Synthese, Testung auf antiproliferative Aktivität und Untersuchung des Wirkmechanismus von neuen antitumoralen Wirkstoffen
Synthesis, Evalution of Antiproliferative Activity, and Investigations of the Mechanism of Action of Novel Antitumor Agents
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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HYDRAZONE,
TUMORHEMMENDE SUBSTANZEN,
ZYTOSTATIKA,
RIBONUKLEOTID REDUKTASE-HEMMSTOFFE,
SULFORHODAMIN B ASSAY,
Ribonukleotid Redukt,
Suforhodamin B Assay,
Tumorhemmende Substa
Im Rahmen des vorliegenden Projektes wurde eine große Zahl neuer chemischer Verbindungen hergestellt, von denen sich eine Reihe in einem speziellen Tiermodell als äußerst wirksam gegen verschiedene Tumore erwiesen. Ziel dieses Projektes (P12384-MOB), "Synthese, Testung auf Antitumoraktivität und Untersuchungen über den Wirkmechanismus von neuen Antitumor Substanzen" war es, neue Substanzen herzustellen, die Wirkung gegen Krebs haben sollten. Insgesamt wurden 350 neue chemische Verbindungen hergestellt. Diese wurden auf eine eventuelle Wirksamkeit gegen Tumoren getestet. Eingangs wurden die Substanzen von uns an Burkitts Lymphomzellen, CCRF-CEM lymphoblastoiden Zellen, HeLa Gebärmutterhalskrebszellen, HT-29 Darmkrebszellen, KB-3-1 Mundkrebszellen, einer aus dieser Zelllinie entwickelten Unterlinie, die resistent gegenüber Hydroxyharnstoff ist, und einer weiteren Unterlinie, die gegenüber mehreren Tumorhemmstoffen resistent ist getestet. Dabei fanden wir, dass eine Reihe der neuen Substanzen bereits bei sehr geringen Konzentrationen das Wachstum dieser Krebszellen hemmen (im nanomolaren Bereich). 50 Substanzen wurden auch im National Cancer Institut (NCI) in Bethesda, Maryland, in den USA getestet. Dort werden neue Substanzen auf eine mögliche Tumorhemmung in einer ersten Stufe an 60 verschiedenen Krebszelllinien getestet. Substanzen, die in diesem Test gute Wirkung zeigen, werden in der zweiten Stufe getestet. Bei diesem Test werden Mäusen Krebszellen in für Substanzen durchlässigen Schläuchen in die Bauchhöhle transplantiert. Die Mäuse werden dann mit möglichen Tumorhemmstoffen behandelt, um die Wirkung auf die Krebszellen zu sehen. Falls eine Substanz auch bei diesem Test gute Wirkung zeigt, wird sie in der dritten Stufe getestet, bei der Mäusen menschliche Krebszellen unter die Haut transplantiert werden. Das Wachstum der Krebszellen führt zu Tumoren, deren Wachstum oder deren Schrumpfung nach einer Behandlung leicht verfolgt werden kann. Von unseren neuen Substanzen erreichten 20 Substanzen die zweite und 5 Substanzen die dritte Teststufe. Sowohl unsere Ergebnisse, als auch die am National Cancer Institute in den USA zeigen, dass die Wirkungsweise der neuen Substanzen anders ist, als die der bisher eingesetzten Krebsmedikamente. Nach unseren bisherigen Ergebnissen dürfte die Wirksamkeit auf die Entwicklung von Radikalen in den Krebszellen zurückzuführen sein. Wir haben über die neuen Substanzen zwei Patente angemeldet. Ergebnisse des Vorprojektes (P09879-MED) publizierten wir unter anderem im International Journal of Cancer. Über diese Publikation gab es eine Pressemitteilung der Nachrichtenagentur Reuters.
- Johann Hofmann, Medizinische Universität Innsbruck , assoziierte:r Forschungspartner:in
Research Output
- 177 Zitationen
- 1 Publikationen
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2006
Titel Synthesis, Structure-Activity Relationships, and Antitumor Studies of 2-Benzoxazolyl Hydrazones Derived from Alpha-(N)-acyl Heteroaromatics DOI 10.1021/jm060232u Typ Journal Article Autor Easmon J Journal Journal of Medicinal Chemistry Seiten 6343-6350