Auf dem Weg zum digitalen Zwilling eines Permanentmagneten
Towards the digital twin of a permanent magnet
DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (30%); Physik, Astronomie (70%)
Keywords
-
Machine Learning,
Micromagnetic Simulations,
Multiscaling,
Material Characterization
Permanentmagnete (PM) sind eine kritische Komponente von E-Motoren und Generatoren in zahlreichen Anwendungen, von denen die wichtigsten Windturbinen und Hybrid -/E- Fahrzeuge sind. Das rasche Wachstum dieser Sektoren hat zu einer erhöhten Nachfrage nach Hochleistungs-PM auf Nd-Fe-B-Basis geführt, aber die Nachhaltigkeit der Nutzung der Ressourcen an Seltenerdelementen wie Nd und Dy bei dieser hohen Rate ist fraglich. Es besteht daher ein klarer Bedarf an der Entwicklung eines Seltenerd-freien PM, der bestimmte Typen von Nd-Fe-B-PM ersetzen und so den Druck auf die Seltenerdressourcen verringern könnte. Ein digitaler Zwilling ist ein Informationssatz, der die Struktur und die Eigenschaften eines Objekts vollständig beschreibt; jede Information, die durch die Inspektion des Objekts gewonnen werden könnte, könnte auch von seinem digitalen Zwilling gewonnen werden. Neben der Struktur des Materials muss der digitale Zwilling eines PM daher auch seinen magnetischen Zustand beschreiben. Dies ist eine große Herau sforderung, da der magnetische Zustand eines Materials nicht nur von seiner Struktur und seinen magnetischen Eigenschaften, sondern auch von seiner magnetischen und thermischen Geschichte abhängt. Der digitale Zwilling eines PM könnte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuartiger PM und bei der Echtzeit-Überwachung der Leistung von PM in Anwendungen spielen. Der digitale Zwilling eines PM würde wichtige Beiträge zur Digitalisierung der Materialwissenschaften, zur Nachhaltigkeit und zur Elektromobilität liefern. Der digitale Zwilling eines PM umfasst experimentelle Daten und Simulationen sowohl auf atomistischer als auch auf mikroskopischer Ebene. In einem ersten Schritt werden sich die Anstrengungen in diesem Projekt auf die Mikroskala konzentrieren. Der seltenerdfreie PM, MnAl-C, wird als Modellsystem genommen und ein verbessertes mikromagnetisches Modell wird entwickelt. Fortschrittliche Charakterisierung in Kombination mit magnetischen Domänenbildern und Messungen werden die Grundlage für die Simulationen bilden. Anschließend wird ein maschinelles Lernmodell entwickelt und Datenassimilation eingesetzt, um die Differenz zwischen vorhergesagten und gemessenen Eigenschaften zu verringern. Das trainierte Modell stellt die mikroskalige Komponente des digitalen Zwillings eines MnAl - C-PM dar.
- Donau-Universität Krems - 100%
- Thomas G. Woodcock, IFW Leibnitz - Deutschland
Research Output
- 2 Publikationen
- 5 Disseminationen
- 1 Weitere Förderungen
-
2024
Titel Micromagnetic study of grain junctions in MnAl-C containing intergranular inclusions DOI 10.1016/j.jmmm.2024.172390 Typ Journal Article Autor Gusenbauer M Journal Journal of Magnetism and Magnetic Materials -
2023
Titel Nanoscale chemical segregation to twin interfaces in -MnAl-C and resulting effects on the magnetic properties DOI 10.1016/j.jmst.2022.05.052 Typ Journal Article Autor Gusenbauer M Journal Journal of Materials Science & Technology
-
2022
Link
Titel Junge Uni - Campus Krems Typ Participation in an activity, workshop or similar Link Link -
2024
Link
Titel Lange Nacht der Forschung 2024 Typ Participation in an activity, workshop or similar Link Link -
2022
Link
Titel Lange Nacht der Forschung 2022 Typ Participation in an activity, workshop or similar Link Link -
2022
Link
Titel Project website Typ Engagement focused website, blog or social media channel Link Link -
2024
Titel MagneticArt competition at International Conference on Magnetism Typ Participation in an activity, workshop or similar
-
2024
Titel Auf dem Weg zum digitalen Zwilling eines Permanentmagneten Typ Research grant (including intramural programme) Förderbeginn 2024 Geldgeber Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich