Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung monolithischer Kapillarsäulen mit maßgeschneiderten
Oberflächeneigenschaften. Zunächst werden makroporöse Monolithe auf Methacrylatbasis synthetisiert, die bereits
Initiatoren zum Aufpolymerisieren von Seitenketten beinhalten. An diese werden ionische Monomere für die
Erzeugung von elektroosmotischem Fluß bzw. Coulomb-Wechselwirkungen und nichtionische polare Monomere,
z.B. Kohlenhydratderivate oder derivatisierte Monomere für eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, mittels
lebend radikalischer Polymerisation kontrolliert gepfropft. Dadurch sollte es möglich sein die
Oberflächeneigenschaften der Polymere in Bezug auf Hyrophilie/Hydrophobie, Ladungsdichte und Reaktivität
maßzuschneidern. Es ist weiters möglich, die Ladungen die zur Aufrechterhaltung von elektroosmotischen
Flußnotwendig sind, durch elektrisch neutrale Polymerketten sterisch abzuschirmen. Solche `Schilde` sollten
unerwünschte Coulomb-Wechselwirkungen zwischen Ladungen an der Oberfläche und gegenteilig geladenen
Analyten verhindern und die Effizienz entsprechender Trennverfahren ermöglichen.