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Pathogenese indolenter kutaner B Zell Lymphome

The Pathogenesis of Indolent Cutaneous B Cell Lymphoma

Johannes Griss (ORCID: 0000-0003-2206-9511)
  • Grant-DOI 10.55776/KLP2077525
  • Bewilligungs­summe Klinische Forschung
  • Status laufend
  • Projekt­beginn 02.12.2025
  • Projektende 01.12.2028
  • Bewilligungs­summe 449.813 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (50%); Klinische Medizin (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (10%)

Keywords

  • Primary cutaneous B cell lymphoma,
  • Scrna-Seq,
  • Immunology,
  • B cells,
  • Dermatology
Abstract

Primär kutane B-Zell-Lymphome (CBCL) sind seltene Hautkrebsarten, die nur etwa vier von einer Million Menschen pro Jahr betreffen. Traditionell werden diese Erkrankungen als echte Lymphome eingestuft und entsprechend behandelt. Unsere früheren Forschungen mit modernster Einzelzell- RNA-Sequenzierung zeigen jedoch, dass viele langsam wachsende (indolente) CBCL-Fälle möglicherweise überhaupt keine Krebserkrankungen sind. Stattdessen scheinen sie persistierende Immunreaktionen zu sein, die der körpereigenen Reaktion auf eine langfristige Exposition gegenüber einem unbekannten Auslöser wie etwa einem Antigen ähneln. Noch besorgniserregender ist, dass die Diagnosen dreier führender europäischer medizinischer Zentren für dieselben Proben bei blinder Begutachtung oft voneinander abwichen. Diese Diskrepanz kann zu Fehldiagnosen und unnötigen, potenziell schädlichen Behandlungen für Patient:innen führen. Unsere Studie stellt die lang gehegte Annahme infrage, dass alle CBCL-Fälle bösartig sind. Wir vermuten, dass viele indolente CBCL-Fälle keine echten Lymphome darstellen, sondern chronische Immunreaktionen sind. Um dies zu überprüfen, wollen wir das spezifische Antigen identifizieren, das diese Reaktionen auslöst, und zuverlässige klinische Tests entwickeln, um zwischen harmlosen Immunantworten und echten Krebsfällen zu unterscheiden. Mit Hilfe modernster Techniken werden wir das Zielantigen bei indolenten CBCL eingrenzen. Gleichzeitig analysieren wir umfangreiche Einzelzelldaten, um biologische Marker zu finden, die gutartige von bösartigen Läsionen unterscheiden. Diese Erkenntnisse sollen in die Entwicklung gezielter diagnostischer Werkzeuge einfließen etwa spezialisierte immunhistochemische Panels und maschinelle Lernmodelle , um die Genauigkeit in pathologischen Laboren zu verbessern. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Kliniker:innen und Grundlagenwissenschaftler:innen an der Medizinischen Universität Wien unter der Leitung des Dermatologen und Bioinformatik-Experten Johannes Griss. Durch eine Neudefinition des Verständnisses und der Diagnostik von CBCL hoffen wir, Übertherapien zu vermeiden, die Angst der Patient:innen zu verringern und den Weg für präzisere, personalisierte Behandlungen zu ebnen. Unsere Arbeit könnte das Management dieser seltenen Erkrankungen revolutionieren und klarere Diagnosen sowie bessere Ergebnisse für Betroffene ermöglichen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Thomas Vogl, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Markus Hartl, Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Tim Rollenske, Universität Bonn - Deutschland

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