Ernst A. Plischke (1903-1992) - Die Österreichische Architektur der Moderne in Österreich und in der Emigration
Ernst A. Plischke (1903-1992) - Austrian modern architecture and the emigration of the architect to New Zealand - his work and his teaching
Wissenschaftsdisziplinen
Bauwesen (80%); Kunstwissenschaften (20%)
Keywords
-
ARCHITECTURE,
HISTORY OF INSTITUTIONS,
EMIGRATION,
ACADEMY OF FINE ARTS,
HISTORY OF COLLECTIONS,
COLLECTION OF THE ACADEMY OF FINE ARTS
Forschungsprojekt P 14557 Ernst A. Plischke (1903-1992) Die österreichische Architektur der Moderne in Österreich und in der Emigration August SARNITZ27.11.2000 Der österreichische Architekt und Architekturprofessor Ernst A. Plischke (1903-1999) ist durch Bauten wie das Arbeitsamt Liesing (1930), sein Haus in der Wiener Werkbundsiedlung (1932) und das Haus Gamerith am Attersee (1933) bekannt. Leben und Werk: EAR 1903 als Sohn eines Architekten in Klosterneuburg geboren, hat sein Architekturstudium 1921 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Josef Frank und Oskar Strnad begonnen und 1926 bei Peter Behrens an der Akademie für bildende Künste abgeschlossen. Anschließend arbeitete er in den Baubüros von Behrens und Frank. 1928 machte sich der damals 25-jährige mit dem Auftrag zur Gestaltung der Wohnung von Lucie Rie selbstständig. Es folgte ein prägender New York-Aufenthalt 1929 sowie ersten Bauten, für die bald Anerkennung im In- und Ausland erhielt. Zu nennen sind die Teilnahme an der MOMA-Ausstellung "The International Style", 1932 und der österreichische Staatspreis für Architektur, 1935. 1939 wanderte EAP mit seiner Familie nach Neuseeland aus und wirkte in Wellington erfolgreich als Architekt und Stadtplaner. Nachdem ihm 1961 in Abwesenheit der Preis der Stadt Wien verliehen worden war, kehrte EAP 1963 in die Heimat zurück, um die Meisterklasse für Architektur an der Akademie für bildende Künste zu übernehmen, die er bis 1973 leitete. Seine Schüler dominieren heute das Baugeschehen in Österreich und weit darüber hinaus. Ziel des Forschungsprojektes ist es, auf Grundlage des EAP-Nachlaßes im Kupferstichkabinett der Akademie für bildende Künste und weiteren Quellen erstmals ein vollständiges Werkverzeichnis zu erstellen. Dabei gilt es nicht nur, Plischkes architektonische Lösungen der verschiedenen Bauaufgaben (Wohnbau, öffentliche Bauten etc.) zu erörtern, gleichzeitig wird auch seine Arbeit als Innenarchitekt und Möbeldesigner im Werkzusammenhang vorzustellen sein. Schließlich soll sein Gesamtwerk im österreichischen Umfeld und im internationalen Kontext (New York, Neuseeland) analysiert werden. Die Forschungsergebnisse werden in einem Katalogbuch mit Essays und Werkverzeichnis präsentiert werden. Darüberhinaus werden diese im Rahmen einer an der Akademie für bildende Künste anläßlich des 100. Geburtstages von EAP im Jahre 2003 geplanten Ausstellung zur Darstellung kommen.
- Eva B. Ottillinger, Bundesmobilienverwaltung , assoziierte:r Forschungspartner:in