Sprach- und Audiokodierung in der perzeptiven Domäne
Perceptual-Domain Coding of Speech and Audio
Wissenschaftsdisziplinen
Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (60%); Informatik (15%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (25%)
Keywords
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Speech and Audio Coding,
Neural Pulse Code,
Quantizer Design,
Auditory Model Inversion,
Auditory Representation,
Perceptual Domain
Das Ziel des geplanten Forschungsvorhaben ist die Entwicklung eines neuen und effizienten Kodierverfahrens fuer Sprach- und Audiosignale, das auf dem Ansatz einer Kodierung in der perzeptiven Domaene beruht. Fuer diesen Ansatz wird das Signal mit Hilfe eines Modells des menschlichen Gehoers in eine wahrnehmungsrelevante Darstellung transformiert. Diese Darstellung wird quantisiert und digital kodiert, um effizient uebertragen oder gespeichert werden zu koennen. Nach einer Dekodierung wird die wahrnehmungsrelevante Darstellung mit Hilfe einer Inversen des Gehoermodells wieder in die akustische Domaene zuruecktransformiert. Die Gehoermodellierung und die Forschung an der Kodierung in der perzeptiven Domaene liefern Erkenntnisse ueber die menschliche Wahrnehmung und ermoeglichen die Extrahierung von jenen Signalbestandteilen, die fuer einen Zuhoerer wichtig sind. Die gewonnenen Ergebnisse fuehren nicht nur zu einem neuen Kodierverfahren fuer Uebertragungs- und Speicherungsanwendungen, sondern tragen wesentlich zur Entwicklung von zukuenftigen Hoergeraeten und Gehoerimplantaten bei. Die Kodierung in der perzeptiven Domaene ist ein interdisziplinaeres Forschungsvorhaben, das ein Heranziehen von Experten aus den Feldern Informationstheorie sowie Gehoerphysiologie erfordert und zur Zusammenarbeit aufruft. In Kooperation mit Professor Bastiaan Kleijn und seiner Forschergruppe in Stockholm soll ein optimales Quantisierungsverfahren fuer das Kodieren von wahrnehmungsrelevanten Darstellungen entwickelt werden. Durch die Zusammenarbeit mit Professor Roy Patterson in Cambridge soll ein genaueres Gehoermodell untersucht und in das neue Kodierverfahren integriert werden.
- Royal Institute of Technology - 45%
- University of Cambridge - 45%
- Technische Universität Graz - 10%