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Differenz im Bild. Repräsentationen von Nation und Geschlecht in der österreichischen TV-Kultur der 70er Jahre

Difference on Screen. Representations of Gender and Nations in the Austrian Television Culture of the 1970s.

Monika Bernold (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/H230
  • Förderprogramm Charlotte Bühler
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.07.2006
  • Projektende 30.06.2008
  • Bewilligungssumme 90.720 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (25%); Kunstwissenschaften (25%); Soziologie (25%)

Keywords

    Visual Culture, Nation, Gender, Suveillance, Television, Women's Movement

Abstract

Das Projekt DIFFERENZ IM BILD verbindet eine historische Fallstudie zu ausgewählten TV-Programmen der 70er Jahre (ORF) mit theoretischen und methodischen Grundlagenstudien zu dem komplexen Verhältnis von Fernsehen, Nation und Geschlecht. Analysiert werden Programme, die mit (semi)dokumentarischen Gestaltungsformen arbeiteten und explizit den Anspruch stellten, das Publikum zu bilden, zu informieren, aufzuklären und damit auf eine Gesellschaft einzuwirken, die sich in den 70er Jahren erstmals als TV-Nation etablierte. An diesen ausgewählten paradigmatischen "Schauplätzen" der österreichischen Fernsehkultur (Frauenmagazine wie `Prisma`, Fernsehfahndungssendungen wie `Aktenzeichen XY...ungelöst` und Fernsehsendungen über das Fernsehen wie `Postfach 7000` und `Apropos TV`) werden verschiedene kultur- und medienhistorische Fragestellungen exemplarisch fokussiert: Die Frage nach Transformationen des medialen Selbstverhältnisses und damit nach einer Historiographie des Fernsehens selbst. Die Frage nach den Anfängen und den Formen der Repräsentation sozialer Bewegungen (Frauenbewegung) im nationalstaatlichen Fernsehen. Die Frage schliesslich nach televisuellen Repräsentationen von Anderssein, Ordnung und Verbrechen am Beispiel der Fernsehfahndung, die mit der Etablierung des Fernsehens als Dispositiv der Überwachung verbunden ist. Durch die Kombination aus historischer Diskursanalyse, semiologischer und narrativer Bild/Textanalyse einerseits sowie einem phänomenologischen Zugang zum Fernsehen als medialem Dispositiv andererseits soll ein konzeptuelles und methodisches Instrumentarium zur historischen Fernsehanalyse entwickelt und expemplifiziert werden. Das Habilitationsprojekt zielt darauf, einen Beitrag zur audiovisuellen Geschichte der Zweiten Republik zu leisten und eine medienhistorische Perspektive in die zeitgeschichtliche Forschung einzubringen. Weiters wirkt DIFFERENZ IM BILD der Tendenz entgegen, Mediengeschichte ohne Geschlecht und Geschlechtergeschichte ohne Medien zu schreiben. Ziel des Projekts ist es schliesslich, die im Rahmen des Hertha Firnberg Projekts T57 geleisteten Vorarbeiten zu einer Historisierung des Fernsehens aus geschlechterpolitischer Perspektive erfolgreich abzuschliessen.

Forschungsstätte(n)
  • Stadt Wien - 50%
  • Universität Wien - 50%

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Kontakt

Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Georg-Coch-Platz 2
(Eingang Wiesingerstraße 4)
1010 Wien

office(at)fwf.ac.at
+43 1 505 67 40

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