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EDEN

Eugene Devic European Network

Hans Lassmann (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/I916
  • Förderprogramm International - Multilaterale Initiativen
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.2012
  • Projektende 31.12.2014
  • Bewilligungssumme 189.483 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Keywords

    Neuromyelitis, Auto-Immunity, Epidemiology, Database, Biobank, Biomarker

Abstract Endbericht

Die Neuromyelitis optica (Devic; DNMO) ist eine seltene neurologische Erkrankung, in klinischer Sicht gekennzeichnet durch rezidivierende Schübe von Optikusneuritiden und Myelitiden. In der Pathologie zeigt sich eine chronische entzündliche Entmarkungserkrankung mit Antikörper- und Komplement mediierter Schädigung der Astrozyten. DNMO wird heute als Autoimmunerkrankung angesehen, die zumindest zum Teil durch Autoantikörper gegen Aquaporin 4, einem Wasserkanal von Astrozyten, ausgelöst wird. Trotz dieser Fortschritte wird DNMO noch immer häufig als Multiple Sklerose fehldiagnostiziert. Darüber hinaus sind viele wichtige Charakteristika der Erkrankung bislang unbekannt, einschließlich der Pathophysiologie und des klinischen Spektrums der Erkrankung, der diagnostischen und prognostischen Validität der Biomarker, sowie der bestmöglichen Behandlung und der mit der Erkrankung verbundenen Kosten für das Gesundheitswesen. Das EDEN Projekt hat folgende Ziele: Etablierung einer Europäischen Datenbank mit spezifischem Fokus auf der Erfassung der Epidemiologie der Erkrankung, der klinischen Krankheitsverläufe und der radiologischen diagnostischen Kriterien. Aufbau einer Biobank zur Entwicklung und Validierung von Biomarkern und für die Untersuchungen der Pathophysiologie der Erkrankung. Validierung der unterschiedlichen Methoden zur Erfassung von Autoantikörpern gegen Aquaporin 4 und Entwicklung neuer Biomarker für Diagnose und Prognose der Erkrankung. Entwicklung und Validierung experimenteller Modelle zum Studium der Pathophysiologie von DNMO * Definition von Standards und Richtlinien für die Therapie von DNMO Dissemination der Resultate durch Kooperation mit Patienten und behandelnden Ärzten. Diese Ziele sollen durch eine longitudinale prospektive Erfassung von Patientendaten und deren multimodaler Analyse erfolgen. Es ist zu erwarten, dass die Ergebnisse dieses Projektes zu einem besseren Verständnis der Ursachen und darüber hinaus zu standardisierten Verfahren der Diagnose und Therapie der DNMO führen werden.

Ziel des Eugene Devic European Network (EDEN) Projektes war, ein europäisches Forschungsnetzwerk zu etablieren, das sich mit offenen Fragen zur Klinik, Diagnose, Pathogenese und Therapie der Neuromyelitits Optica beschäftigt. Neuromyelitis Optica ist eine seltene chronische entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zur Schädigung des Rückenmark und der Sehnerven führt. Vor einigen Jahren wurde ein Auto-Antikörper entdeckt, der gegen Aquaporin 4, einen Wasserkanal der Astrozyten, gerichtet ist und für die Erkrankung sehr spezifisch ist. Ziel des Forschungsprojektes war, das klinische Spektrum der Aquaporin 4 Antikörper-assoziierten Neuromyelitis Optica zu definieren, die diagnostischen Antikörper-Tests zu verfeinern und zu validieren, die Pathophysiologie der Erkrankung aufzuklären und die Wirksamkeit verschiedener immunsupprimierender oder immunmodulierender Therapien zu überprüfen. Das Projektkonsortium umfasste Gruppen aus Frankreich (Projekt-Koordinator), Österreich, Deutschland, Großbritannien und der Türkei. Das von Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich geförderte Subprojekt beschäftigte sich mit Fragen der Testvalidierung und der Erkrankungsmechanismen. Es wurde in enger Kooperation zwischen dem Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien und der Klinik für Neurologie an der Medizinischen Universität in Innsbruck durchgeführt. In Verlauf des Projektes konnten wir zeigen, dass Zell-basierte Antikörper Tests, wie sie in Innsbruck entwickelt wurden, die größte Sensitivität und Spezifität aufweisen. Pathogenetische Studien, die in Wien durchgeführt wurden, zeigten, dass die Autoantikörper gegen Aquaporin 4 eine wesentliche Rolle in der Entstehung der Erkrankungsherde im Gehirn spielen, dass jedoch T-Zell vermittelte Immunreaktionen für die Auslösung der Erkrankung essentiell sind. Darüber hinaus zeigten unsere Forschungsergebnisse, dass in Patienten mit Neuromyelitis Optica, die keine gegen Aquaporin 4 gerichtete Autoantikörper haben, Antikörper gegen Myelin Oligodendroglia Glykoprotein nachgewiesen werden können und diese Antikörper sowohl diagnostisch als auch pathogenetisch relevant sind. Die Wertigkeit unserer Ergebnisse konnten wir im Rahmen der internationalen Kooperation an einem sehr großen Patientenkollektiv bestätigen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 54%
  • Medizinische Universität Innsbruck - 46%
Nationale Projektbeteiligte
  • Markus Reindl, Medizinische Universität Innsbruck , assoziierte:r Forschungspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Hans Peter Hartung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - Deutschland
  • Romain Marignier, Hopital Neurologique Pierre Wertheimer - Frankreich
  • Aksel Siva, Istanbul University - Türkei
  • Angela Vincent, University of Oxford - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 1793 Zitationen
  • 11 Publikationen
Publikationen
  • 2015
    Titel MOG antibody-associated diseases
    DOI 10.1212/nxi.0000000000000060
    Typ Journal Article
    Autor Reindl M
    Journal Neurology: Neuroimmunology & Neuroinflammation
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Overlapping demyelinating syndromes and anti–N-methyl-D-aspartate receptor encephalitis
    DOI 10.1002/ana.24117
    Typ Journal Article
    Autor Titulaer M
    Journal Annals of Neurology
    Seiten 411-428
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Thymic stromal lymphopoietin is expressed in the intact central nervous system and upregulated in the myelin-degenerative central nervous system
    DOI 10.1002/glia.22662
    Typ Journal Article
    Autor Kitic M
    Journal Glia
    Seiten 1066-1074
    Link Publikation
  • 2013
    Titel Distinction and Temporal Stability of Conformational Epitopes on Myelin Oligodendrocyte Glycoprotein Recognized by Patients with Different Inflammatory Central Nervous System Diseases
    DOI 10.4049/jimmunol.1301296
    Typ Journal Article
    Autor Mayer M
    Journal The Journal of Immunology
    Seiten 3594-3604
  • 2013
    Titel Presence of six different lesion types suggests diverse mechanisms of tissue injury in neuromyelitis optica
    DOI 10.1007/s00401-013-1116-7
    Typ Journal Article
    Autor Misu T
    Journal Acta Neuropathologica
    Seiten 815-827
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Pain in neuromyelitis optica—prevalence, pathogenesis and therapy
    DOI 10.1038/nrneurol.2014.129
    Typ Journal Article
    Autor Bradl M
    Journal Nature Reviews Neurology
    Seiten 529-536
  • 2014
    Titel Antibodies to MOG and AQP4 in adults with neuromyelitis optica and suspected limited forms of the disease
    DOI 10.1177/1352458514555785
    Typ Journal Article
    Autor Höftberger R
    Journal Multiple Sclerosis Journal
    Seiten 866-874
    Link Publikation
  • 2013
    Titel The spectrum of MOG autoantibody-associated demyelinating diseases
    DOI 10.1038/nrneurol.2013.118
    Typ Journal Article
    Autor Reindl M
    Journal Nature Reviews Neurology
    Seiten 455-461
  • 2013
    Titel Intrastriatal injection of interleukin-1 beta triggers the formation of neuromyelitis optica-like lesions in NMO-IgG seropositive rats
    DOI 10.1186/2051-5960-1-5
    Typ Journal Article
    Autor Kitic M
    Journal Acta Neuropathologica Communications
    Seiten 5
    Link Publikation
  • 2013
    Titel T cell-activation in neuromyelitis optica lesions plays a role in their formation
    DOI 10.1186/2051-5960-1-85
    Typ Journal Article
    Autor Pohl M
    Journal Acta Neuropathologica Communications
    Seiten 85
    Link Publikation
  • 2013
    Titel Experimental Models of Neuromyelitis Optica
    DOI 10.1111/bpa.12098
    Typ Journal Article
    Autor Bradl M
    Journal Brain Pathology
    Seiten 74-82
    Link Publikation

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