Ministerratsprotokolle der Regierung Figl I, Bände 6-7
Minutes of the Cabinet Meetings Figl I, Volumes 6-7
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
Zeitgeschichte/Contemporary History,
Politische Geschichte/History of Politic,
Aktenedition/Edition of primary sources,
Elitenforschung/Social Elites,
Wiederaufbau/reconstruciton,
Österreich. Geschichte/Austrian History
Die wissenschaftlich kommentierte Gesamtedition der Protokolle des Ministerrates der Regierung Figl I wird grundlegendes Quellenmaterial zu den ersten Jahren der Zweiten Republik liefern. Probleme der Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit werden in zum Teil sehr offener Form von den Regierungsmitgliedern behandelt. Die Ministerratsprotokolle liefern damit wichtige Beiträge zur Erforschung des Wieder- und Neuaufbaues der staatlichen und politischen Organe Österreichs der Zweiten Republik. Interessensgegensätze oder -übereinstimmungen zwischen den Mitgliedern der Regierung und der Diskussionsstand zu einzelnen Problemen können an Hand der Protokolle in einem bis jetzt noch nie dagewesenen Ausmaß verfolgt werden. Die Übertragung der im System Gabelsberger verfaßten Stenogramme bringt nicht selten wesentliche zusätzliche Informationen, die in der Reinschrift nicht vorhanden sind. Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen nun die Bände 6 und 7 der auf zehn Bände projektierten Edition für die Publikation vorbereitet werden: Band 6 - Ministerratsprotokolle Nr. 79 bis Nr. 97 (9. September 1947 bis 27. Jänner 1948); Band 7 - Ministerratsprotokolle Nr. 98 bis Nr. 116 (3. Februar 1948 bis 15. Juni 1948). Die Edition der Ministerratsprotokolle der Regierung Figl bringt aber nicht nur neue Erkenntnisse über die schwierige Aufbauphase der Zweiten Republik, sondern eröffnet auch weitere Forschungsperspektiven. Die Aktenedition bedeutet nicht nur, dass die Quelle selbst für die wissenschaftliche Forschung erschlossen wird, sondern daß auch Hinweise auf vorhandene, bzw. nicht mehr auffindbare Aktenbestände geliefert werden. Dies wird sowohl den Archiven als auch dem künftigen Benützer/Forscher umfangreiche Einzelsuchvorgänge ersparen. Ein Personenregister mit umfangreichen Biographien der Proponenten liefert einen wichtigen Beitrag zu der in Österreich meist vernachlässigten Elitenforschung. Das geplante Forschungsvorhaben bietet nicht zuletzt auch eine wesentliche, längst fällige Grundlage, um einen internationalen Vergleich der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausgangssituation im Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu ziehen.
Die wissenschaftlich kommentierte Gesamtedition der Protokolle des Ministerrates der Regierung Figl I stellt grundlegendes Quellenmaterial zu den ersten Jahren der Zweiten Republik zur Verfügung. Probleme der Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit werden in zum Teil sehr offener Form von den Regierungsmitgliedern behandelt. Die Ministerratsprotokolle liefern damit wichtige Beiträge zur Erforschung des Wieder- und Neuaufbaues der staatlichen und politischen Organe Österreichs der Zweiten Republik. Interessensgegensätze oder -übereinstimmungen zwischen den Mitgliedern der Regierung und der Diskussionsstand zu einzelnen Problemen können an Hand der Protokolle in einem bis jetzt noch nie dagewesenen Ausmaß verfolgt werden. Die Übertragung der im System Gabelsberger verfaßten Stenogramme bringt nicht selten wesentliche zusätzliche Informationen, die in der Reinschrift nicht vorhanden sind. Im Rahmen des ursprünglich auf zehn angelegten, jetzt aber auf zwölf Bände modifizierten Forschungsprojektes liegen nun als Ergebnis des dritten Projektabschnittes die Bände 7 und 8 als druckfertige Manuskripte vor: Band 7 - Ministerratsprotokolle Nr. 82 bis Nr. 96 (7. Oktober 1947 bis 20. Jänner 1948); Band 8 - Ministerratsprotokolle Nr. 97 bis Nr. 115 (27. Jänner 1948 bis 8. Juni 1948). Band 1 erschien 2004, die Bände 2 und 3 erschienen 2005, Band 4 2006, die Bände 5 und 6 werden 2007 bzw. 2008 erscheinen Die Edition der Ministerratsprotokolle der Regierung Figl bringt aber nicht nur neue Erkenntnisse über die schwierige Aufbauphase der Zweiten Republik, sondern eröffnet auch weitere Forschungsperspektiven. Die Aktenedition bedeutet nicht nur, dass die Quelle selbst für die wissenschaftliche Forschung erschlossen wird, sondern dass auch Hinweise auf vorhandene, bzw. nicht mehr auffindbare Aktenbestände geliefert werden. Dies wird sowohl den Archiven als auch dem künftigen Benützer/Forscher umfangreiche Einzelsuchvorgänge ersparen. Ein Personenregister mit umfangreichen Biographien der Proponenten liefert einen wichtigen Beitrag zu der in Österreich meist vernachlässigten Elitenforschung. Das Forschungsvorhaben bietet nicht zuletzt auch eine wesentliche, längst fällige Grundlage, um einen internationalen Vergleich der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausgangssituation im Europa nach dem Zweiten Weltkrieg ziehen zu können.
- Österreichische Gesellschaft für historische Quellenstudien - 100%