiten, unter ihnen vor allem Robert Stricker, Desider Friedmann, Leopold Plaschkes, Anitta Müller-Cohen, Josef Ticho, Jakob Ornstein, Mendel Singer und Wolf Pappenheim. In einem eigenen Kapitel wird das religiöse Selbstverständnis der Wiener Juden beschrieben werden, wobei die Arbeit der Wiener Rabbiner (Zwi Perez Chajes, David Feuchtwang, Israel Taglicht, Max Grunwald, Armand Kaminka, Moses Rosenmann) ein wichtiger Teil sein wird. Die Arbeit der kulturellen und religiösen Institutionen (Bibliothek, Archiv der IKG, Jüdisches Museum, Israelitisch-theologische Lehranstalt, Beth Hamidrasch, Pädagogium, Religionslehrerseminar, Maimonides Institut, Talmud Thora, Histadruth Ivrith, Toynbeehalle, B`nai B`rith Logen, Studentenvereine etc.) und der jüdischen Publizisten, Schriftsteller, Historiker und Funktionäre (z. B. Otto Abeles, Yomtow L. Bato, Nathan Birnbaum, Jakob Bronner, Salomo Frankfurter, Erna Patak, Oskar Rosenfeld, Bernhard Wachstein) umfaßt ein weiteres Kapitel. Untersucht werden soll weiters das komplexe soziale und geistesgeschichtliche Beziehungsgeflecht zwischen den in der IKG bzw. den jüdischen Institutionen und Publikationen aktiven Personen und jenen Wiener Juden, die heute, wenn überhaupt, wegen ihrer Bedeutung als Schriftsteller oder Wissenschaftler rezipiert werden. Wie sehr auch sie Anteil nahmen am Leben und geistigen Selbstverständnis der Wiener Juden ist heute nicht mehr bekannt, wird aber an vielen Beispielen - u.a. bei Richard Beer-Hofmann, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Wilhelm Jerusalem und Max Eisler - zu zeigen sein.

Forschungsstätte(n)
  • Stadt Wien - 100%

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