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Kunstlinsenberechnung mittels künstlicher Intelligenz

Intraocular lens calculation using artifical intelligence

Nino Hirnschall (ORCID: 0000-0001-9596-4563)
  • Grant-DOI 10.55776/KLP7128824
  • Förderprogramm Klinische Forschung
  • Status laufend
  • Projektbeginn 03.11.2025
  • Projektende 02.11.2028
  • Bewilligungssumme 207.059 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Informatik (10%); Klinische Medizin (90%)

Keywords

    IOL power calculation, Lens Diameter, Neuronal Networks

Abstract

Während der unkomplizierten grauen Star Operation wird die getrübte natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse (IOL) ersetzt. Um für die Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen, wird präoperativ die Kunstlinsenstärke berechnet. Hinsichtlich der Berechnungskonzepte gab es in den letzten 20 Jahren deutliche Fortschritte, wie beispielsweise die Einführung von Regression, Vergenz, Raytracing und seit einiger Zeit auch Ansätze, die künstliche Intelligenz miteinbeziehen. Die gemeinsame Grundlage all dieser Formeln ist die Verwendung von den biometrischen Daten des Auges. Hierzu zählen Parameter wie die axiale Augenlänge, die Hornhautkrümmung, die zentrale Hornhautdicke, die Vorderkammertiefe und die Brechungsindizes für die verschiedenen optischen Segmente des Auges. Durch die Inkludierung all dieser Variablen versuchen die modernen Formeln ein möglichst gutes postoperatives Ergebnis zu erzielen. Eine Variable, die bisher noch nicht in der Berechnung eingesetzt wurde, ist der Linsendurchmesser. Ein großer Teil der Linse wird von der Iris überdeckt, hinter der sie zu liegen kommt. Selbst bei medikamentöser Erweiterung der Pupillen können die peripheren Anteile nicht eingesehen, und daher auch in den traditionellen Bildgebungsmethoden nicht ausreichend dargestellt werden. Das erschwerte bis dato die Implementierung in die IOL- Berechnung, Im klinischen Alltag haben bildgebende Vorderabschnitts-OCT-Geräte Funktionen, die eine Schätzung des Linsendurchmessers ermöglichen. Dies wird jedoch durch Extrapolation der vorderen und hinteren Linsenkrümmung erreicht, wodurch dieser Ansatz leider fehleranfällig ist. Andere bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie sind in der klinischen Routine aus Zeit- und Kostengründen impraktikabel, könnten aber für zukünftige Vorhersageansätze von großem Nutzen sein. Ziel der Studie ist nun die Etablierung eines Modells zur Integration des Linsendurchmesser in IOL-Berechnungen. Dies soll mittels des Einsatzes unterschiedlicher bildgebender Technologien erreicht werden, um so die tatsächliche Größe des Linsendurchmesser zu eruieren. Danach soll mithilfe weiterer biometrischer Variablen der Linsendurchmesser möglichst exakt vorhergesagt werden.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Linz - 100%

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