Kollektives Lernen in Wissensökonomien - Milieu oder Markt?
Collective Learning in Knowledge Economies - Milieu or Market?
Wissenschaftsdisziplinen
Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (30%); Wirtschaftswissenschaften (70%)
Keywords
-
KNOWLEDGE-BASED INDUSTRIES,
LOCATION,
REGIONAL CLUSTER,
COLLECTIVE LEARNING,
INNOVATION,
SCIENCE-INDUSTRY LINKS
Dieses Projekt ist der Österreich-Teil eines kooperativen Forschungsprojektes der European Science Foundation, an dem Österreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland und Norwegen beteiligt sind. Es werden Standortpräferenzen und Wachstum von wissensbasierten Industrien untersucht. Der Fokus liegt dabei auf Branchen der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Biotechnologie, die auf Grund ihrer Rolle als Innovationsschnittstellen sowie auf Grund ihres raschen Wachstums von besonderem Interesse sind. Beide Industrien sind in bestimten Ländern (z.B. USA, UK, Deutschland) und Regionen konzentriert. In Österreich haben sie sich bisher weniger stark entwickelt, obwohl es gewisse Ansätze in der Region Wien, Oberösterreich, der Steiermark und an anderen Standorten gibt. Nicht geklärt wurde bislang die Frage, ob und in welchem Maße geographische Konzentrationen dieser Industrien "Cluster" darstellen, die durch ausgeprägte Beziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Unternehmensnetzwerke und durch kollektives Lernen gekennzeichnet sind. Es ist das Ziel dieses Forschungsprojektes Standort- und organisatorische Merkmale von wissensbasierten Industrie- Clustern herauszuarbeiten. Die folgenden Fragen werden dabei untersucht: Welchen Einfluß haben unterschiedliche sektorale und regionale Bedingungen auf Wachstum, Produktivität, Innovation und die Gründungsdynamik von Unternehmen? In welchem Maße gibt es wirtschaftliche Ausbreitungseffekte ("spill-overs") in den verschiedenen Clustersituationen? In welchem Maße und auf welche Weise kommt es zu kollektivem Lernen und zum Austausch von nicht- kodifiziertem Wissen zwischen Unternehmen und Wissenschaft? Welche Bedeutung haben unterstützende Einrichtungen und das innovationsrelevante regionale Umfeld ("Milieu") auf wissensbasierte Unternehmen? In bezug auf diese Fragen werden zum einen theoretische Ansätze und zentrale Konzeptionen analysiert und ausgewertet. Zum anderen werden quantitative und qualitative Forschungsmethoden angewendet, wie die Auswertung und Analyse von Sekundärstatistiken, schriftliche und mündliche Unternehmensbefragungen in ausgewählten Regionen, sowie Interwiews und Workshops mit Akteuren der Wirtschafts- und Innova
- Wirtschaftsuniversität Wien - 100%
- Robert Hassink, Universität Kiel - Deutschland
- Björn Asheim, Lund University - Schweden
- Philip Cooke, University of Cardiff - Vereinigtes Königreich