Koppelung zwischen Atmosphären- und Schneedeckenmodellen
Coupling of an Atmospheric Prediction Model with a Distributed and Snow Cover Model and Development of a Visualization Package
Wissenschaftsdisziplinen
Bauwesen (20%); Geowissenschaften (60%); Informatik (20%)
Keywords
-
AVALANCHE,
SNOW COVER,
SNOW DRIFT,
VISUALIZATION,
ENERGY BALANCE,
DOWNSCALING
Das vorliegende Projekt zielt auf die Schaffung verbesserter Möglichkeiten zur Einschätzung der Lawinengefahr ab, um im Endeffekt eine Abnahme der durch Lawinen verursachten Sach- und Personenschäden zu bewirken. Es wird dabei speziell auf Aspekte der numerischen Schneedeckenmodellierung eingegangen. Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos arbeitet an der Entwicklung mehrerer numerischer Modelle, welche die Lawinenwarnung entscheidend verbessern sollen. Es sind dies Modelle zur Beschreibung der Schneedeckenentwicklung, der Windverfrachtung des Schnees sowie der Energiebilanz. Diese stehen zur Zeit bereits teilweise in operationellem Einsatz, allerdings nur entkoppelt, auf einzelne Meßstationen bezogen sowie im Analysemodus (als Input werden Beobachtungsdaten meteorologischer und hydrologischer Stationen verwendet). Im Zuge der Forschungsarbeiten wird zunächst eine Koppelung der drei Modelle vorgenommen. Im weiteren wird die erstellte Modellkette in einer Weise modifiziert, daß anstelle des Ist-Zustands echte Vorhersagen geliefert werden können. Dies wird u.a. dadurch ermöglicht, daß Teile der Eingangsdaten der gekoppelten Modelle durch das LM, ein nichthydrostatisches Atmosphärenprognosemodell des Deutschen Wetterdienstes (DWD), geliefert werden. Auf die ursprüngliche Vorhersage des LM, die auf einem Gitterpunktsraster von etwa 7 km Horizontalauflösung vorliegt, müssen für diesen Zweck geeignete "Downscaling"-Prozeduren angewendet werden, welche hochaufgelöste, einzelne Berghänge und -rücken abdeckende Eingangsgitter für die gekoppelten Modelle produzieren. Um die Resultate dieses Forschungsprojekts dem Kreis der möglichen Anwender (Lawinenwarndienste, - komissionen etc.) in einer einfach verständlichen und übersichtlichen Form anbieten zu können, wird schließlich noch eine auf Internettechnologien basierende graphische Benutzeroberfläche entwickelt.
- Universität Wien - 10%
- Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung - 100%