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Atemregulation: Einfluß von Alter & Chronischen Lungenerkrankungen

Atemregulation: Einfluß von Alter & Chronischen Lungenerkrankungen

Edda Maria Tschernko (ORCID: 0000-0002-4074-2266)
  • Grant-DOI 10.55776/J1410
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.1997
  • Projektende 30.04.1998
  • Bewilligungssumme 24.345 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Abstract

Das Wissen über die Atemregulation und deren Variabilität von Atemzug zu Atemzug sowie über längere Zeiträume (24h) ist derzeit beim gesunden Menschen und beim chronisch Lungenkranken noch sehr spärlich. Die Erforschung dieser grundlegenden Mechanismen hätte entscheidende Bedeutung für das Verständnis verschiedenster Erkrankungen und folglich für deren erfolgreiche Therapie. Erkrankungen wie der "plötzliche Kindstod", das Schlaf-Apnoe Syndrom (=Aussetzen der Atmung über Minuten während des Schlafes), und viele Erkrankungen ., die mit schwerer Atemnot verbunden sind, haben häufig völlig unbekannte Ursachen, und können daher schwer behandelt oder vermieden werden. Das "Wissensdefizit" über die Atemregulation hat darüber hinaus negative Auswirkungen auf jeder Intensivstation, wo Patienten häufig künstlich beatmet werden müssen. Das fehlende Wissen bewirkt häufig eine subobtimale Einstellung des Beatmungsgerätes, welche Atemnotsanfälle und in der Folge eine für den Patienten mühevolle und riskante (Sauerstoffmangel) sowie verzögerte Entwöhnung von der künstlichen Beatmung nach sich zieht. Die Erforschung des natürlichen Atemmusters und der Atemregulation war bislang überaus schwierig, da sie mit dem Atmen durch Ventile und dem Anbringen von Sonden verbunden war. Diese Maßnahmen müssen als "invasiv" und für den Untersuchten unangenehm beschrieben werden. Somit war eine Untersuchung nur über kurze Zeiträume möglich. Weiters bewirkten diese unangenehmen Vermessungstechniken Streß und Aufregung, was bekanntermaßen das Atemmuster entscheidend verändern kann. Die Ergebnisse waren somit nicht mit ungestörter Atmung zu vergleichen. Kürzlich wurde aber von Prof. Tobin eine verbesserte Meßtechnik, bei der man die Brustkorbbewegungen über eine Art "Gurt" registriert, eingeführt. Diese Technik ist für den Untersuchten in keiner Weise unangenehm und überaus genau. Die neue Technik heißt: respiratory inductive plethysmography. In dem angestrebten Projekt soll mittels dieser Methode das Atemmuster an gesunden jungen und älteren Menschen, sowie an Menschen die an einer chronischen Lungenerkrankung leiden untersucht werden. Es gilt Unterschiede zw. den Gruppen u. den Individuen aufzuzeigen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%

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