(De-)Konstruktion des Unsichtbaren
(De-) construction of the Invisible
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (50%); Kunstwissenschaften (20%); Philosophie, Ethik, Religion (30%)
Keywords
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Unsichtbares,
Zeichentheoretisch,
Interdisziplinär,
Werte-Diskursiv,
Sublimes
Bei der (De-)Konstruktion des Unsichtbaren handelt es sich um ein Kunstprojekt mit Einbeziehung des theoretischen Diskurses. Das Unsichtbare als philosophischer Begriff basiert auf richtungsweisenden Werken wie etrwa auf Merleau-Pontys "Visible et l`Invisible", oder auf Wittgesteins` "Über Gewissheit". Es kann aber auch als Platzhalter für das (noch) Nicht-Sichtbare, das Versteckte, Übersehene oder Tabuisierte verstanden werden. Durch diese Setzung erhällt es eine soziologische, kulturhistorische und psychologische Dimension. Ziel des Projektes "(De-)Konstruktion des Unsichtbaren" ist die Erforschung und Visualisierung des Unsichtbaren mit den Mitteln der Kunst, schwerpunktmäßig mit denen der Zeichung. Als Ort zur Durchfühung wurde New York gewählt, zur wissenschaftlichen Anbindung das Department of Philosophy, für die künstlerische Auseinandersetzung das Department of Arts - Staller Center, beide an der State University of New York at Stony Brook, außerdem als weitere künstlerische Kontaktadresse in Manhattan The Drawing Center. New York, das inzwischen erschütterte (Epi-)Zentrum das Kapitals, beziehungsweise der sichtbaren Welt scheint sich als größtmögliche Herausforderung für die Untersuchung des Unsichtbaren anzubieten, so es stimmt, dass Künstler die Seismographen der Gesellschaft sind. Das Projekt soll die unsichtbaren Stukturen der Stadt und ihrer Bewohner - von der Käranlage bis hin zu den Orten der interkulturellen Verständigung ausfindig machen und (zeichnerisch) beschreiben, insbesondere im Hinblick auf jene Phänomene, welche sich dem Kommerziellen entziehen und eine Verbindung zum Sublimen und Spirituellen aufweisen. Als greifbares Ergebnis ist an einen Katalog aus Text- und Bildbeiträgen gedacht.