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Quellendokumentation zu den antiken Laufbewerben

Quellendokumentation zu den antiken Laufbewerben

Ingomar Weiler (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P12363
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.1998
  • Projektende 28.02.2001
  • Bewilligungssumme 131.102 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    Alte Geschichte Sport Leichtathletik Pentathlon Lauf, Alte Geschichte, Lauf, Leichtathletik, Pentathlon, Sport

Abstract Endbericht

Seit mehr als dreißig Jahren ist man sich im Rahmen der Altertums- und Sportwissenschaften der Notwendigkeit einer Quellensammlung zur Agonistik und Gymnastik im griechisch-römischen Altertum bewußt; dennoch liegen bis heute nur drei äußerst beschränkte Auswahlen vor, die überdies nur (englische bzw.- französische) Übersetzungen ohne Originaltext bieten. Dieser Zustand wird umso unbefriedigender, je mehr sich nicht nur immer mehr mit der antiken Agoinistik und Gymnastik beschäftigen. Für die alle ist die Bereitstellung einer umfassenden Textsammlung mit kritisch ediertem Originaltext und einer Übersetzung, die auf die spezielle Problematik der Altertumswissenschaft und Sporthistorie Rücksicht nimmt, ein dringendes Erfordernis. Erste Schritte in diese Richtung stellen die vom FWF geförderten Projekte P 664, P 7999-HIS, P 9307-SPR und P 10551-SPR dar, in deren Rahmen der Antragsteller bisher fünf Bände zu den Disziplinen Diskos, Weitsprung, Speerwurf, Boxen und Pankration veröffentlicht hat (Böhlau: Wien 1991, 1992, 1993, 1995 und 1996); der sechste (Ringen) wird zur Zeit für den Druck vorbereitet. Um das begonnene Vorhaben weiterführen zu können, stellt der Unterzeichnete den Antrag auf Förderung des Projektes "Quellendokumentation zu den antiken Laufbewerben". Die einschlägigen Einsatz von Datenbanken ermittelt und bearbeitet. Sie sollen im Originaltext parallel mit einer auf altertumswissenschaftlich-sporthistorische Erfordernisse überprüft bzw. überhaupt neu erstellten Übersetzung und erläuternden Anmerkungen dargeboten werden. Ein annotiertes Stichwortverzeichnis verweist, nach Sachbegriffen gegliedert, auf die Texte und erschließt die Sekundärlitertur. Sachindex, Stellenindex und Bibliographien ergänzen den Band. Der Antragsteller hat seit vielen Jahren zahlreiche Arbeiten zum antiken Sport veröffentliche die für dieses Projekt vorgesehene Mitarbeiter haben bereits an den Projekten P 6664. P 7999-HIS, P 9307-SPR und P 10551-SPR mitgearbeitet und können ihre vielfältigen Erfahrungen zum Nutzen des Projektes einbringen. Auf internationaler Ebene gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Robert P. Franke (Saarbrücken), der einen Band mit Darstellungen von Wettkampfszenen auf antiken Münzen vorbereitet, sowie ein Kooperationsprojekt mit Frau Paola Angeli Bernardini vom Instituo di Filologia Classica der Università Urbino für ein agonistisches Lexikon. Durch dieses Projekt könnten drei Ziele erreicht werden: Neben der Aufarbeitung aller Laufdisziplinen wäre damit zugleich der Kreis der leicht- und schwerathletischen Disziplinen geschlossen, sowie alle Berwebe des antiken Pentathlon vollständig erfaßt.

Schon vor mehr als 30 Jahren wurde man sich der Notwendigkeit einer Bearbeitung und Sammlung der Quellen zur Gymnastik und Agonistik für das griechisch-römische Altertum bewußt. Bis heute liegt diese damals angekündigte Sammlung der Fragmente antiker Sportschriftsteller nicht vor. Dem steht ein wachsendes Interesse an agonistisch-gymnastischen Themen in den Altertumswissenschaften gegenüber, wie zahlreiche Bibliographien belegen. Seit einiger Zeit aber geht dieses Interesse am antiken Sport über den Kreis der Altertumsforscher hinaus, und zunehmend befassen sich auch Vertreter der systematischen Sozialwissenschaften mit Problemen des Phänomens Sport. Ihnen fehlen für die Bereiche der antiken Kulturen oft die erforderlichen Spezialkenntnisse (vor allem sprachlicher Art, aber auch solche der Geschichte und Kulturgeschichte). Aus diesem Grund ist eine ausführliche, kommentierte Quellensammlung zur Agonistik und Gymnastik mit möglichst vollständiger Aufarbeitung aller Belege aus den unterschiedlichsten Quellengattungen - also eine Art Corpus der Agonistik und Gymnastik - nicht nur ein Desiderat vieler Altertumswissenschaftler und Sport- historiker, sondern auch von Sozialwissenschaftlern, Ethnologen, Kulturanthropologen etc. Konkretes Ziel der "Quellensammlung zur Gymnastik und Agonistik im Altertum" war aus arbeitstechnischen Gründen vorerst die Erfassung und Kommentierung der literarischen Quellen. Ergebnisse und eventuelle Anwendungen Die im Rahmen dieses und der vorangegangenen Projekte erarbeiteten Bände bieten Sporthistorikern, Altertumskundlern, aber auch Sozialhistorikern oder Anthropologen ein ideales Hilfsmittel für weitere Forschungen auf dem Gebiet des antiken Sports. Methode Die Textstellen für die Disziplin "Laufen", die den Zeitraum vom 8.Jh.v.Chr. bis ins 12.Jh. n.Chr. abdecken, wurden gesammelt (Durchsicht der Sekundärliteratur, Suchläufe in einschlägigen Datenbanken) und im griechischen bzw. lateinischen Originalwortlaut und in deutscher Übersetzung mit EDV erfaßt. Trotz der großen Menge an aufgenommenen Stellen konnte Vollständigkeit - d.h. die Berücksichtigung jeder Erwähnung des Laufens in der antiken Literatur - nicht angestrebt werden. Das annotierte Stichwortverzeichnis stellt unter 30 Stichwörtern in weiterer Untergliederung erstens die Zitate der inhaltlich relevanten Textstellen zusammen, bietet zweitens eine knappe Darstellung des Forschungsstandes und verweist drittens auf einschlägige weiterführende Sekundärliteratur. Damit soll ein direkter, gezielter Zugang zu den Inhalten der vorgelegten Quellen und zu den damit zusammenhängenden Forschungsproblemen ermöglicht werden. Darüberhinaus wurde der Arbeit ein Stellenindex beigegeben, in dem auch nicht im Text- und Übersetzungsteil aufgenommene Textstellen registriert sind. Internationale Kooperation Insbesondere in Hinblick auf Literaturbeschaffung wurde mit Wolfgang Decker vom Institut für Sportgeschichte in Köln rege Zusammenarbeit gepflegt; außerdem erfolgte ein Gedankenaustausch mit Fr. Barbara Rieger, die ebendort an einer Dissertation zu antiken Stadionanlagen arbeitet. Auch mit der Universität Urbino/Italien hat sich eine Zusammenarbeit ergeben. In einem einschlägigen Kooperationsprojekt des Projektleiters mit Frau Prof. Paola Angeli Bernardini wurde ein Konzept für ein umfassendes agonistisches Lexikon erarbeitet, das auf der Grundlage internationaler Beteiligung von Altertumswissenschaftlern entstehen soll.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%

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