Pathophysiologie der Mastozytosen
Biology and pathophysiology of human mastocytosis
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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MASTOZYTOSE,
TRYPTASE,
HISTAMIN,
APOPTOSE,
INTERFERON
Bei den mastozytosen handelt es sich um eine heterogene Krankheitsgruppe, die durch ein abnormales Wachstumsverhalten und Akkumulation der Gewebsmastzellen charakterisiert ist. Die klinischen Symptome entstehen durch die Freisetzung von biologisch aktiven Mediatoren und eine pathologisch Infiltration von Mastzellen in diversen Organen. Prinzipiell unterscheidet man kutane und systemisch Mastozytosen. Die kutanen Mastozytosen treten vorwiegend als Urticaria pigmentosa oder Diffuse kutane Mastozytose auf. Diese Patienten zeigen zumeist einen beginnenden Krankheitsverlauf. Bei der systemischen Mastozytose handelt es sich hingegen um einen diffusen hämatologischen Prozeß, der mit einem erhöhten Risiko der malignen Entartung (genetic instability) behaftet ist. Diese Patienten entwickeln auch häufig Blutbildveränderungen oder eine zusätzliche hämatologische Systemerkrankung, zum Beispiel ein myelodysplastisches Syndrom, ein myeloproliefertives Syndrom oder eine akute Leukämie. Maligne Mastozytosen und Mastzelleukämien sind spezielle Krankheitsvarianten mit einer raschen unkontrollierten Proliferation von unreifen Mastzellen. Diese Patienten zeigen zumeist keine Hautinfiltrate, und haben eine äußerst schlechte Prognose. Wegen der oft sehr unreifen Zellformen ist auch die Diagnosestellung in diesen Patienten zumeist sehr schwierig. Eine effektive Therapie für diese Patienten existiert derzeit ebenfalls nicht. Diese Mängel mögen unter anderem in der Tatsache begründet sein, daß bislang noch viel zuwenig über die Biologie und Pathophysiologie der Matozytosen bekannt war. Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es, die Biologie und Pathophysiologie der Mastozytosen im Detail zu untersuchen. Insbesondere soll der Phänotyp, der Ursprung, das Wachstumsverhalten, die Gen-Deregulation und die Apoptose- Regulation in den neoplastischen Mastzellen untersucht werden. Es ist geplant, mit Hilfe dieser Analysen optimale diagnostische Marker und potente wachstumshemmende Substanzen/Medikamente, welche bei den malignen Verlaufsformen der Mastozytose einsetzbar sind, zu identifizieren. Es ist zu erwarten, daß auf der Basis dieser Erkenntnisse eine Verbesserung der Diagnostik und Klassifikation der Mastozytosen erreicht werden kann, ebenso wie eine Verbesserung der Therapie der malignen Mastozytosen.
Research Output
- 481 Zitationen
- 7 Publikationen
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2005
Titel Evaluation of normal and neoplastic human mast cells for expression of CD172a (SIRPa), CD47, and SHP-1 DOI 10.1189/jlb.0604349 Typ Journal Article Autor Florian S Journal Journal of Leukocyte Biology Seiten 984-992 -
2002
Titel A case of smouldering mastocytosis with peripheral blood eosinophilia and lymphadenopathy DOI 10.1016/s0145-2126(01)00172-2 Typ Journal Article Autor Hauswirth A Journal Leukemia Research Seiten 601-606 -
2001
Titel Morphologic properties of neoplastic mast cells: delineation of stages of maturation and implication for cytological grading of mastocytosis DOI 10.1016/s0145-2126(01)00041-8 Typ Journal Article Autor Sperr W Journal Leukemia Research Seiten 529-536 -
2001
Titel A case of ‘smouldering’ mastocytosis with high mast cell burden, monoclonal myeloid cells, and C-KIT mutation Asp-816-Val DOI 10.1016/s0145-2126(01)00019-4 Typ Journal Article Autor Jordan J Journal Leukemia Research Seiten 627-634 -
2001
Titel Utility of flow cytometric analysis of mast cells in the diagnosis and classification of adult mastocytosis DOI 10.1016/s0145-2126(01)00050-9 Typ Journal Article Autor Escribano L Journal Leukemia Research Seiten 563-570 -
2001
Titel Myelomastocytic overlap syndromes: biology, criteria, and relationship to mastocytosis DOI 10.1016/s0145-2126(01)00040-6 Typ Journal Article Autor Valent P Journal Leukemia Research Seiten 595-602 -
2000
Titel Reciprocal Translocation (3;5)(q26;q22) and Possible BCHE Gene Involvement in an Unusual Myelogenous Disorder with both Myeloproliferative and Dysplastic Features DOI 10.1016/s0165-4608(00)00245-4 Typ Journal Article Autor Füreder W Journal Cancer Genetics and Cytogenetics Seiten 133-138