Technical Constructing and Gender in the Information Society
Technical Constructing and Gender in the Information Society
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Sozialwissenschaften (10%); Andere Technische Wissenschaften (20%); Rechtswissenschaften (40%); Soziologie (30%)
Keywords
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Science-and-Technology-Studies,
Technical Construction Theories,
Gender/ Gendering,
Social-Construction-of-Technology,
Information Society,
Engineering/ Computer Sciences
Das Forschungsvorhaben wird von der These geleitet, dass technische und `soziale` Konstruktionen in einer Wechselbeziehung zueinander stehen, für die Geschlecht eine bedeutungsstiftende Kategorie darstellt. Es verfolgt grundsätzlich das Ziel, die soziale Konstruktion der technischen Konstruktionstätigkeit zu untersuchen. Es fragt danach, inwiefern Konstruieren dabei als geschlechtlich codierte Produktivität aufgefasst wird und welche Vorstellungen von Geschlecht in sie eingeschrieben sind. Der Forschungsansatz fokussiert auf die Geschichte der Konstruktionswissenschaften. Die Konstruktionstheorien der Ingenieurwissenschaften und der Informatik bilden den Gegenstand der Untersuchung und sollen auf ihre Gender-Implikationen hin befragt werden. Konkret zielt die Untersuchung auf historisches und aktuelles theoretisches Wissen über technisches Konstruieren in Lehrwerken und in der konstruktionswissenschaftlichen Literatur. In eine späteren (separat zu beantragenden) Projektphase sollen Tätigkeitsprofile technischen Konstruierens empirisch untersucht werden. Das Projekt sieht vor, im historischen wie auch im synchronen Vergleich verschiedener Felder und Ansätze technischen Konstruierens die geschlechterrelevanten Kennzeichen herauszuarbeiten. Die Untersuchung möchte insbesondere eine kritische Perspektive auf mögliche Transformationen in heutigen Konzeptionen technischen Konstruierens einnehmen. Solche Brüche und Öffnungen sind schwerpunktmäßig im Kontext aktueller gesellschaftlicher Transformationsprozesse erwartbar. Der Nachweis und die kritische Reflexion solcher Transformationen von Geschlecht in der Geschichte technischer Konstruktionstheorien bergen die Möglichkeit zur Veränderung. Sie erlauben, kritisches Veränderungswissen für die soziale Gestaltung von Technologie zu generieren. Konkret können so erstens neue Bilder bereitgestellt werden, die die Präsenz und Professionalität von Frauen in der Technik argumentativ stützen. Zweitens bietet eine solche Analyse kritische Reflexionspotentiale für Verwendungsweisen des Konstruktionsbegriffs in den Sozialwissenschaften und in den Gender Studies. Die Ergebnisse des Projekts sollen damit sowohl in den Bereich der Technologie als auch in die sozialwissenschaftliche Theoriediskussion einfließen.
- Universität Klagenfurt - 100%
- Christine Wächter, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in