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Ent-Fernung. Phänomenologische Ästhetik der Sekundärsinne

Nearness. A phenomenological aesthetics of the low senses

Elisabeth Von Samsonow (ORCID: 0000-0002-2405-8747)
  • Grant-DOI 10.55776/P14882
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2001
  • Projektende 30.09.2004
  • Bewilligungssumme 131.187 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    TASTSINN, PHÄNOMENOLOGIE, GERUCHSSINN, ÄSTHETIK, GESCHMACK

Abstract Endbericht

Die Philosophen haben konsequent die Haptik, den Geruchssinns und den Geschmackssinn vernachlässigt und sie bloß für niedere Sinne gehalten. Auch die Ästhetik hat nur dem Sehen und dem Hören das Privileg des Kunstschaffens eingeräumt. Im Unterschied zum nebulösen revival der Sekundärsinne in den letzten Jahren wird hier versucht, eine systematische Phänomenologie und Ästhetik der leiblichen Sinne auszuarbeiten. Im ersten Teil wird die gemeinsame STRUKTUR DER SEKUNDÄRSINNE phänomenologisch beschrieben. Sie sind zeitlich-diskursiv und regional-fragmentarisch und enthalten wiederholbare, doch nicht intentional aktualisierbare Vorstellungen. Das Subjekt ist dabei paradox: es ist anonym und dennoch höchst persönlich, aktiv und zugleich verletzbar. Die Subjekt-Objekt-Beziehung hat somit nicht mehr die Form der Gegen-ständlichkeit, sondern ist eine gegenseitige Nachbarschaft mitten in der Welt. Das Subjekt ist nicht frei von (der Welt), sondern frei zu einem Einklang mit der Welt. Eros und Thanatos herrschen hier als Glück und Melancholie, als Beieinander-sein-/Abgeschiedenheit und als Bindung/Trennung. Im Ausgang von der Räumlichkeit der Sekundär- sinne (Wege durch eine Landschaft und Dichte/Leere) werden die Phänomenologie zu einer Topologie und das Denken zu einem er-fahrenden Denken, das sein Objekt durchgeht. Das Subjekt ist in seinem Objekt wie in einem Medium eingeschlossen; die Welt wird zur Umwelt. Die Stimmungen (Vertrauen als Nähe-Weite und Angst als Ferne-Enge) sind die Vektoren dieses er-fahrenen Kraftfeldes, und das Subjekt wird dezentriert (entmachtet). Die Phänomenologie der Leiblichkeit bildet die Grundlage einer Aisthetik als Theorie der sinnlichen Wahrnehmung auf ihrer höchsten Stufe; diese verzweigt sich weiters in die einzelnen Sinnes-ästhetiken. Der zweite Teil schlägt eine ÄSTHETIK DER SEKUNDÄRSINNE vor. Sie hebt zunächst die Konstitution des ästhetischen Objektes anhand der taktil-kynästhetischen Momente hervor und bietet einen Überblick über die Darstellung der Sekundärsinne in den (visuell-auditiven) Künsten. Einzelne bildende Kunstwerke, die die leiblichen Sinne ansprechen, werden konkret ausgelegt und die Stadt, der Tanz, der menschliche Körper und der Garten als Gesamtkunstwerke präsentiert. Die Ästhetik der Sekundärsinne untersucht die Durchführbarkeit selbständiger Künste der leiblichen Sinne und setzt sich mit der Esoterik als Para-ästhetik auseinander. Sie ist eine "weibliche" und anti-europozentrische Gegen-Ästhetik zur "männlichen" Abbildungs-ästhetik; deren Vertreter waren die Frau, das Kind, der Primitive und der exotische Fremde als unvollständige Menschen. Die notwendige Erweiterung der Ästhetik auf die physisch Behinderten verlangt sowohl die Aufgabe der bisherigen Blindenästhetik (diese beurteilt die Kunstfähigkeit der Blinden nach den Maßstäben der Sehenden) als auch des Intuitionismus und Purismus der metaphysischen Ästhetik. Auch die Ästhetik des Parfums ist "unrein" bzw. technisch und gesellschaftlich bedingt. Die Ästhetik der Sekundärsinne ist eine des Fühlens, des Spürens und der Stimmung, des Unterscheidungsvermögens und einer kontextbedingten Interpretation. Das Kunstwerk ist topologisch als (Duft)Hülle und Aroma eine Aura bzw. ein Ort, der seine Umgebung ästhetisiert. Die neuen Werte der Kunst sind taktil die Patina und olfaktorisch die Atmosphäre. Beide weisen auf eine narrative Identität hin und erfordern deshalb eine Phänomenologie der Geschichte. Der dritte Teil begreift die ästhetische "Unreinheit" der leiblichen Sinne als Chance, indem er eine (bisher immer problematische) VERBINDUNG VON PHÄNOMENOLOGIE UND ETHIK ÜBER DIE ÄSTHETIK ALS SINNESLEHRE sucht. Die Sekundärsinne bereichern den Begriff von Erkenntnis als (visueller) Theoria durch das Gedächtnis und durch ein in der Behandlung komplexer Situationen unerläßliches vorbegriffliches Denken (flair, Spürsinn, Takt, konviviales Wissen). Die Phänomenologie der Sekundärsinne begründet also die existentielle Bedeutung der Kunst im "sechsten Sinne" der Propriozeption und setzt sich damit sowohl mit dem hermeneutischen Sinn als auch mit der esoterischen Übersinnlichkeit auseinander.

Die Arbeit setzt sich mit dem Primat des Sehens und des Hörens in der Philosophie und in der Ästhetik auseinander, die Tasten, Riechen und Schmecken als "niedere Sinne" (Kant) bezeichneten. Demnach hat der Zivilisationsprozess die "Sekundärsinne" doppelt verdrängt und "anästhetisiert": die Sittenlehre verbannte sie in den Bereich des Privaten und die Kunsttheorie betrachtete sie als "bloß angenehm" und folglich als nicht-ästhetisch. Das führte zu einer unterentwickelten Terminologie und zu mangelhafter Erziehung im Vergleich zu den sog. "höheren" Sinnen (Sehen und Hören) mit Folgen auch für ihre wissenschaftliche Untersuchung. Der gegenwärtige Forschungsstand zeigt eine ausschließlich empirische Beschäftigung mit einzelnen Aspekten bei gänzlicher Absenz einer allgemeinen Grundlegung. Außerdem ist das niedrige Forschungsniveau die Konsequenz der bisherigen Tabuisierung dieser Sinne im akademischen Bereich und auch der sozio-kulturellen Vorurteile gegen ihren praktischen (Nutz-)Charakter. Die vorliegenden Studien vollziehen eine dreifache Reflexion: 1. auf die Erfahrung des Tastens, Riechens und Schmeckens, 2. auf ihre ästhetische Dimension und 3. auf ihre sprachliche Mitteilung, die durch Metaphorik und Narrativität gekennzeichnet ist. Dafür bedient sich die Arbeit phänomenologischer Analysen (Husserl, Straus, Merleau-Ponty, Tellenbach), naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse genauso wie psychologischer und psychoanalytischer, philosophie-, kultur- und kunstgeschichtlicher, ethnologischer und soziologischer und nicht zuletzt historisch-anthropologischer Interpretationen. Meine Theorie setzt das Projekt der Aisthetik (Welsch, G. Böhme, Seel, Berleant) fort, d. h. sie legt der Kunsttheorie eine Sinnesanthropologie zugrunde und argumentiert die Notwendigkeit, die Thematik der Ästhetik auf Formen aller Sinne, einschließlich auf Design und Stadtplanung, auf Parfümerie und Gastronomie, zu erweitern. Die breite Interdisziplinarität gründet in der starken Einbettung der "Sekundärsinne" in die jeweilige sozio- kulturelle Konstellation, was der These von einem reinen ästhetischen Bewusstsein widerspricht und die ästhetische Grenze als kulturrelativ erscheinen lässt: Die Ästhetik sollte sich zu einer environmental and cultural aesthetics entwickeln. Besonders berücksichtigt werden der Beitrag dieser Sinne zur Konstitution der persönlichen Identität, ihre gesellschaftlichen Funktionen (gemeinschaftsstiftend, aber auch als soziale Distinktionsmittel) und ihre ethischen Pendants: Takt, Flair, vou, sagacitas und sapientia - Begriffe, die etymologisch der Erfahrung der Sekundärsinne entstammen und ein vorbegrifflich-praktisches Denken bezeichnen. Auch jenes Klischee wird untersucht, das Tasten, Riechen und Schmecken immer der Frau, dem Kind und dem nicht-europäischen "Primitiven" zuschreibt. Trotz spezifischer Schwierigkeiten, eine Ästhetik dieser drei Sinne auszuarbeiten, erweist sich letztlich der prinzipielle Unterschied zwischen ästhetischen und nicht-ästhetischen Sinnen als unbegründet. Einzelne Kapitel behandeln ausführlich die haptischen Qualitäten in den bildenden Künsten, das Tattoo, den Tanz und die Kunsterfahrung der Blinden. Die Gerüche werden entweder indirekt in der Malerei suggeriert oder sie sind direkt anwesend in Kunstinstallationen und in synästhetischen Kunstformen (Gärten, Architektur, "urban smellscapes", avantgardistische Experimente etc.). Die Schriften der Parfümeure entkräften die Einwände der Philosophen gegen eine Ästhetik der Parfums. Nicht zuletzt entwickeln sich die gastronomischen Stile und die Eat- Art als zwei parallele Richtungen, die beide das ästhetische Potential des Geschmackssinns verwirklichen. Schließlich werden im Ausgang vom Tasten, Riechen und Schmecken allgemeine Werte einer Ästhetik des Infinitesimalen untersucht: Die Patina betrifft die ästhetisierende Wirkung der Zeit, die Atmosphäre die affektive Qualität eines Phänomens und das Aroma die Besonderheit eines Werks oder die ästhetische Differenz. Dabei kommt der Kunstausbildung insgesamt die Aufgabe einer umfangreichen Sensibilisierung im Bereich der unterentwickelten Sinne zu. Der primäre Sinn einer Ästhetik der "Sekundärsinne" wird so schließlich in der Sensibilität, i. S. des sinnlichen Differenzierungsvermögens des Menschen, des feinen Gespürs für Differenzen und für atmosphärische Veränderungen, gefunden. Dabei lässt sich die Sensibilität nicht nur als Verletzbarkeit, sondern auch als positive Stärke, als Macht und als kritischer Sinn neu bewerten.

Forschungsstätte(n)
  • Akademie der bildenden Künste Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Eveline Pinto, Universite de Paris I - Frankreich

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