Die "Dynamische Hornhaut-Untersuchung", DCI stellt ein neues Verfahren dar, welches in den letzten 7 Jahren in
Zusammenarbeit von Landesaugenklinik Salzburg und dem Institut für Allgemeine Physik der TU Wien entwickelt
wurde Es können dabei die mechanischen Eigenschaften der Hornhaut in vivo dargestellt und auch lokale
(topographisch relevante) Faktoren berücksichtigt werden. Das Prinzip beruht auf:
i) der Computer-unterstützten Video-Keratographie (CAVK) nach dem Placido-Prinzip,
ii) einer kontrollierten Indentation der Hornhaut (zentral und peripher) mit Hilfe elektronisch gesteuerter
Mikromotoren,
iii) einer elektronischen Erfassung des Kontaktzeitpunktes der Sonde und gleichzeitiger Kontrolle der Position und
Pulsphase des Patienten,
iv) einer sequentielle Bilderfassung bei verschiedenen vorgewählten Indentationstufen, und
v) einer Analyse der verschiedenen CAVK-Indentationsbilder.
Ziel der geplanten Studie ist: Eine prinzipielle Verbesserung des Verfahrens mit Erarbeitung von Standardkurven
bei normalen Probanden, Analyse verschiedener Hornhautleiden (Keratokonus , "contact lens warpage" ,
Dystrophia pellucida marginalis, Narben nach Keratitis herpetica, partiell perforierender und lamellierender
Keratoplastik oder perforierenden Verletzungen), Studium der DCI-Daten vor und nach refraktiven Eingriffen
sowie die Bewertung neuer Analyseverfahren der DCI-Daten.