Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (60%)
Keywords
CORTICAL PLASTICITY,
MOVEMENT DISORDERS,
NEUROPHYSIOLOGY
Abstract
Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (1 Hz) über dem linken prämotorischen Kortex, mit einer Intensität
von 90% der aktiven motorischen Schwelle, führt zu einer ca 15 min anhaltenden Inhibition der kortikalen
Exzitabilität. Dieser Effekt über dem prämotorschen Areal ist spezifisch, da rTMS über dem motorischen
Handareal keine Veränderung der Exzitabilität, gemessen mit Motorisch-Evozierten Potentialen (MEPs),
verursacht. Die Messung der Suppression von MEPs - evoziert über dem motorischen Handareal - nach 1 Hz rTMS
über dem prämotorischen Areal, ist ein neues Instrument, um die funktionelle Interaktion zwischen prämotorischem
Kortex und motorischer Handregion in Patienten mit fokaler Dystonie zu studieren.
Es konnte gezeigt werden, dass 1 Hz rTMS mit einer Intesität von 90% der motorischen Ruhesschwelle zu einer
Verbesserung der klinischen Symtome bei Patienten mit fokaler Dystonie führt. Allerdings ist nicht klar, ob die
damit verbundene Verringerung der kortikalen Exzitabilität durch einen motorischen oder prämotorischen
Mechanismus vermittelt wird.
Unsere Hypothese ist, dass das angeführte Paradigma (Bestimmung von MEPs am motorischen Kortex nach
vorangeganger rTMS des prämotorischen Areals) geeignet ist, die pathophysiologische Interaktion von
prämotorischen und motorischen Arealen in Patienten mit fokaler Dystonie zu untersuchen. Ausserdem wird
getestet, ob rTMS über prämotorischen Arealen einen besseren Effekt auf die klinischen Symptome hat, als rTMS
über dem motorischen Handareal.