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Soziales Lernen

Social conditions and ecological constraints of social learning in geese and ravens

Kurt Kotrschal (ORCID: 0000-0001-7254-4347)
  • Grant-DOI 10.55776/P12472
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.03.1998
  • Projektende 31.10.2000
  • Bewilligungssumme 91.277 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (100%)

Keywords

    BEHAVIOURAL ROLES, COGNITION, COMPETENCE, COOPERATION, DOMINANCE, OBSERVER, Coordination

Abstract Endbericht

Tiere und Menschen erwerben ihr überlebenswichtiges Wissen über Umwelt und Sozialbeziehungen zu einem Gutteil dadurch, daß sie von Artgenossen lernen. Solche Lernmechanismen im sozialen Kontext dienen auch der Informationsweitergabe innerhalb der Gruppe und sind zur Bildung von Gruppentraditionen geeignet. Man faßt sie unter dem Begriff "Soziales Lernen" zusammen. Gegen diesen, bereits gut entwickelten theoretischen Hintergrund planen wird, nicht nur die Mechanismen des sozialen Lernens zu untersuchen, sondern vor allem seine Biologie und Evolution, also seine ökologischen und sozialen Randbedingungen. Diese ultimaten Aspekte fanden bislang in der Erforschung sozialen Lernens wenig Beachtung, sind aber unverzichtbar, um die letztliche Frage zu beantworten, warum im Verlauf der Stammesgeschichte Gehirne von Tieren und Menschen die Fähigkeit zu "intelligenten" Leistungen entwickelten. Die geplante Vergleichsuntersuchung an Graugänsen (Anser anser, halbzahme, freilebende Schar) und Raben (Corvus corax, ortsfeste, an die Anwesenheit bestimmter Menschen gewöhnte Gruppe von Wildraben und zwei Geschwistergruppen in großen Volieren) dient diesem Ziel. Es geht vor allem darum, wer unter welchen Bedingungen von wem und warum lernt. Dazu bieten die beiden Arten beste Voraussetzungen, da sie zwar beide langzeitmonogam sind, temporär in der Gruppe leben, sich aber in ihrer Ökologie und vielen Aspekten der Lebensgeschichte deutlich unterscheiden. In einem vierstufigen Ansatz planen wir folgende Beobachtungen und Experimente: 1) Zunächst soll in Standardsituationen die soziale Struktur (Dominanz, Leadership, etz.) jener sozialen Einheiten (Paare, Familien inkl. Satelliten) untersucht werden, welche an den Versuchen teilnehmen sollen. 2) Durch Manipulation der gebotenen Nahrung (Dichte, Qualität) und durch gezielte Beunruhigung der Tiere in der Freßsituation soll der ökologische Zusammenhang der "Leadership" (Model/Observer-Rollen) untersucht werden. 3) An computergesteuerten Futterautomaten, die es im Zusammenhang mit transpondermarkierten Tieren erlauben, individuell und flexibel programmierbar, bestimmte Futtermengen und -qualitäten abzugeben, soll schließlich untersucht werden, ob Leadership (die Model-Rolle) auf Kompetenz beruht und daher auch flexibel geändert werden kann, oder ob diese relativ invariant mit dem sozialen Status (Dominanz) einhergeht. 4) Als letzter Schritt der Untersuchung ist geplant, den Nahrungszugang an den Futterautomaten von einer operanten Fertigkeit abhängig zu machen, die sozial gelernt werden muß. Damit soll die Ausbreitung einer neuen ("Kultur"-)Technik innerhalb der untersuchten Gruppen in Abhängigkeit von den bekannten sozialen Strukturen untersucht werden. Das vorliegende Projekt fußt auf Know how, welches wir uns an der KLF durch die wissenschaftliche Arbeit der letzten 5 Jahre erwarben. Das betrifft besonders die vorgeschlagenen Projektassistenten, T. Bugnyar und J. Fritz, welche beide durch teilweise publizierte Diplomarbeiten auf dem Gebiet der Kognitionsforschung ihre Eignung unter Beweis stellten. Es ist daher vorhersehbar, daß wir die beantragten Fördermittel in eine erhebliche Menge von international konkurrenzfähigen Ergebnissen umsetzen werden. Unser relativ komplexer Ansatz, sowie die zusätzlichen Komplikationen, welche mit der Durchführung von laborähnlichen Versuchen unter Freilandbedingungen verbunden sind, verlangen allerdings den vollen Einsatz von 2 Doktoranden über einen Zeitraum von 3 Jahren. Dafür ist das vorgeschlagene Projekt geeignet, unser grundlegendes Wissen zu den ökologischen und sozialen Bedingungen für soziales Lernen und damit zur Evolution von Intelligenz erheblich zu erweitern.

Sozialleben bietet u.a. den großen Vorteil, daß Individuen nicht alle Erfahrungen in Auseinandersetzung mit der Umwelt individuell machen müssen. Anpassungen an lokale Gegebenheiten erfolgen oft im wesentlichen Ausmaß über die Bildung von Traditionen. Dabei werden neue, meist vorteilhafte Verhaltensweisen von Innovatoren/Modellen an andere Individuen in der Gruppe über soziales Lernen weitergegeben. Zu den Mechanismen sozialen Lernens zählen Stimmungsübertragung, Aufmerksamkeitserhöhung und (echte motorische) Imitation. Im abgeschlossenen Projekt P12472 machten wir uns zur Aufgabe, die sozialen und ökologischen Bedingungen sozialen Lernens genauer zu untersuchen. Tatsächlich zeichnet sich nach einer Reihe von beobachtenden und experimentellen Arbeiten an Graugänsen, Raben und Waldrappen ein stimmiges Gesamtbild zur ökologischen und sozialen Einbettung sozialen Lernens ab. Unsere Ergebnisse fanden in 20 (peer-review) Publikationen, 36 Kongressbeiträgen, 4 Dissertationen und 6 Diplomarbeiten ihren Niederschlag. So zeigte sich die Richtigkeit des Lorenzschen Konzeptes vom "angeborenen Lehrmeister". Die Aufmerksamkeit naiver Individuen ist nicht zufällig gestreut is, sondern richtet sich auf Sozialpartner, bzw. auf bestimmte ihrer Körperteile und Tätigkeiten. So sind beispielsweise Graugans-Gössel vom manipulierenden elterlichen Schnabel unwiderstehlich angezogen. Dies kann bei handaufgezogenen Gössel durch den Finger simuliert werde, was auch experimentell genutzt wurde. Generell fanden wir, daß das Grundprinzip sozialen Lernens darin besteht, daß die Aufmerksamkeit eines Beobachters auf einen bestimmten Ort, bzw. ein bestimmtes Objekt gerichtet wird und dessen Motivation erhöht wird, sich dort und/oder damit zu beschäftigen. Der eigentliche Erkenntnisgewinn wird dann durch individuelles Versuch-und-Irrtum-lernen erzielt. Damit stellt sich heraus, daß soziales Lernen tatsächlich sozial gefördertes individuelles Lernen darstellt. Ob Individuen selber Fertigkeiten entwickeln, oder von anderen profitieren ("producer/scrounger-game") hängt übrigens, wie von uns experimentell nachgewiesen, von der individuellen Profitabilität der verschiedenen Taktiken ab (Arbeiten J. Fritz et al.). Entsprechende Modelle sind in Arbeit. Im Gegensatz zu früheren Meinungen spielt "echte" Imitation (das getreuliche Kopieren motorischer Abfolgen mit oder ohne Einsicht in den Endzweck) beim sozialen Lernen kaum eine Rolle. Dies mag zunächst überraschen. Wir vermuten auf Basis unserer Ergebnisse, daß die Bedeutung der Imitation beim Menschen überschätzt wird. Tatsächlich ist die Aufmerksamkeitserhöhung in den meisten Fällen der wesentlich adaptivere Mechanismus, als die Imitation, da damit Fertigkeiten individuell optimiert werden können und die Gefahr der Fehleranhäufung im Zuge der Traditionsbildung sinkt. Vor allem die Freilandarbeiten mit Kolkraben (T Bugnyar und M. Stöwe et al.) zeigten die Bedeutung sozialen Lernens , etwa im Zusammenhang mit der Eingliederung von Jungraben in die Nichtbrütergruppe. Dabei zeigte sich, daß Raben nicht nur voneinander lernen, sondern in geradezu primatenartiger Weise fähig sind, Information voneinander zu verbergen. So kommen wir zum Schluß, daß der mit dem "taktischen Betrug" im Zusammenhang mit Nahrungserwerb und Futterverstecken entstandene geistige (Macciavellische) "Rüstungswettlauf" innerhalb der Gruppe erheblichen Anteil an der Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit von Raben gehabt haben muß. Dies ist eine erstaunliche Parallele zu den neueren Überlegungen zur Evolution menschlicher Intelligenz. Weiterführende Versuche werden zeigen, ob Raben tatsächlich wie Menschen und Schimpansen fähig sind, die "mental states" von Gruppenmitgliedern zu interpretieren und zu ihrem Vorteil zu nutzen. Schließlich ergab sich im Verlauf des Projektes ein starke, wenn auch zunächst ungeplante Verbindung zwischen Lernen, Hormonen und Persönlichkeit (Parallelprojekt P12914-BIO). Es zeigte sich, daß bestimmte Persönlichkeitstypen besonders prädestiniert sind, Innovatoren/Produzenten zu werden, während andere eher dazu neigen, zu profitieren. Es bestimmen also nicht nur ökologische und lebensgeschichtliche Faktoren das soziale Lernen, sondern auch individuelle Prädispositionen. Zudem wurde klar, daß "soziale Unterstützung" (social support, die Anwesenheit eines Verbündeten) soziales Lernen wesentlich erleichtern kann.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

Research Output

  • 82 Zitationen
  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 2003
    Titel Leading a conspecific away from food in ravens (Corvus corax)?
    DOI 10.1007/s10071-003-0189-4
    Typ Journal Article
    Autor Bugnyar T
    Journal Animal Cognition
    Seiten 69-76

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