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Steuerung von Markenpräferenzen durch Konsumentenstereotype

Navigating Brand Preference through Consumers´ Stereotypes

Adamantios Diamantopoulos (ORCID: 0000-0001-5537-717X)
  • Grant-DOI 10.55776/I3727
  • Förderprogramm Einzelprojekte International
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2018
  • Projektende 31.01.2022
  • Bewilligungssumme 342.350 €
  • Projekt-Website

Bilaterale Ausschreibung: Slowenien

Wissenschaftsdisziplinen

Psychologie (20%); Wirtschaftswissenschaften (80%)

Keywords

    Consumer Stereotypes, Country-of-Origin, Global Branding, Consumer Perceived Value and Risk, Cross-National Research, International Marketing

Abstract Endbericht

Forschung hat gezeigt, dass Stereotype einen vielfältigen Einfluss auf die Einschätzungen und das Verhalten von Menschen haben. Wenig ist jedoch bisher über den Einfluss von Stereotypen auf die Einschätzungen und das Verhalten von Konsumenten bekannt. Das Projekt untersucht die Bedeutung von Stereotypen und die damit verbundenen Überzeugungen über (a) typische Nutzer einer Marke, (b) die Herkunftsländer, die mit einer Marke verbunden werden, und (c) die Marken selbst. Das Projekt beschäftigt sich dabei insbesondere mit dem Zusammenspiel der verschiedenen Stereotype. Hängt beispielsweise die Entscheidung einen Mercedes zu kaufen, zu gleichen Anteilen, aber doch distinkt von Stereotypen über die Marke Mercedes, Deutschland als Herkunftsland und Fahrern von Autos der Marke Mercedes ab? Oder beeinflusst nur eines dieser Stereotype die Kaufentscheidung? Das Projekt fokussiert dabei insbesondere auf die Wahrnehmung von Wert und Risiko von Produkten. Darüber hinaus sind die Wirkung und der Inhalt der genannten Stereotype über verschiedene Länder hinweg ein zentrales Thema der geplanten Forschung. Das Projekt adressiert insbesondere die folgenden Forschungsfragen: Wie sind Stereotype über Markennutzer, Herkunftsländer und die Marken selbst mit einander verbunden und wie beeinflussen sie das wahrgenommene Risiko und den wahrgenommenen Wert von Produkten sowie Entscheidungen und Verhalten von Konsumenten? Welche Charakteristiken von Marken und Konsumenten verstärken oder verringern den genannten Einfluss? Sind das Zusammenspiel, der Einfluss und der Inhalt der Stereotype über verschiedene Länder hinweg stabil? Beeinflussen die verschiedenen Stereotype Konsumentenverhalten gemeinsam oder dominiert ein Stereotyp? Das internationale Projektteam wird eine Reihe von sieben ergänzenden Studien (einige davon mit mehreren Stichproben) in Österreich, Slowenien und einem Schwellenland durchführen. Die angestrebten Forschungsziele und Erkenntnisse werden in Umfragen wie auch in experimentellen Studien untersucht. Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Forschung im Bereich des internationalen Marketing und Konsumentenverhaltens leisten, da es zum ersten Mal die Stereotype über Markennutzer, Herkunftsländer und die Marke selbst gleichzeitig untersucht und das Zusammenspiel und die Auswirkungen auf Konsumentenverhalten betrachtet. Die Forschung zur Wirkung von Marken wird insbesondere davon profitieren, dass die verschiedenen Wege der Einflüsse der unterschiedlichen Stereotype beleuchtet werden. Die Forschung im Bereich des internationalen Marketing wird durch eine Analyse der länderübergreifenden und länderspezifischen Inhalte und Effekte der Stereotype Erkenntnisse über Positionierungsmöglichkeiten erhalten. Dabei wird insbesondere auch deutlich werden, ob eine globale Positionierung von Marken hilft, die untersuchten Unterschiede zwischen Ländern zu reduzieren. Praktiker können von dem Projekt profitieren, da es Empfehlungen darüber generiert, in welchem Ausmaß die verschiedenen Stereotype in der Kommunikation genutzt oder reduziert werden sollten.

Stereotype sind vereinfachte Zuschreibungen von Eigenschaften und Erwartungen. Sie werden in vielen Ansichten und Entscheidungen von Menschen deutlich - auch dann, wenn sie auf fehlerhaften Verallgemeinerungen basieren. Wenig ist jedoch bisher über den Einfluss von Stereotypen auf die Einschätzungen und das Verhalten von Konsumenten bekannt. Das Projekt untersuchte daher die Bedeutung von Stereotypen und die damit verbundenen Überzeugungen über typische Nutzer einer Marke, die Herkunftsländer, die mit einer Marke verbunden werden, und die Marken selbst. Eine Grundannahme des Projekts war dabei, dass Konsumenten Marken ganz ähnlich betrachten wie Menschen oder Gruppen und dass vergleichbare Stereotype als kognitiven Abkürzungen auf Menschen, Gruppen und Marken angewendet werden. Tatsächlich zeigte sich im Projekt, dass Konsumenten bei Nutzern einer Marke genauso wie bei Ländern oder Marken Schlussfolgerungen über positive oder negative Absichten ziehen und in stereotyper Weise Erwartungen entwickeln. Konsumenten haben Stereotype über die positiven Intentionen und die Kompetenz von Nutzern einer Marke, von Menschen aus verschiedenen Ländern und eben auch von Marken selbst. In verschiedenen Studien im Rahmen des Projekts wurden zudem deutliche Hinweise darauf gefunden, dass diese unterschiedlichen Arten von Stereotypen sich nicht nur auf ähnliche Inhalte beziehen, sondern direkt verbunden sind. So legen statistische Modelle aus den durchgeführten Studien nahe, dass die Stereotype über Marken durch Stereotype über Markennutzer und die Herkunft der Marke beeinflusst werden. Dieses Ergebnis fand sich im Kontext unterschiedlicher Länder mit unterschiedlichen Marken. Da die Markenstereotype zudem in einer positiven Beziehung zum wahrgenommenen Wert einer Marke und der Kaufintention stehen, unterstützt dies auch die Annahme, dass Markennutzer wie auch Herkunftsländer genutzt werden können, um ausgewählte Aspekte einer Marke wie die erwarteten positiven Intentionen gezielt zu stärken. Tatsächlich ist dieser Befund auch im Hinblick auf die größere Diversität von dargestellten Nutzern oder Herkunftsländern in der Werbung relevant, da sich beispielsweise Stereotype über positive Intentionen durchaus nicht nur bei idealisiert dargestellten Personengruppen finden, sondern auch bei Personen, die von den üblichen Idealen der Werbung abweichen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 40%
  • Universität Wien - 60%
Nationale Projektbeteiligte
  • Arnd Florack, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Alex Koch, Universität Köln - Deutschland
  • Vesna Zabkar, University of Ljubljana - Slowenien
  • Christopher Winship, Harvard University - Vereinigte Staaten von Amerika
  • David A. Griffith, Michigan State University - Vereinigte Staaten von Amerika
  • Krishnamurthi Lakshman, Northwestern University - Vereinigte Staaten von Amerika
  • George Balabanis, City University London - Vereinigtes Königreich
  • John Cadogan, Loughborough University - Vereinigtes Königreich
  • Constantine Katsikeas, University of Leeds - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 400 Zitationen
  • 12 Publikationen
Publikationen
  • 2022
    Titel The formation of consumers' warmth and competence impressions of corporate brands: The role of corporate associations
    DOI 10.1111/emre.12509
    Typ Journal Article
    Autor Gidakovic P
    Journal European Management Review
    Seiten 639-653
    Link Publikation
  • 2021
    Titel The bond between country and brand stereotypes: insights on the role of brand typicality and utilitarian/hedonic nature in enhancing stereotype content transfer
    DOI 10.1108/imr-09-2020-0209
    Typ Journal Article
    Autor Diamantopoulos A
    Journal International Marketing Review
    Seiten 1143-1165
    Link Publikation
  • 2021
    Titel User Perspectives of Diet-Tracking Apps: Reviews Content Analysis and Topic Modeling
    DOI 10.2196/25160
    Typ Journal Article
    Autor Zecevic M
    Journal Journal of Medical Internet Research
    Link Publikation
  • 2021
    Titel Uncovering men’s stereotype content (warmth and competence) associated with a representative range of male body size categories
    DOI 10.1016/j.bodyim.2021.02.007
    Typ Journal Article
    Autor Baker A
    Journal Body Image
    Seiten 148-161
  • 2020
    Titel From country stereotypes to country emotions to intentions to visit a country: implications for a country as a destination brand
    DOI 10.1108/jpbm-09-2019-2563
    Typ Journal Article
    Autor Micevski M
    Journal Journal of Product & Brand Management
    Seiten 118-131
    Link Publikation
  • 2020
    Titel When products compete for consumers attention: How selective attention affects preferences
    DOI 10.1016/j.jbusres.2019.05.009
    Typ Journal Article
    Autor Florack A
    Journal Journal of Business Research
    Seiten 117-127
    Link Publikation
  • 2018
    Titel PreDicta chip-based high resolution diagnosis of rhinovirus-induced wheeze
    DOI 10.1038/s41467-018-04591-0
    Typ Journal Article
    Autor Niespodziana K
    Journal Nature Communications
    Seiten 2382
    Link Publikation
  • 2021
    Titel The Interplay of Brand, Brand Origin and Brand User Stereotypes in Forming Value Perceptions
    DOI 10.1111/1467-8551.12552
    Typ Journal Article
    Autor Gidakovic P
    Journal British Journal of Management
    Seiten 1924-1949
    Link Publikation
  • 2021
    Titel How industry and occupational stereotypes shape consumers' trust, value and loyalty judgments concerning service brands
    DOI 10.1108/josm-12-2020-0447
    Typ Journal Article
    Autor Gidakovic P
    Journal Journal of Service Management
    Seiten 92-113
    Link Publikation
  • 2020
    Titel Do brand warmth and brand competence add value to consumers? A stereotyping perspective
    DOI 10.1016/j.jbusres.2020.06.048
    Typ Journal Article
    Autor Kolbl Ž
    Journal Journal of Business Research
    Seiten 346-362
    Link Publikation
  • 2019
    Titel Stereotyping global brands: Is warmth more important than competence?
    DOI 10.1016/j.jbusres.2018.12.060
    Typ Journal Article
    Autor Kolbl Ž
    Journal Journal of Business Research
    Seiten 614-621
    Link Publikation
  • 2019
    Titel Vloga porabniških stereotipov pri ovrednotenju blagovnih znamk
    DOI 10.15458/2335-4216.1084
    Typ Journal Article
    Autor Gidakovic P
    Journal Economic and Business Review
    Link Publikation

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