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Österreichischer Synodaler Vorgang - Befragung von Zeitzeugen und Rezeption

Austrian Synodal Process - Interviews of Comtemporary Witnesses and Reception

Wilhelm Rees (ORCID: 0000-0001-5780-6820)
  • Grant-DOI 10.55776/I940
  • Förderprogramm Einzelprojekte International
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2012
  • Projektende 31.08.2015
  • Bewilligungssumme 28.495 €
  • Projekt-Website

DACH: Österreich - Deutschland - Schweiz

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    Second Vatican Council, Contemprorary Witness, Austrian Synodal Process, Narrative Interviews, Reception of the Second Vatican Council, Austrian Particular Canon Law

Abstract Endbericht

Das im Folgenden näher beschriebene Forschungsvorhaben soll im Rahmen einer Vereinbarung der DFG mit Partnerorganisationen in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um ein interdisziplinäres und internationales Projekt in der katholischen Theologie, das insgesamt auf drei Jahre angelegt (gewünschter Zeitraum: 01. Januar 2012 - 31. Dezember 2014) ist. Antragssteller bei der DFG ist Prof. Dr. Joachim Schmiedl, Vallendar. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hat für die Theologie und Kirche eine umfangreiche Agenda vorgegeben. Die Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland (1971-1975) und verschiedene Nationalsynoden in Europa (Niederlande, DDR, Schweiz und Österreich), die zeitgleich in den 1970- iger Jahren abgehalten wurden, waren entscheidend für die teilkirchliche Rezeption dieses Konzils. In diesen synodalen Prozessen zeigen sich Chancen und Schwierigkeiten einer partizipativen Rechtsstruktur in der römisch- katholischen Kirche. Die Versammlungen repräsentieren und reflektieren das konziliare Verständnis von Kirche im Spannungsfeld von Volk Gottes und hierarchischem Amt. Die Ergebnisse wurden wesentlich durch die wechselseitige Kommunikation, die in der Memoria der Zeitzeugen lebendig ist, beeinflusst. Die Erhebung der Erinnerung durch narrative Interviews der Mitglieder dieser Synoden ist integraler Bestandteil des Projekts. Die wissenschaftliche Erforschung der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (Würzburger Synode) erfährt - nach Forschungen vor und nach der Synode - in den letzten Jahren einen neuen Aufschwung. Insgesamt aber gilt, dass das Niederländische Pastoralkonzil (1966-1970), die Synode in der Schweiz (1972) und vor allem der Synodale Vorgang in Österreich (1973/74) noch einer intensiven Bearbeitung bedürfen. Das Projekt untersucht die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils durch nationale Synoden. Es geht um Selbstfindungsprozesse von Ostkirchen. Näherhin sind die noch lebenden Zeitzeugen zu erfassen sowie deren Aussagen, die in Form von narrativen Interviews erhoben werden, auszuwerten. Für Österreich beläuft sich die Zahl der möglichen Interviewpartner auf ca. 30 Personen. Pro Interview sind zwei Arbeitstage (Reise, Gespräch und Transkription der Tonaufnahme) vorgesehen, d. h. Gesamtdauer ca. drei Monate. Zudem sollen die geplanten Fachtagungen in Deutschland auch von österreichischer Seite mit vorbereitet werden (jeweils ein Monat pro Jahr). Für die Durchführung wird ein/e Doktorand/in benötigt. Es entstehen Personal- (erstes Jahr vier Monate; zweites Jahr einen Monat; drittes Jahr einen Monat) und Sachkosten zur Durchführung der narrativen Interviews (Aufnahmegerät; Vorteilscard ÖBB; Tagegeld; Übernachtung). Das Ende der Österreich-Synode, in: Herder-Korrespondenz 28 (1974), S. 368-372

Der Österreichische Synodale Vorgang (1973-1974), der zeitgleich mit der Gemeinsamen Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland (Würzburger Synode, 1971-1975) und weiteren Nationalsynoden in Europa (Niederländisches Pastoralkonzil 1966-1970; Synode 72 in der Schweiz 1972; Pastoralsynode der Jurisdiktionsbezirke in der DDR 1973-1975) abgehalten wurde, war entscheidend für die teilkirchliche Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Römisch-Katholischen Kirche Österreichs. In diesen synodalen Prozessen zeigen sich Chancen und Schwierigkeiten einer partizipativen Rechtsstruktur in der römisch-katholischen Kirche. Die Versammlungen repräsentierten und reflektierten das konziliare Selbstverständnis von Kirche im Spannungsfeld von Volk Gottes und hierarchischem Amt. Beeinflusst wurden die Ergebnisse durch die wechselseitige Kommunikation, die in der Erinnerung der Zeitzeugen lebendig ist. Deren Erinnerung ist 40 Jahre nach dem Ereignis des Österreichischen Synodalen Vorgangs notgedrungen selektiv. Sie bezieht sich auf prägende Persönlichkeiten, auf zentrale Debatten, auf die Atmosphäre und den engeren Kontakt unter den Synodal(inn)en, die erfolgte bzw. nicht erfolgte Rezeption usw. In der Erinnerung wird zudem die unterschiedliche Einbindung der Synodal(inn)en in die jeweiligen Diözesen mit Blick auf die Vermittlung der Ergebnisse und den Kontakt mit der Bistumsleitung deutlich. Auffallend ist, dass die Bewertung des Österreichischen Synodalen Vorgangs und seiner Beschlüsse eine deutliche Abhängigkeit von der aktuellen kirchenpolitischen Situation aufweist und dass einige Synodenteilnehmer sich aus heutiger Perspektive nicht mehr an die Ereignisse von damals erinnern wollten bzw. bereit waren, ein Interview zu geben.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Innsbruck - 100%

Research Output

  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 0
    Titel Unverbindliche Beratung oder kollegiale Steuerung.
    Typ Other
    Autor Rees W

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