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Solenogastres (Mollusca) des europäischen Nordatlantik: Formen der Tiefsee

Solenogastres (Mollusca) from the European North Atlantic deep-sea region

Helge Hilgers (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P12450
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 03.11.1997
  • Projektende 17.06.2001
  • Bewilligungssumme 39.389 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (100%)

Keywords

    SOLENOGASTRES, SPECIES DIVERSITY, NORTH ATLANTIC OCEAN, DEEP SEA, Deep-Sea

Endbericht

Ursprüngliches Ziel der Arbeit war die geographische und anatomische Erfassung der Solenogastren ("Bauchfurcher": rein marine Weichtiere ohne einheitlicher Schale und einer Körpergröße von einigen Millimetern) der europäischen Nordatlantischen Tiefsee und die systematische Eingliederung der dort vorkommenden Arten, sowie ein Vergleich der Solenogastren-Fauna der Tiefsee mit jener der Küstenbereiche. Proben aus verschiedenen Museen von einigen großen Expeditionen (CHALLENGER, POLYGAS, BIOGAS, NORBI) und von kleineren Sammlungen stand zur Verfügung. Das gesamte Material wurde gesichtet und vorsortiert. Präparate von Spikel (nadel- oder schuppenförmige Elemente der Körperbedeckung) wurden hergestellt, anhand derer eine weitere Sortierung des Materials in Unterproben vorgenommen wurde. Von etwa 100 Tieren auf aus rund 80 Proben wurden histologische Schnittserien hergestellt, die Grundlage für anatomische Untersuchungen (Mikroskopieren und Rekonstruktion) waren. Die bisherigen Ergebnisse sagen über eine unerwartet hohe Artenvielfalt im vorhandenen Material aus. Die Zahl der zur Zeit unterscheidbaren Arten liegt bei über 20, was sich im Falle einer weiteren Bearbeitung des Materials noch erhöhen wird. Ebenfalls wesentlich höher als anfangs erwartet, ist der Anteil noch unbeschriebener Arten: Bisher konnte lediglich eine einzige Art einer bestehenden zugeordnet werden. Einige Arten lassen sich eindeutig einer bestehenden Gattung zuordnen, weisen aber im Detail deutliche Unterschiede auf, sodaß die Neuaufstellung von Arten gerechtfertigt ist. Je weiter die wissenschaftliche Auswertung fortschritt, desto evidenter wurden Probleme, die mit früherer Literatur zusammenhängen. Die Interpretation dieser Schriften wurde wichtiger Teil der Arbeit. Ebensolche Wichtigkeit erlangte der direkte Vergleich mit Typenmaterial. Genaue Recherchen über den Verbleib von Typenmaterial in den verschiedenen Museen wurden notwendig. Auffindbares Typenmaterial wurde mit den alten Beschreibungen und den zur Bearbeitung stehenden Proben verglichen. Durch die Anwendung jüngerer Methoden mit den heutzutage besseren Geräten konnten einige neue Erkenntnisse gewonnen werden. Zusammenfassend kann gesagt werden: 1. Die Biodiversität im Untersuchungsgebiet ist weitaus höher als erwartet (mehr als 20 Arten). 2. Die Anzahl neuer Arten im Untersuchungsgebiet ist enorm hoch. Es wurde bisher nur eine bereits bekannte Art identifiziert. 3. Nach momentanem Stand der Auswertungen gibt es keine Art, die sowohl im Tiefseebereich als auch im Küstenbereich vorkommt.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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