Surfactant Transformation in einem simulierten Alveolus
Surfactant processing in a simulated alveolar unit
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (20%); Klinische Medizin (10%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (70%)
Keywords
-
Surfactant,
Surface Tension,
Alveolus,
Pulmonary,
Air-liquid-interface,
Lung
Pulmonaler Surfactant wird von epithelialen (so genannten alveolären Typ II) Zellen produziert und durch Exozytose in die alveoläre Flüssigkeitsschicht freigesetzt. Dieser Vorgang ist für die Stabilität der Lungen und die Atemmechanik ausschlaggebend und direkt mit seiner Eigenschaft verbunden, einen fett- und proteinhältigen Film zu bilden, der die Oberflächenspannung in den alveolären Einheiten drastisch und ventilationsabhängig minimiert. Surfactant wird jedoch zunächst als partikuläres, viskoelastisches Material sezerniert, das in einem wässrigen Milieu erstaunlich stabile Eigenschaften besitzt. Diese könnten durch interne strukturelle Bindungen als auch durch rein thermodynamische Kräfte zustande kommen: Das komplexe Gemisch aus zahlreichen hydrophoben Komponenten ist nämlich in charakteristischen, elektronenoptisch darstellbaren Struktur organisiert. Demzufolge müssen diese Aggregate (mehrere m groß) einem beträchtlichen Umformungsprozess unterliegen, damit sich freies, adsorbierbares Oberflächenmaterial bilden kann. Da eine direkte Untersuchung dieser Vorgänge bisher kaum möglich war, ist dieses Kapitel der Lungenphysiologie nach wie vor hypothetisch und kontroversiell. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse wäre jedoch wichtig, da Surfactandysfunktionen unterschiedlichster Etiologie rasch zu lebensbedrohlichen Situation führen können. Durch den Einsatz einer von uns kürzlich entwickelten "simulierten alveolären Einheit" und der Verwendung zahlreicher innovativer und z.T. als Patent eingereichter Methoden wollen wir entscheidende neue Erkenntnisse über dieses wissenschaftlich und medizinisch außerordentlich relevante Thema gewinnen. Insbesondere wollen wir die Umformungsprozesse von nativem, frisch sezernierten Surfactant aufklären und somit einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis der Lungenphysiologie leisten.
Pulmonaler Surfactant wird von epithelialen (so genannten alveolären Typ II) Zellen produziert und durch Exozytose in die alveoläre Flüssigkeitsschicht freigesetzt. Dieser Vorgang ist für die Stabilität der Lungen und die Atemmechanik ausschlaggebend und direkt mit seiner Eigenschaft verbunden, einen fett- und proteinhältigen Film zu bilden, der die Oberflächenspannung in den alveolären Einheiten drastisch und ventilationsabhängig minimiert. Surfactant wird jedoch zunächst als partikuläres, viskoelastisches Material sezerniert, das in einem wässrigen Milieu erstaunlich stabile Eigenschaften besitzt. Diese könnten durch interne strukturelle Bindungen als auch durch rein thermodynamische Kräfte zustande kommen: Das komplexe Gemisch aus zahlreichen hydrophoben Komponenten ist nämlich in charakteristischen, elektronenoptisch darstellbaren Struktur organisiert. Demzufolge müssen diese Aggregate (mehrere m groß) einem beträchtlichen Umformungsprozess unterliegen, damit sich freies, adsorbierbares Oberflächenmaterial bilden kann. Da eine direkte Untersuchung dieser Vorgänge bisher kaum möglich war, ist dieses Kapitel der Lungenphysiologie nach wie vor hypothetisch und kontroversiell. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse wäre jedoch wichtig, da Surfactandysfunktionen unterschiedlichster Etiologie rasch zu lebensbedrohlichen Situation führen können. Durch den Einsatz einer von uns kürzlich entwickelten "simulierten alveolären Einheit" und der Verwendung zahlreicher innovativer und z.T. als Patent eingereichter Methoden wollen wir entscheidende neue Erkenntnisse über dieses wissenschaftlich und medizinisch außerordentlich relevante Thema gewinnen. Insbesondere wollen wir die Umformungsprozesse von nativem, frisch sezernierten Surfactant aufklären und somit einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis der Lungenphysiologie leisten.
- Hans Oberleithner, Westfälische Wilhelms-Universität - Deutschland
- John P. Geibel, Yale University - Vereinigte Staaten von Amerika
Research Output
- 183 Zitationen
- 8 Publikationen
-
2009
Titel Existence of exocytotic hemifusion intermediates with a lifetime of up to seconds in type II pneumocytes DOI 10.1042/bj20091094 Typ Journal Article Autor Miklavc P Journal Biochemical Journal Seiten 7-14 Link Publikation -
2008
Titel Long-term exposure to LPS enhances the rate of stimulated exocytosis and surfactant secretion in alveolar type II cells and upregulates P2Y2 receptor expression DOI 10.1152/ajplung.00536.2007 Typ Journal Article Autor Garcia-Verdugo I Journal American Journal of Physiology-Lung Cellular and Molecular Physiology -
2008
Titel High-throughput evaluation of pulmonary surfactant adsorption and surface film formation DOI 10.1194/jlr.d800029-jlr200 Typ Journal Article Autor Ravasio A Journal Journal of Lipid Research Seiten 2479-2488 Link Publikation -
2006
Titel A Fluorescent Microplate Assay for Exocytosis in Alveolar Type II Cells DOI 10.1177/1087057105285284 Typ Journal Article Autor Wemhöner A Journal SLAS Discovery Seiten 286-295 Link Publikation -
2005
Titel Optical Measurement of Surface Tension in a Miniaturized Air-Liquid Interface and its Application in Lung Physiology DOI 10.1529/biophysj.104.053132 Typ Journal Article Autor Bertocchi C Journal Biophysical Journal Seiten 1353-1361 Link Publikation -
2011
Titel Interfacial sensing by alveolar type II cells: a new concept in lung physiology? DOI 10.1152/ajpcell.00427.2010 Typ Journal Article Autor Ravasio A Journal American Journal of Physiology-Cell Physiology Link Publikation -
2010
Titel Effects of Perfluorocarbons on surfactant exocytosis and membrane properties in isolated alveolar type II cells DOI 10.1186/1465-9921-11-52 Typ Journal Article Autor Wemhöner A Journal Respiratory Research Seiten 52 Link Publikation -
2010
Titel Lamellar Bodies Form Solid Three-dimensional Films at the Respiratory Air-Liquid Interface* DOI 10.1074/jbc.m110.106518 Typ Journal Article Autor Ravasio A Journal Journal of Biological Chemistry Seiten 28174-28182 Link Publikation