Upgrading IRI by coherent Scatter Radar Data
Upgrading IRI by coherent Scatter Radar Data
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (35%); Informatik (30%); Physik, Astronomie (35%)
Keywords
-
Lower Ionosphere,
Mesosphere,
IRI,
Incoherent Scatter,
Data Assimilation
Der ionisierte Teil der Mesosphäre ist in der Nomenklatur der Ionosphärenphysik besser bekannt als D- bzw. unter E-Schicht. In diesen Regionen ist die Elektronendichte stark von der Zusammensetzung der Neutralatmosphäre abhängig. Daher sind realistische klimatologische Modell der unteren Ionosphäre nicht nur für die Ausbreitung von Funkwellen von Interesse, sondern heutzutage stellen sie besonderes einen der Vergleichswerte dar, an denen die Gültigkeit von Atmosphärenmodellen gemessen werden kann. Die empirischen Daten die für solche Modellrechnungen benötigt werden, sind sehr beschränkt und die meisten dieser Daten wurden an der Technischen Universität Graz im Laufe der Jahre gewonnen, gesammelt und archiviert. Das halb-empirische Modell FIRI der unteren, nicht-polaren Ionosphäre wurde in Graz entwickelt und ist eine der Optionen des Models IRI (= International Reference Ionosphere), dem am weitesten verbreiteten derartigen Model. Der unterste Bereich (60 bis 90 km) ist gekennzeichnet durch eine große Variabilität und eine besonders geringe Anzahl brauchbarer Messungen. Vergleiche der beiden neuen Optionen mit der Standard IRI haben zeigen, daß es wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen gibt. Daher sind zusätzliche Meßdaten (in erster Linie vom IS Radar Arecibo) notwendig, aber auch bessere Startwerte, d.h. besseres theoretisches Modell. Andererseits soll ein Modell der oberen Ionosphäre der polaren Breiten entwickelt werden, das auf den Daten des IS Radars von EISCAT basiert. Dieses Modell soll mit dem entsprechenden Modell der unteren polaren Ionosphäre IMAZ verbunden werden, das an der TU Graz im Rahmen des Lise Meitner Stipendiums M708 entwickelt wurde; somit soll eine empirische Darstellung der gesamten Ionosphäre (D- bis F-Schicht) für die Polarlichtzone und die Polarkappe entstehen. Das Ergebnis dieses Projektes soll IRI in geringen Höhen und hohen Breiten ergänzen. Gleichzeitig kann man mit diesen Modellen wichtige Einblicke in die Physik und Chemie dieser Höhenschichten erhalten.
- Technische Universität Graz - 100%
- Martin Friedrich, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in