`Killing´ von dendritischen Zellen
Killing of dendritic cells by activated T cells can limit immune responses: Relevance for immunotherapy
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (20%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (80%)
Keywords
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Dendritic Cells,
Tumor,
Immune Response,
Langerhans cells,
Immunotherapy,
T cells
Dendritische Zellen spielen eine wichtige Rolle in der Induktion einer Immunantwort aber auch bei der Toleranz von körpereigenen Proteinen. Sie habe die ausserordentliche Fähigkeit in den Körper eindringende Pathogen aufzunehmen, zu prozessieren und Teile dieser Antigene auf spezialisierten Molekülen auf ihrer Oberfläche zu präsentieren. Bei Erkennung dieser Antigene durch T-Zellen werden diese stimuliert, beginnen sich zu teilen und ihre vielen Effektrofunktionen auszuüben, wie z.B. die Aktivierung von sogenannten Freßzellen (Makrophagen) und zytotoxische Zellen, die die Pathogene zerstören sollen. Weiters können diese aktivierten T-Helferzellen B- Zellen dazu anregen Antikörper zu produzieren. So wird das infizierte Gewebe von den Pathogenen gereinigt. Wenig ist bisher bekannt über die Interaktion von dendritischen Zellen, wie z.B. die Langerhanszellen der Haut, mit T-Zellen im peripheren Gewebe. Während einer Entzündung in der Haut wandern Langerhanszellen aus der Haut in die draininerenden Lymphknoten, um dort T-Zellen zu stimulieren und die Immunantwort anzuwerfen. Die aktivierten zytotoxischen T-Zellen migrieren an den Entzündungsort und elimineren dort zusammen mit den Makropahgen die infizierten Gewebszellen. Dieses bewußte Abtöten von Zellen kann leider auch in die falsche Richtung ablaufen, sodaß die dendritischen Zellen selbst zum Ziel werden. Dendritische Zellen präsentieren das Antigen in einer optimalen Form und sind daher die ideale Ziele für zytotoxische T-Zellen. Diese Beseitung von dendritischen Zellen könnte ein physiologischer Mechanismus sein, um ablaufenden Immunantworten zu limitieren, sodaß keine überschießende Reaktion dem Körper schadet. Der Mechanismus und das Ausmaß dieser Zytotoxizität gegenüber dendritischen Zellen ist noch nicht ausreichend untersucht. Die Beantwortung dieser Fragen ist vor allem in Hinsicht der Immuntherapie mit dendritischen Zellen gegen verschiedenste Tumore wichtig. In bereits laufenden klinischen Versuchsreihen werden dendritische Zellen der Krebspatienten mit Tumorantigenen beladen und in die Patienten gespritzt in der Hoffnung das körpereigenen Immunsystem gegen die meist tolerierten Tumore zu aktivieren. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend aber die Effizienz der Therapie ist noch nicht zufriedenstellend. Möglicherweise spielt dabei die oben genannte Zytotoxizität gegen die gespritzten dendritischen Zellen eine Rolle. Daher ist es Ziel dieser Studie die Interaktionen zwischen dendritischen Zellen und Effektor T- Zellen im peripheren Gewebe (Haut), Lymphgewebe (Lymphknoten) und Tumor (Melanom) genauer zu untersuchen und dadurch möglicherweise die Effizienz der Therapie zu steigern.
Research Output
- 401 Zitationen
- 5 Publikationen
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2009
Titel Isolation of Skin Dendritic Cells from Mouse and Man DOI 10.1007/978-1-60761-421-0_16 Typ Book Chapter Autor Stoitzner P Verlag Springer Nature Seiten 235-248 -
2008
Titel Inefficient presentation of tumor-derived antigen by tumor-infiltrating dendritic cells DOI 10.1007/s00262-008-0487-4 Typ Journal Article Autor Stoitzner P Journal Cancer Immunology, Immunotherapy Seiten 1665-1673 Link Publikation -
2006
Titel Epidermal Langerhans cells—Changing views on their function in vivo DOI 10.1016/j.imlet.2006.05.010 Typ Journal Article Autor Romani N Journal Immunology Letters Seiten 119-125 -
2006
Titel Langerhans cells cross-present antigen derived from skin DOI 10.1073/pnas.0509307103 Typ Journal Article Autor Stoitzner P Journal Proceedings of the National Academy of Sciences Seiten 7783-7788 Link Publikation -
2011
Titel Murine Melanoma-Infiltrating Dendritic Cells Are Defective in Antigen Presenting Function Regardless of the Presence of CD4+CD25+ Regulatory T Cells DOI 10.1371/journal.pone.0017515 Typ Journal Article Autor Ataera H Journal PLoS ONE Link Publikation