GP-Screening Studie
GP-Screening Study
Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (30%); Klinische Medizin (70%)
Keywords
-
Melanoma,
Prevention,
Dermoscopy,
Pigmented Skin Lesion,
Screening
Ziel der Studie: Es soll untersucht werden, ob praktische Ärzte durch den Einsatz eines einfachen auflichtmikroskopischen Algorithmus (3-point checklist) die Früherkennung von bösartigen pigmentierten Hauttumoren, insbesondere die Früherkennung von Melanom, im Vergleich zur rein klinischen Untersuchung verbessern können. Studiendurchführung: 50 niedergelassene praktische Ärzte werden eingeladen an der Studie teilzunehmen. In einem 4-stündigen Kurs werden die wichtigsten klinischen Merkmale von Melanomen (ABCD-Regel), sowie ein vereinfachter auflichtmikroskopischer Algorithmus (3-point checklist) zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen pigmentierten Hautttumoren, erklärt. Nach dieser Einführung, werden die praktischen Ärzte in 2 Gruppen unterteilt. Während die erste Gruppe Patienten mit pigmentierten Hauttumoren weitherin nur klinisch untersucht, verwenden die Ärzte in der zweiten Gruppe zusätzlich die Auflichtmikroskopie. Die Ärzte beider Gruppen entscheiden anschließend, ob der/die untersuchten Hauttumor/en gutartig oder verdächtig oder bösartig ist/sind und weisen die Patienten anschließend an die Dermatologische Abteilung der Zweiten Universitätsklinik in Neapel zu, wo die Patienten nocheinmal von mindestens zwei, in Auflichtmikroskopie erfahrenen Hautärzten untersucht werden. In weitere Folge wird verglichen, ob die Diagnosen der praktischen Ärzten beider Gruppen mit den Diagnosen der Hautärzte übereinstimmen. Alle von den Hautärzten als verdächtig und/oder bösartig eingestuften Hauttumore werden chirurgisch entfernt und histologisch untersucht. Annahme: Mittels dieser Studie soll bewiesen werden, dass im Vergleich zur rein klinischen Untersuchung, der Einsatz der Auflichtmikroskopie bereits durch praktische Ärzte die Anzahl richtig und damit möglichst frühzeitig erkannter bösartiger Hauttumore gesteigert werden kann, während gleichzeitig die Anzahl der Operationen von gutartiger Hauttumoren, die fälschlicherweise als bösartig diagnostiziert wurden, gesenkt werden kann. Damit können neue Standards im Management von Patienten mit pigmentierten Hauttumoren geschaffen werden.
- Medizinische Universität Graz - 10%
- Second University of Naples - 100%