Wörterbuch zur indischen Erkenntnistheorie und Logik VIII
Dictionary of Indian Logic and Epistemology VIII
Wissenschaftsdisziplinen
Mathematik (10%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Sprach- und Literaturwissenschaften (80%)
Keywords
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INDISCHE PHILOSOPHIE,
INDISCHE LOGIK,
INDISCHE ERKENNTNISTHEORIE,
METHODOLOGIE,
ALTINDISCHE DIALEKTIK
Forschungsprojekt P 14418Wörterbuch zur indischen Erkenntnistheorie und Logik VIIIGerhard OBERHAMMER08.05.2000 Projektziel ist Fertigstellung des dritten und letzten Bandes des Begriffswörterbuches (insgesamt ca. 380 Lemmata) zur ersten historisch in sich abgeschlossenen Periode der indischen Philosophie (prädignageische Zeit, von den Anfängen bis ca. 500 n.Chr.), das die methodologischen, disputationstechnischen, erkenntnistheoretischen und logischen Spekulationen vor Dignaga umfassen wird. Zur Abgrenzung wurde nicht die Wirkungszeit Dignagas herangezogen, sondern das durch seine Arbeiten geprägte Problembewußtsein, so daß auch Werke der späteren Zeit zu berücksichtigen sind. Als Quellenwerke herangezogen wurden dabei spätvedische Texte und die Werke der frühen Grammatiker wie Patanjali, soweit sich dort Begriffe von erkenntnistheoretischem oder allgemein methodologischem Interesse finden; die Tantrayukti-Tradition der medizinischen Schulen Carakas,, Susrutas etc. oder des Kautiliyarthasastra; die grundlegenden Sutren der klassischen Schulen wie Nydya, Vaisesika und Mimamsa mit ihren frühen Kommentaren sowie die ä1testen erhaltenen Textschichten des Samkhya und die frühen buddhistischen dialektischen Traditionen. Die ersten 210 Artikel wurden in den ersten beiden Bänden Spezialwörterbuches mit dem Titel "Terminologie der frühen philosophischen Scholastik in Indien. Ein Begriffswörterbuch zur altindischen Dialektik, Erkenntnislehre und Methodologie. Band L A-I, Band II, U-Pa" 1991 und 1996 im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften publiziert. Für die Fertigstellung des letzten Bandes werden die Artikel zu den noch ausständigen 38 Lemmata auszuarbeiten und in gemeinsamer Arbeit mit dem Projektleiter zu überarbeiten sein, um sie für ein Druckmanuskript fertigzustellen. Ferner soll, wie im Fall der ersten beiden Bände, der Index zu den in diesem Band behandelten Lemmata vervollständigt werden und die Liste der Autoren und Werke, die die historische Zuordnung des im Wörterbuch verwendeten Textmaterials ermöglichen soll, beigefügt werden. Weiters soll diesem systematischen Index der Termini, um ihn auch dem Nicht-Sanskritisten zugänglich zu machen, eine alphabetische Liste der deutschen Übersetzungen der Termini, den entsprechenden Verweisen auf die Sanskrittermini und die Seiten, auf denen die betreffenden Artikel zu finden sind, beigegeben werden.
Ziel des Projektes war die Fertigstellung des dritten und letzten Bandes des seit 1983 in Arbeit befindlichen Begriffswörterbuches (insgesamt ca. 380 Lemmata) zur ersten historisch in sich abgeschlossenen Periode der indischen Philosophie (von den Anfängen bis ca. 500 n.Chr.), das die methodologischen, disputationstechnischen, erkenntnistheoretischen und logischen Spekulationen dieser Zeit umfaßt. Die ersten 210 Artikel wurden 1991 und 1996 in den ersten beiden Bänden des Spezialwörterbuches mit dem Titel "Terminologie der frühen philosophischen Scholastik in Indien. Ein Begriffswörterbuch zur altindischen Dialektik, Erkenntnislehre und Methodologie. Band I. A-I, Band II, U-Pu", im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften publiziert. Jedem Band ist ein Index zu den in diesem Band behandelten Lemmata und eine Liste der Autoren und Werke, die die historische Zuordnung des im Wörterbuch verwendeten Textmaterials ermöglicht, beigefügt. Darüber hinaus ist diesem systematischen Index der Termini eine alphabetische Liste der deutschen Übersetzungen der Termini mit entsprechenden Verweisen auf die Sanskrittermini und die Seiten beigegeben, auf denen sich die betreffenden Artikel finden, um ihn auch nicht indologisch ausgebildeten Interessierten zugäng-lich zu machen. Als Quellenwerke herangezogen wurden dabei spätvedische Texte und die Werke der frühen Grammatiker, die Tradition der medizinischen Schulen und der frühen indischen politischen Theorie, die grundlegenden Werke der klassischen philosophischen Schulen mit ihren frühen Kommentaren sowie die frühen buddhistischen dialektischen Traditionen. Begriffe der traditionellen indischen Grammatik, ritualistische und grammatikalische Begriffe wurden dabei nur herangezogen, wenn sie für die Entwicklung der philosophischen Terminologie relevant waren. Die Publikation des dritten und letzten Bandes des Wörterbuches ist für den Anfang des Jahres 2002 geplant.