Kortikale Porosität als Osteoporotischer Phänotyp bei Diabetikern mit Insuffizienzfrakturen
Cortical Porosity as Disease-Specific Bone Phenotype in Diabetic Patients with Fragility Fractures
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
-
Osteoporosis,
Type 2 Diabetes Mellitus,
Cortical Porosity,
Bone Microarchitecture
Diabetes mellitus Typ 2 zählt derzeit zu den epidemiologisch und gesundheitsökonomisch bedeutendsten Krankheitsentitäten. Obwohl die Knochendichte bei Typ 2 Diabetikern sogar eher gesteigert erscheint, bietet dies keinen ausreichenden Schutz vor Insuffizienzfrakturen. Gegenteilig wird bei Diabetikern ein sogar gesteigertes Frakturrisiko beobachtet. Diese klinisch bedeutsame Diskrepanz, führt zu einer signifikanten Unterdiagnostik der Diabetes-assoziierten Osteoporose. In Anbetracht des breiten Spektrums der derzeit zur Verfügung stehenden Medikamente zur Reduktion des Frakturrisikos, kommt der Identifizierung von gefährdeten Patienten und der Quantifizierung von deren indiviuellen Risikograd eine wachsende Bedeutung bei. Das Ziel dieser Querschnittsstudie ist die Etablierung und Weiterentwicklung der hochauflösenden peripheren Computertomografie (HR-pQCT) sowie der Magnetresonanzspektroskopie als neue bildgebende Verfahren zur verbesserten Frakturrisikoerfassung bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Als Referenzmethoden werden die quantitative Computertomografie (QCT) sowie die konventionelle Knochendichtemessung (Dual-X-Ray- Absorptiometry; DXA) gemeinsam mit klinischen Parametern einfliessen. 20 postmenopausale Frauen mit Diabetes mellitus Typ 2 und prävalenten Fragilitätsfrakturen werden mit alters-, ethnizitäts- und body-mass-index-(BMI)-gematchten Diabetikerinnen ohne Frakturen verglichen werden. Als zusätzliche Referenzgruppen werden wir postmenopausale Nichtdiabetikerinnen mit (n=20) und ohne (n=20) Frakturen einschliessen. Basierend auf den vielversprechenden Ergebnissen eines Vorversuchs hypothetisieren wird, dass die aus der HR- pQCT-abgeleitete kortikale Porosität Diabetikerinnen mit Fragilitätsfrakturen von derzeit frakturfreien Diabetikerinnen differenzieren kann und somit dem ungünstigeren Risikoprofil besser Rechnung trägt als die bisher eingesetzten Methoden. Auch sollte sich die kortikale Porosität von Diabetikerinnen mit Frakturen von Nichtdiabetischen Kontrollen mit und ohne Frakturen unterscheiden. Da sich die Diabetes-assoziierte Osteoporose primär im Kortex manifestieren dürfte, sollte die trabekuläre Mikroarchitektur in der diabetischen Frakturgruppe im Wesentlichen erhalten sein. Zusätzlich sollte es möglich sein, einen generell gesteigerten Knochenmarksfettgehalt bei Diabetikerinnen spektroskopisch nachzuweisen.
Research Output
- 969 Zitationen
- 7 Publikationen
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2016
Titel Serum miRNA Signatures Are Indicative of Skeletal Fractures in Postmenopausal Women With and Without Type 2 Diabetes and Influence Osteogenic and Adipogenic Differentiation of Adipose Tissue–Derived Mesenchymal Stem Cells In Vitro DOI 10.1002/jbmr.2897 Typ Journal Article Autor Heilmeier U Journal Journal of Bone and Mineral Research Seiten 2173-2192 Link Publikation -
2012
Titel Increased cortical porosity in type 2 diabetic postmenopausal women with fragility fractures DOI 10.1002/jbmr.1763 Typ Journal Article Autor Patsch J Journal Journal of Bone and Mineral Research Seiten 313-324 Link Publikation -
2013
Titel Bone marrow fat composition as a novel imaging biomarker in postmenopausal women with prevalent fragility fractures DOI 10.1002/jbmr.1950 Typ Journal Article Autor Patsch J Journal Journal of Bone and Mineral Research Seiten 1721-1728 Link Publikation -
2013
Titel Quantification of lower leg arterial calcifications by high-resolution peripheral quantitative computed tomography DOI 10.1016/j.bone.2013.08.006 Typ Journal Article Autor Patsch J Journal Bone Seiten 42-47 Link Publikation -
2012
Titel Automated threshold-independent cortex segmentation by 3D-texture analysis of HR-pQCT scans DOI 10.1016/j.bone.2012.06.005 Typ Journal Article Autor Valentinitsch A Journal Bone Seiten 480-487 -
2011
Titel Noninvasive imaging of bone microarchitecture DOI 10.1111/j.1749-6632.2011.06282.x Typ Journal Article Autor Patsch J Journal Annals of the New York Academy of Sciences Seiten 77-87 Link Publikation -
2013
Titel Computational identification and quantification of trabecular microarchitecture classes by 3-D texture analysis-based clustering DOI 10.1016/j.bone.2012.12.047 Typ Journal Article Autor Valentinitsch A Journal Bone Seiten 133-140