Detection of the disseminated tumor cells in patients with epithelial ovarian cancer
Detection of the disseminated tumor cells in patients with epithelial ovarian cancer
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (60%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)
Keywords
-
OVARIAN CANCER,
CELL DISSEMINATION,
METASTASES,
ANGIOGENESIS
Die Neubildung von Tumorblutgefäßen stellt eine Vorbedingung für das Tumorwachstum und die Metastasierung dar. Tumorzellen durchbrechen die Basalmembran der Blutgefäße und werden über das Blutgefäßsystem in die Peripherie ausgeschwemmt. Methodische Schwierigkeiten verhinderten bisher die exakte und reproduzierbare Quantifizierung dieser Blutgefäßneubildung. Deswegen ist es die Absicht des zur Förderung beim FWF eingereichten Projektes, Tumorzellen im peripheren Blut bei Patientinnen mit epithelialem Ovarialkarzinom aufzufinden und zu quantifizieren. In Vorversuchen an der Heimatabteilung hat sich MUC1, das ist ein Marker, der an der Oberfläche von Epithelzellen exprimiert wird, als tauglich erwiesen. Eine Vielzahl anderer Epithelzellmarker wurden ebenso getestet. Die RT-PCR Methode wurde als Nachweis MUC1-positiver Zellen etabliert. Erste Ergebnisse liegen für Patienten mit Kolon- und Mammakarzinom vor, vergleichbare Daten beim Ovarialkarzinom stehen allerdings bisher aus. Im zur Förderung durch den FWF eingereichten Projekt soll die klinische Bedeutung des Tumorzellnachweises im peripheren Blut bei Patientinnen mit epithelialem Ovarialkarzinom untersucht werden. Für diese Untersuchung eignet sich das Queensland Centre for Gynaecological Cancer deswegen besonders, weil 1. dieses Zentrum die Bedeutung des MUC1 beim epithelialen Ovarialkarzinom bereits seit vielen Jahren erforscht und daher ein entsprechender wissenschaftlicher Hintergrund angenommen werden kann, und 2. dieses Zentrum eines der weltweit größten gynäko-onkologischen Zentren repräsentiert und eine jährliche Fallzahl an Ovarialkarzinomen überblickt, die 15-20 mal größer als an der Heimatabteilung ist. Weitere, fortführende Untersuchungen sollten sich auf die weitere Charakterisierung dieser gefundenen, disseminierten Ovarialkarzinomzellen konzentrieren. So könnten beispielsweise diese Zellen im Hinblick auf ihre Fähigkeit p53 oder VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) zu exprimieren, untersucht werden. Das zur Förderung eingereichte Wissenschaftsprojekt läßt signifikante Ergebnisse, weiche direkt den betroffenen Patientinnen (Prognoseerstellung, Früherkennung) zugute kommen könnten, erwarten. Außerdem repräsentiert dieses Projekt das Konzept "from bench to bedside", indem Erkenntnisse der Grundlagenforschung in den klinischen Alltag eingebracht werden.
- Royal Brisbane Hospital - 100%
- Medizinische Universität Wien - 10%