SEHAG - Prozessierung historischer Fotos Phase 2
SEHAG 2 - Historic image processing Phase 2
DFG-Forschungsgruppen
Wissenschaftsdisziplinen
Umweltingenieurwesen, Angewandte Geowissenschaften (100%)
Keywords
-
Historic Images,
Long Time Series,
Photogrammetry,
Laserscanning,
Monoplotting,
Geomorphology
Im SEHAG-Projekt erforschen mehrere wissenschaftliche Partner das Zusammenspiel zwischen Prozessen im Geosystem der Alpen und dem Klima. Während die erste Projektphase Einblicke in die Vergangenheit bot, indem historische Daten gesammelt, prozessiert und analysiert wurden, um Rückschlüsse auf den früheren Zustand des Geosystems zu ziehen, widmet sich die zweite Phase der Zukunft. Neben der Ableitung von Informationen aus Fotos und anderen Sensoren (z.B. LiDAR, GPR, SONAR), wird sich die Forschung auf die kollaborative Erkundung und Visualisierung der vorhergesagten Veränderungen konzentrieren. Um die Basis der verfügbaren Datensätze zu vergrößern, werden Recherche und Georeferenzierung neu erworbener und historischer Geodaten fortgesetzt. Für die historischen terrestrischen Bilder wird die automatische Orientierung weiterentwickelt, um die Automatisierung, Zuverlässigkeit und Genauigkeit zu steigern. Neben dem luftgestützten Laserscanning (ALS) werden weitere Sensoren eingesetzt, um Oberflächenmodelle in ausgewählten Bereichen zu erstellen: (i) Bodenradar zur Ableitung der subglazialen Topographie (ii) Echolot für die Bathymetrie der Seegründe. Innerhalb der zweiten Projektphase wird die Rolle der Bilder umgekehrt: Anstatt Informationen aus Bildern zu extrahieren, werden Informationen, die von Modellen der wissenschaftlichen Partner vorhergesagt werden, visualisiert. Die erzeugten Visualisierungen sollen vor allem als Basis der wissenschaftlichen Diskussion über das Zusammenspiel der Prozesse dienen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Evaluierung und Entwicklung von Methoden zur kombinierten Visualisierung der vorhergesagten Veränderungen aus verschiedenen geowissenschaftlichen Disziplinen (Glaziologie, Geomorphologie einschließlich der Kryosphäre, Hydrologie und Vegetationskunde). Die Corona19-Pandemie hatte drastische Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir kommunizierten und interagierten. In den neuen Formen der Zusammenarbeit, die durch die Restriktionen entstanden sind, erkennen wir eine Chance, (Teile) unserer Arbeit nachhaltig zu verändern. So werden neue Möglichkeiten der kollaborativen Analyse und Interaktion von räumlichen Daten, die im Rahmen des SEHAG-Projekts genutzt werden, untersucht werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, wie man aus der Ferne miteinander und mit den Daten interagieren kann. Dies soll anhand sogenannter "virtueller Feldbegehungen", bei denen die grundlegenden Elemente von realen Feldbegehungen virtuell zur Verfügung gestellt werden, erforscht werden. Mit denentwickelten WerkzeugenwerdenForscherausverschiedenen Forschungsbereichen in der Lage sein, gemeinsam vergangene, aktuelle und zukünftige Umweltdaten und - zustände aus der Ferne zu analysieren und interpretieren. Obwohl der Bedarf an solchen Möglichkeiten zwar innerhalb der Corona-19-Pandemie deutlich wurde, sind wir der Überzeugung, dass diese auch in Zukunft von Bedeutung sein werden.
- Technische Universität Wien - 100%