Das k.k. Oberststallmeisteramt und die Fahrzeuge des Wiener Hofes (1860-1918/22)
The Imperial and Royal Oberststallmeisteramt and the Vehicles of the Vienna Court (1860-1918/22)
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (50%); Kunstwissenschaften (25%)
Keywords
-
Angewandte Kunst,
Geschichte d. österr. u. Ung. Monarchie,
Quellenkunde,
Kunstgeschichte,
Musealwesen,
Kulturgeschichte
Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kann man europaweit Bemühungen beobachten, die bislang weitgehend unerforschte Geschichte der historischen Landfahrzeuge (Kutschen, Schlitten, Tragsessel und Sänften) in ihren vielfältigen Aspekten zu erforschen und zu durchleuchten. Am Kunsthistorischen Museum wurde erstmals 2001 im Rahmen eines vom FWF finanzierten dreijährigen Forschungsprojektes (P 14226) mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der in der "Sammlung historischer Prunk- und Gebrauchswagen" (Wagenburg, Schönbrunn) erhaltenen historischen Fahrzeuge des Wiener Hofes begonnen. Dabei wurde der bisher völlig unbearbeitete Aktenbestand des für den kaiserlichen Fuhrpark zuständigen Oberststallmeisteramtes (HHStA, Wien) vom 18. Jahrhundert bis 1860 aufgearbeitet. Darauf aufbauend wird das gegenwärtige Projekt die Archivalien von 1860 bis 1922 (Auflösung des Obeststallmeisteramtes) bearbeiten, so daß bei Projektende der gesamte Aktenbestand dieses Hofamtes wissenschaftlich erschlossen sein wird. Das Oberststallmeisteramt war nicht nur für die Hof-Wagenburg, sondern auch für die kaiserlichen Gestüte, die Reitschulen und für das gesamte höfische Fuhrwesen verantwortlich. Die Auswertung seiner Aktenbestände bringt einerseits Einblick in die bislang weitgehend unbekannte Organisation dieser Behörde und erhellt andererseits auch wesentliche Teile des Hoflebens, v.a. im Bereich der Repräsentation, der Hofreisen und des Transportwesens. Darüber hinaus bietet der Bestand auch vielfältige Informationen zur Sozial- und Alltagsgeschichte der niederen Hofdienerschaft. Besonderes Augenmerk liegt naturgemäß auf der Erforschung der in der Wagenburg des Kunsthistorischen Museums erhaltenen Objekte aus den Beständen des Oberststallmeisteramtes (Fahrzeuge, Reit- und Zuggeschirre, Livreen und Hof-Uniformen), die großteils aus der Zeit nach 1860 stammen, weshalb von den nun auszuwertenden Aktenbeständen wesentliche Erkenntnisse zu ihrer vielfach noch unbekannten Entstehungs- und Verwendungsgeschichte zu erwarten sind. Sämtliche Dokumente werden in einer EDV-Datenbank erfaßt, die mit den elektronischen Sammlungsinventaren vernetzt ist, so daß bei Abrufung eines bestimmten Sammlungsobjektes sofort ersichtlich ist, welche Archivalien dazu vorliegen. Die Datenbank bildet somit eine wesentliche Grundlage für die Erstellung eines zweibändigen Sammlungskataloges, dessen Publikation zu den wichtigsten Zielen des Projektes zählt: Der erste Teil soll dem wissenschaftlichen Katalog des in der Wagenburg aufbewahrten Bestandes an höfischen Transportmitteln gewidmet sein. Der zweite Teil soll die Wiener Bestände in einen größeren, internationalen und interdisziplinären Zusammenhang stellen. Er soll sich unter Berücksichtigung kunst-, kultur-, alltags- und technikhistorischer Fragestellungen mit der Geschichte des Wiener Wagenbaus und des kaiserlichen Fuhrparks auseinandersetzen und zugleich die kunsthistorische und repräsentationsgeschichtliche Bedeutung von Kutschen im höfischen Bereich beleuchten.
Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kann man europaweit Bemühungen beobachten, die bislang weitgehend unerforschte Geschichte der historischen Landfahrzeuge (Kutschen, Schlitten, Tragsessel und Sänften) in ihren vielfältigen Aspekten zu erforschen und zu durchleuchten. Am Kunsthistorischen Museum wurde erstmals 2001 im Rahmen eines vom FWF finanzierten dreijährigen Forschungsprojektes (P 14226) mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der in der "Sammlung historischer Prunk- und Gebrauchswagen" (Wagenburg, Schönbrunn) erhaltenen historischen Fahrzeuge des Wiener Hofes begonnen. Dabei wurde der bisher völlig unbearbeitete Aktenbestand des für den kaiserlichen Fuhrpark zuständigen Oberststallmeisteramtes (HHStA, Wien) vom 18. Jahrhundert bis 1860 aufgearbeitet. Darauf aufbauend wird das gegenwärtige Projekt die Archivalien von 1860 bis 1922 (Auflösung des Obeststallmeisteramtes) bearbeiten, so daß bei Projektende der gesamte Aktenbestand dieses Hofamtes wissenschaftlich erschlossen sein wird. Das Oberststallmeisteramt war nicht nur für die Hof-Wagenburg, sondern auch für die kaiserlichen Gestüte, die Reitschulen und für das gesamte höfische Fuhrwesen verantwortlich. Die Auswertung seiner Aktenbestände bringt einerseits Einblick in die bislang weitgehend unbekannte Organisation dieser Behörde und erhellt andererseits auch wesentliche Teile des Hoflebens, v.a. im Bereich der Repräsentation, der Hofreisen und des Transportwesens. Darüber hinaus bietet der Bestand auch vielfältige Informationen zur Sozial- und Alltagsgeschichte der niederen Hofdienerschaft. Besonderes Augenmerk liegt naturgemäß auf der Erforschung der in der Wagenburg des Kunsthistorischen Museums erhaltenen Objekte aus den Beständen des Oberststallmeisteramtes (Fahrzeuge, Reit- und Zuggeschirre, Livreen und Hof-Uniformen), die großteils aus der Zeit nach 1860 stammen, weshalb von den nun auszuwertenden Aktenbeständen wesentliche Erkenntnisse zu ihrer vielfach noch unbekannten Entstehungs- und Verwendungsgeschichte zu erwarten sind. Sämtliche Dokumente werden in einer EDV-Datenbank erfaßt, die mit den elektronischen Sammlungsinventaren vernetzt ist, so daß bei Abrufung eines bestimmten Sammlungsobjektes sofort ersichtlich ist, welche Archivalien dazu vorliegen. Die Datenbank bildet somit eine wesentliche Grundlage für die Erstellung eines zweibändigen Sammlungskataloges, dessen Publikation zu den wichtigsten Zielen des Projektes zählt: Der erste Teil soll dem wissenschaftlichen Katalog des in der Wagenburg aufbewahrten Bestandes an höfischen Transportmitteln gewidmet sein. Der zweite Teil soll die Wiener Bestände in einen größeren, internationalen und interdisziplinären Zusammenhang stellen. Er soll sich unter Berücksichtigung kunst-, kultur-, alltags- und technikhistorischer Fragestellungen mit der Geschichte des Wiener Wagenbaus und des kaiserlichen Fuhrparks auseinandersetzen und zugleich die kunsthistorische und repräsentationsgeschichtliche Bedeutung von Kutschen im höfischen Bereich beleuchten.
- KHM-Museumsverband - 100%