Ministerratsprotokolle der Regierung Figl I, Bände 3-5
Minutes of the Cabinet Meetings Figl I, Volumes 3-5
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
EDITION,
2. REPUBLIK,
MINISTERRATSPROTOKOLLE,
ÖSTERREICHISCHE ZEITGESCHICHTE
Die wissenschaftlich kommentierte Gesamtedition der Protokolle des Ministerrates der Regierung Figl I wird grundlegendes Quellenmaterial zu den ersten Jahren der Zweiten Republik liefern. Probleme der Außen-, Innen-, und Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit werden in zum Teil sehr offener Form von den Regierungsmitgliedern behandelt. Die Ministerratsprotokolle liefern damit wichtige Beiträge zur Erforschung des Wieder- und Neuaufbaues der staatlichen und politischen Organe Österreichs der Zweiten Republik. Interessensgegensätze oder -übereinstimmungen zwischen den Mitgliedern der Regierung und der Diskussionsstand zu einzelnen Problemen können an Hand der Protokolle in einem bis jetzt noch nie dagewesenen Ausmaß verfolgt werden, was nicht zuletzt dadurch an Bedeutung gewinnt, da der Archivbestand für die allgemeine Benützung weiterhin gesperrt ist. Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen nun die Bände 3 bis 5 der auf zehn Bände projektierten Edition für die Publikation vorbereitet werden Band 3 - Ministerratsprotokolle Nr. 41 vom 22. Oktober 1946 bis Nr. 56 vom 11. Februar 1947; Band 4 - Ministerratsprotokolle Nr. 57 vom 18. Februar 1947 bis Nr. 70 vom 3. Juni 1947; Band 5 - Ministerratsprotokolle Nr. 71 vom 13. Juni 1947 bis Nr. 85 vom 29. Oktober 1947. Die Edition der Ministerratsprotokolle der Regierung Figl bringt aber nicht nur neue Erkenntnisse über die schwierige Aufbauphase der Zweiten Republik, sondern eröffnet auch weitere Forschungsperspektiven. Die Aktenedition bedeutet nicht nur, daß die Quelle selbst für die wissenschaftliche Forschung erschlossen wird, sondern daß auch Hinweise auf vorhandene, bzw. nicht mehr auffindbare Aktenbestände geliefert werden. Dies wird sowohl den Archiven als auch dem künftigen Benützer/Forscher umfangreiche Einzelsuchvorgänge ersparen. Die Quellenedition erscheint umso wichtiger, da die österreichische Wirtschaftsordnung nach 1945 zunehmend zum Gegenstand der Forschung wird. Das geplante Forschungsvorhaben bietet nicht zuletzt auch eine wesentliche, längst fällige Grundlage, um einen internationalen Vergleich der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausgangssituation im Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu ziehen.
Die wissenschaftlich kommentierte Gesamtedition der Protokolle des Ministerrates der Regierung Figl I stellt grundlegendes Quellenmaterial zu den ersten Jahren der Zweiten Republik zur Verfügung. Probleme der Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit werden in zum Teil sehr offener Form von den Regierungsmitgliedern behandelt. Die Ministerratsprotokolle liefern damit wichtige Beiträge zur Erforschung des Wieder- und Neuaufbaues der staatlichen und politischen Organe Österreichs der Zweiten Republik. Interessensgegensätze oder -übereinstimmungen zwischen den Mitgliedern der Regierung und der Diskussionsstand zu einzelnen Problemen können an Hand der Protokolle in einem bis jetzt noch nie dagewesenen Ausmaß verfolgt werden. Die Übertragung der im System Gabelsberger verfaßten Stenogramme bringt nicht selten wesentliche zusätzliche Informationen, die in der Reinschrift nicht vorhanden sind. Im Rahmen des auf zehn Bände ausgerichteten Forschungsprojektes liegen nun als Ergebnis des zweiten Projektabschnittes die Bände 3 bis 5 als druckfertige Manuskripte vor: Band 3 - Ministerratsprotokolle Nr. 35 bis Nr. 51 (22. August 1946 bis 7. Jänner 1947); Band 4 - Ministerratsprotokolle Nr. 52 bis Nr. 65 (14. Jänner 1947 bis 23. April 1947); Band 5 - Ministerratsprotokolle Nr. 66 bis Nr. 78 (29. April 1947 bis 2. September 1947). Band 1 erschien 2004, Band 2 und 3 erscheinen 2005. Die Edition der Ministerratsprotokolle der Regierung Figl bringt aber nicht nur neue Erkenntnisse über die schwierige Aufbauphase der Zweiten Republik, sondern eröffnet auch weitere Forschungsperspektiven. Die Aktenedition bedeutet nicht nur, dass die Quelle selbst für die wissenschaftliche Forschung erschlossen wird, sondern dass auch Hinweise auf vorhandene, bzw. nicht mehr auffindbare Aktenbestände geliefert werden. Dies wird sowohl den Archiven als auch dem künftigen Benützer/Forscher umfangreiche Einzelsuchvorgänge ersparen. Ein Personenregister mit umfangreichen Biographien der Proponenten liefert einen wichtigen Beitrag zu der in Österreich meist vernachlässigten Elitenforschung. Das Forschungsvorhaben bietet nicht zuletzt auch eine wesentliche, längst fällige Grundlage, um einen internationalen Vergleich der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausgangssituation im Europa nach dem Zweiten Weltkrieg ziehen zu können.
- Österreichische Gesellschaft für historische Quellenstudien - 100%