Sozio-kognitive und biologische Reaktionen auf Misshandlung
Socio-cognitive and biological responses to maltreatment
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (25%); Klinische Medizin (50%); Psychologie (25%)
Keywords
- Childhood Maltreatment,
- Social Cognition,
- Bipolar Disorder,
- Biomolecules,
- Magnetic Resonance Imaging,
- Theory Of Mind
Wir werden untersuchen, ob eine Geschichte emotionaler Misshandlung in der Kindheit (CM) mit verschiedenen Aspekten der psychologischen (Sozialverhalten, Empathie) und biologischen (Gehirnfunktion und -struktur, Entzündung) Gesundheit zusammenhängt. CM ist ein Risikofaktor für viele psychische Störungen, wie Schizophrenie und Autismus. Es ist jedoch unklar, wie emotionales CM die psychologischen und biologischen Ergebnisse bei bipolarer Störung (BD) beeinflusst. Wir werden untersuchen, wie sich eine mögliche Vorgeschichte von CM auf BD auswirkt, indem wir BD-Patienten mit Kontrollteilnehmern (CP) ohne bekannte psychiatrische Erkrankung vergleichen. Wir werden 80 CP und 80 Personen mit der Diagnose BD rekrutieren, von denen einige eine CM in der Vorgeschichte haben. Wir werden das psychische Wohlbefinden (Sozialverhalten, Empathie) zu zwei Zeitpunkten an der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) untersuchen. Um zu verstehen, wie emotionales CM die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt, werden wir eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns an der Neuroimaging Core Facility (MUI) durchführen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck) werden wir biologische Marker im Blut messen (z.B. Telomerlänge, Entzündung), um zu sehen, ob diese durch BD beeinflusst werden. Schließlich werden wir eine Kombination aus psychologischen und biologischen Tests untersuchen, um festzustellen, ob es einen Zusammenhang zwischen emotionalem CM und gesundheitlichen Ergebnissen gibt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, individuellere Therapien (z.B. trauma-, emotions- oder empathieorientierte Behandlungen) und Medikamente anzubieten, um die Ergebnisse zu verbessern.
- Alex Hofer, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Christine Hörtnagl, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Alexander Karabatsiakis, Universität Innsbruck , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Alexander Lischke - Deutschland