Genexpression in melanocytären Läsionen
Differential gene expression patterns as diagnostic and prognostic markers of melanocytic lesions
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
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MELANOM,
BCL-2,
GENEXPRESSION
Das metastasierende Melanom kann durch ihr mangelhaftes Ansprechen auf die Chemotherapie auch heute noch als unheilbar betrachtet werden. Daher stellt die frühe Erkennung und chirurgische Entfernung des Tumors die einzige heilende Behandlung dieser Erkrankung dar. Die Aufklärung molekularbiologischer Mechanismen in anderen Tumoren haben gezeigt daß wir durch deren Kenntnis nicht nur die Entstehung von Tumoren besser verstehen, sondern auch neue und verbesserte Strategien für deren Heilung erstellen können. Für diesen Zweck haben wir folgende erfolgversprechende Strategien erstellt: 1. In rezenten Arbeiten konnte nachgewiesen werden, daß das Onkogen bcl-2 eine wesentliche Rolle in der Chemoresistenz von Melanomen spielt. Die Blockierung der Funktionalität des Gens führte zu einem verbesserten Ansprechen auf die Chemotherapie, so daß sogar eine komplette Beseitigung des Tumors in Tierversuchen beobachtet werden konnte. Trotz der Bekanntheit dieses Gens bleibt der subzelluläre Mechanismus dieses Gens, mit dem es Zellen gegen bekannte Behandlungsmethoden resistent macht unbekannt. Ein Teil unseres Projektes befaßt sich mit der Aufklärung, wie bc1-2 Melanomzellen "unsterblich" macht, wofür wir als Methode die "differential display-PCR ausgesucht haben. Diese Methode erlaubt uns, Gene zu entdecken, die nur in bcl-2 positiven/negativen Zellen exprimiert werden und somit im Zusammenhang mit bcl-2 eine Rolle spielen. Sie wird uns ermöglichen, den Weg dieses Onkogens aufzuklären und verbesserte Strategien zur Melanombehandlung zu erstellen. Derzeit arbeiten wir bereits an der Identifikation der differentiell exprimierten Gene. 2. Der andere Teil des Projektes befaßt sich mit der Untersuchung von einem Homogeneously Staining Region (HSR), das in einem metastasierten Melanom entdeckt wurde. Diese chromosomale Aberration ist charakteristisch für hoch maligne und therapie-resistente Tumoren. Verschiedene Arbeiten haben gezeigt, daß diese Regionen 5 bis 500 fache Kopien ein und des selben (Wachstums-) Gens beinhalten, die diesen Tumorzellen einen Wachstumsvorteil und somit auch die aggressive Eigenschaft und Therapieresistenz verleihen. Durch das Herausschneiden (Mikrodissektion) dieser Region im Mikroskop wollen wir diese HSR isolieren und die Herkunft, die Sequenz und Identifikation des amplifizierten Gens abklären.