Frühalpidische Eklogite im Ostalpinen Kristallin südlich vomTauernfenster
Frühalpidische Eklogite im Ostalpinen Kristallin südlich vomTauernfenster
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (100%)
Keywords
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Eklogite Ostalpines Kristallin Metamorphose Geochronologie,
Eklogite,
Geochronologie,
Metamorphose,
Ostalpines Kristalli
Eklogite sind hochdruckmetamorphe Gesteine mit basaltischer Zusammensetzung. In Bereichen mit kontinentaler Kruste zeigen sie eine markante Krustenverdickung an und sind damit ein hervorragender Ansatzpunkt zur Rekonstruktion der plattentektonischen Vorgänge bei der Gebirgsbildung. Im vorangegangenen Projekt (P09702-GEO) wurde begonnen, die Eklogite der Schobergruppe (N Lienz in Osttirol) mit modernen Methoden zu untersuchen. Die Bestimmung der Metamorphosebedingungen und die Altersdatierung zeigen eine frühalpidische Versenkung (100 Ma) in eine Tiefe von rund 50 km an. Diesen Ergebnissen ist eine umfangreiche Geländetätigkeit zugrunde gelegt um die Diskussion der Ergebnisse in einem größeren geologischen Rahmen zu ermöglichen. So verbinden die Eklogitvorkommen der Schobergruppe die Eklogite im südlichen Ötztalkristallin mit denen in der Koralpe und Saualpe zu einem frühalpidischen Hochdruckrnetamorphosegürtel, der nur knapp nördlich der rezenten Störungszone zwischen Ost- und Südalpen (Perladriatische Naht) liegt. In weiteren Untersuchungen soll das Ausgangsmaterial der Eklogite in bezug auf magmatische Entwicklung und Alter charakterisiert werden. Dabei sollen auch intermediäre und granitische Orthogneise einbezogen werden. Ziel ist, die plattentektonische Position, die zur Bildung des Ausgangsmaterials führte, einzugrenzen. Die magmatische Entwicklung stellt zusätzlich eine wesentliche Phase in der prä-eklogitischen Entwicklung der Basite dar. Die Untersuchung von Sauerstoffisotope soll erstmals in größerem Umfang auf Eklogite im Ostalpinen Kristallin angewendet werden. Damit kann in Verbindung mit Altersdatierung die Exhumierung der Eklogite präzisiert werden. Weiters sollen Analysen von Eklogit-Paragneis Wechsellagerungen aufzeigen, inwieweit ein Gradient in der Sauerstoffisotopie erhalten ist.
- Universität Wien - 100%
- Martin Thöni, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in