Genetische Aberrationen in kindlichen Rhabdomyosarkomen
Analysis of Genetic Abberations in Paediatric Rhabdomyosarcomas
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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RHABDOMYOSARCOMAS,
PAX-FKHR FUSION GENE,
SPECIFIC GENETIC ABERRATIONS,
MICRO-TISSUE ARRAY,
TRANSLOCATIONS,
FLUORESCENCE IN SITU HYBRIDISATION
Die Klassifikation von Weichteiltumoren erfolgt entsprechend ihrer morphologischen Ähnlichkeiten und immunhistochemischen Genexpression zu normalem, reifem Gewebe. Zu diesen gehören Rhabdomyosarkome, welche üblicherweise bei Kindern auftreten, und deren Morphologie in wechselndem Ausmaß ausreifender Skelettmuskulatur ähnelt. Bei Kindern auftretende Rhabdomyosarkome werden in zwei Subtypen eingeteilt: die embryonale und alveoläre Variante. Verschiedene relativ typische genetische Aberrationen für unterschiedliche Weichteiltumore wurden nachgewiesen, aber weiterführende Untersuchungen zeigten, daß weder immunhistochemische Ergebnisse noch genetische Veränderungen absolut spezifisch für eine Tumorentität sind. Für alveoläre Rhabdomyosarkome wurde eine relativ spezifische Translokation t(2;13)(q35;q14) und die Variante t(1;13)(p36;q14) identifiziert. Diese Translokationen führen zu einer Fusion des 5`-Endes des PAX3- beziehungsweise des PAX7-Genes zur 3`-Region des FKHR-Genes. Das so entstandene Fusionsgen scheint eine wichtige Rolle in der Pathogenese dieser Tumore zu spielen. In dem beantragten Projekt sollen spezifische genetische Aberrationen bei beiden Tumorentitäten bezüglich ihrer Häufigkeit, Spezifität und Rolle in deren Pathogenese untersucht werden. In einem kleinen Prozentsatz alveolärer Rhabdomyosarkome konnte kein Transkript der beiden Fusionsgene nachgewiesen werden. Diese Tumore sollen mittels Interphasen Fluoreszenz-in- situ-Hybridisierung mit Markern, die das PAX-Gen und das FKHR-Gen flankieren, untersucht werden. Ebenso soll die Häufigkeit von neu identifizierten nicht reziproken Translokationen bei embryonalen Rhabdomyosarkomen und deren Rolle in der Pathogenese dieser Tumore mittels derselben Methoden untersucht werden. In alveolären Rhabdomyosarkomen wurden Amplicons im Bereich von Chromosom 13q31, 17q23-24 und 2p24 nachgewiesen. Als Teil der bestehenden Arbeit, um in diesem Bereich lokalisierte wichtige Gene zu identifizieren, soll die Häufigkeit dieser Amplicons und die damit assoziierte Genexpression mittels in situ Methoden untersucht werden. Zahlreiche Proben werden dazu mittels Gewebe-Array untersucht.
- Medizinische Universität Graz - 10%
- The Institute of Cancer Research - 100%