Assessing the Role of Silicate Partial-melts in the Textural Geochemical and Isotopic evolution of the South Bohemian Granulites
Assessing the Role of Silicate Partial-melts in the Textural Geochemical and Isotopic evolution of the South Bohemian Granulites
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (100%)
Keywords
-
GRANULITE,
BÖHMISCHE MASSE,
UNTERKRUSTE,
ANATEXIS,
VARISZISCHE GEBIRGSBILDUNG,
Variszische Gebirgsb
Im Projekt P 12248 Geo wurde die Bedeutung partieller Schmelzprozesse bei der Entstehung der variszischen Granulite im österreichischen Teil der Böhmischen Masse untersucht. Mittels Geothermobarometrie konnten die Druck-Temperatur-Bedingungen (Peak) der granulitfaziellen Metamorphose mit 15-19 kb und 950-1050 C festgemacht werden. Nach geochemischen Untersuchungen können für die meisten Granulite granitoide magmatische Gesteine als Edukte angesehen werden. Obwohl mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, daß granitische Lithologien bei derartig hochgradigen Metamorphosebedingungen auf Grund des Biotitzusammenbruchs einem Dehydratations- Schmelzprozeß unterliegen, gestaltete sich der direkte Nachweis der Schmelzphase und eine Abschätzung der Schmelzmengen im Gestein als schwierig. Die Präsenz von Schmelze läßt sich vor allem durch einen magmatischen Zonarbau bei Zirkonkristallen belegen. Mittels SHRIMP U-Pb Datierungen konnte das Alter dieser magmatisch gewachsenen Zirkone eindeutig der variszischen Regionalmetamorphose zugeordnet werden. Zum Vergleich wurden auch Zirkone des Bittescher Gneises mittels SHRIMP analysiert. Dieses Gestein befindet sich in der Nähe der Granulite und ist ebenfalls ein metamorpher Granit, der aber lediglich amphibolitfazielle Überprägung zeigt. Die Absicht war zu untersuchen, ob die prograde amphibolitfazielle variszische Metamorphose hier zu Zirkonwachstum geführt hat. Die Zirkone des Bittescher Gneises zeigten allerdings im Unterschied zum Granulit keine variszischen Anwachsungen. Ein wichtiges Nebenprodukt dieser Untersuchungen war einerseits die Datierung des Gneises (magmatisches Bildungsalter 5787 Ma), andererseits der Nachweis von übernommenen Zirkonkernen mit Altern von c. 1.2, 1.5, 1.65-1.8, 2.0 and 2.5 Ga. Letztere Daten sind für eine Provenienzanalyse des Variszikums-Ostrandes von größter Bedeutung.
- Universität Salzburg - 100%
Research Output
- 286 Zitationen
- 4 Publikationen
-
2006
Titel P–T–t evolution of spinel–cordierite–garnet gneisses from the Sauwald Zone (Southern Bohemian Massif, Upper Austria): is there evidence for two independent late-Variscan low-P/high-T events in the Moldanubian Unit? DOI 10.1007/s00531-006-0082-x Typ Journal Article Autor Tropper P Journal International Journal of Earth Sciences Seiten 1019-1037 -
2004
Titel Pre-Variscan geological events in the Austrian part of the Bohemian Massif deduced from U–Pb zircon ages DOI 10.1007/s00531-004-0420-9 Typ Journal Article Autor Friedl G Journal International Journal of Earth Sciences Seiten 802-823 -
2001
Titel Resolving the relationship between high P–T rocks and gneisses in collisional terranes: an example from the Gföhl gneiss–granulite association in the Moldanubian Zone, Austria DOI 10.1016/s0024-4937(01)00049-4 Typ Journal Article Autor Cooke R Journal Lithos Seiten 33-54 -
2011
Titel Timing of Variscan HP-HT metamorphism in the Moldanubian Zone of the Bohemian Massif: U-Pb SHRIMP dating on multiply zoned zircons from a granulite from the Dunkelsteiner Wald Massif, Lower Austria DOI 10.1007/s00710-011-0162-x Typ Journal Article Autor Friedl G Journal Mineralogy and Petrology Seiten 63