Vor Kurzem wurden spannungsabhängige Ionenkanäle prokaryotischen Ursprungs kloniert. Diese Kanäle sind von
besonderem Interesse, weil sie die Möglichkeit eröffnen biochemische, biophysikalische und strukturelle Studien im
selben Protein durchzuführen. Diese Kanäle lassen
sich in grossen Mengen herstellen, das ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Kristallisation. Die Kanäle
können nach Aufreinigung wieder in Membranen rekonstituiert werden, in denen man funktionelle Studien
durchführen kann.
In diesem Projekt, soll der Mechanismus des spannungsabhängigen Öffnungs- und Schliessverhalten des NaChBac
untersucht werden. Dazu wird eine optische Methode angewandt, die den Energietransfers zwischen Fluorophoren
ausnützt. Wenn Fluorophore in geringer Distanz zueinander stehen (Angstroem) dann kann ein Energietransfer von
einem Donor zu einem Akzeptor stattfinden. Dies lässt die Messung der Distanz zwischen den Fluorophoren zu. In
diesem Projekt sollen intramolekulare Abstände vermessen werden und deren Abhängigkeit vom
Membranpotential.
Dazu wird in NaChBac an bestimmten Stellen eine EF-hand zum Binden des Donors Terbium und anderen Stellen
ein Cystein zum Binden eines Fluorophors eingebracht.
Das Ziel ist, durch die Vermessung verschiedener Distanzen im Molekül die Bewegung beim Öffnen und
Schliessen des Kanals zu nachvollziehen.