Metabolisches Syndrom und Mentaler Stress
Metabolic Syndrome and Mental Stress
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Humanmedizin, Gesundheitswissenschaften (30%); Klinische Medizin (70%)
Keywords
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Mental Stress,
Coronary artery disease,
Cardiovascular Risk Factor,
Prevention,
Metabolic Syndrome
Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen noch immer die Haupttodesursache in der westlichen Welt dar. Gleichzeitig nimmt die Prävalenz des metabolischen Syndroms (MS) in zunehmend jüngeren Bevölkerungsgruppen weiter zu - in erster Linie bedingt durch das drastische Ansteigen von Übergewicht und Adipositas. Das metabolische Syndrom - definiert durch eine Kombination kardiovaskulärer Risikofaktoren - stellt den wesentlichen Wegbereiter für Diabetes und koronare Herzerkrankung (KHK) dar. Wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben psychosoziale, neuroendokrinologische und immunologische Komponenten sowie oxidativen Streß als wesentliche Auslöser für die Entwicklung des MS. Gerade der Einfluß mentaler Streßfaktoren ist noch in vielen Aspekten ungeklärt, pathophysiologisch werden direkte neuroendokrine Verknüpfungen (durch das autonome Nervensystem sowie Hormonsystem) und indirekte Effekte durch gesundheitsschädliches Verhalten postuliert. Rezente Studien zeigen eine Assoziation zwischen psychosozialem Streß und erhöhten KHK Risiko. Obwohl für diesen Zusammenhang zwischen mentalem Streß, MS und kardiovaskulären Erkrankungen einige epidemiologische Studien durchgeführt wurden, ist es für die Entwicklung effektiver Behandlungs- und Präventionsstrategien unabdingbar, weiteres Wissen über pathophysiologische Zusammenhänge zu generieren. Das beantragte Projekt wird die Rolle von mentalem Streß, subklinischer Depression und MS in Assoziation mit traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren am Ottawa Heart Institute Prevention and Rehabilitation Centre (HIPRC) in Kanada untersuchen. Weiters wird der mögliche Einfluß von Streß im Zusammenhang mit MS auf Marker der Zellalterung (Telomer-Länge/ Telomerase-Aktivität), Cortisolspiegel, sowie Parameter der Gerinnungskaskade und Inflammation analysiert. Das HIPRC ist eine der führenden Institutionen Nordamerikas für kardiovaskuäre Prävention und Rehabilitation und bietet die seltene Möglichkeit, eine Studienpopulation von (Vorsorge-) Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko wie auch mit manifester KHK zu inkludieren. Das beantragte multi-disziplinäre Erwin-Schrödinger Projekt wird von Dr. S. Steiner-Boeker unter direkter Supervision des anerkannten Experten und erfahrenen Projektinitiators, Prof. Dr. George Fodor (Head of Research), durchgeführt. Die außergewöhnliche Erfahrung und Wissen des Heart Institutes im Bereich der Epidemiologie und Prävention kann wesentlich zur Entwicklung von Forschungs-, Behandlungs- und Präventionsstrategien an der Medizinischen Universität Wien, der Heimatorganisation der Antragstellerin, beitragen. Die erworbenen Labortechniken, Kenntnisse im Bereich Projektmanagement und Biostatistik sowie insbesondere die Integration in ein exzellentes internationales Forschungs-Netzwerk bedeuten für die Antragstellerin einen wesentlichen Fortschritt für ihre weitere Forschungstätigkeit und wissenschaftliche Entwicklung.
- University of Ottawa - 100%