Nestorianisches Christentum in China in der Mongolenzeit
Nestorian Christianity in China under the Mongol empire
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (25%); Philosophie, Ethik, Religion (65%); Sprach- und Literaturwissenschaften (10%)
Keywords
-
Netorian Christianity in China,
Mongol Empire,
Yuan Dynasty,
Nestorian Tomb-Stones,
Nestorian Churches in China
Die Ankunft des Christentums in China kann bis zum Jahr 635 n.Chr. zurückverfolgt werden, als der erste Missionar Aluoben von der Ostsyrischen Kirche, die üblicherweise "Nestorianische Kirche"genannt wird, in Xi`an, der Hauptstadt der Tang Dynastie (618-907 n.Ch) eintraf. Das Christentum in seiner nestorianischen Ausprägung erblühte in China über 210 Jahre lang bis zum Jahr 845 als der Tang Kaiser Wuzong (er herrschte von 840-846) eine Verfolgung aller Vertreter ausländischer Religionen in China befahl. Dadurch erfuhr das nestorianische Christentum in China einen plötzlichen Niedergang und konnte sich erst im 13. Jahrhundert, als die Mongolen an die Macht kammen, erneut in China etablieren und in zahlreichen Gemeinden ausbreiten. Unter den grossen Khanen (von Tsinghiz bis Kubilai) herrschte Toleranz gegenüber den Christen und viel von ihnen sogar dienten am Hof der Khane. Die Verbreitung des Christentums in allen Hauptstädten des Landes während der Mongolenzeit ist nicht nur in chinesischen, persischen, syrischen und europäischen Quellen des Mittelalters, sondern auch durch die Entdeckung zahlreicher nestorianischer Grabsteine in China, nachgewiesen. Obwohl wissenschaftliche Untersuchungen des nestorianischen Christentums in China unter der Mongolenherrschaft existieren, ist eine weitere systematische Studie notwendig, da die bis heute existierenden Arbeiten entweder zu fragmentarisch sind oder das Thema nicht im Detail behandelt wurde. Eine große Anzahl von ausgegrabenen nestorianischen Grabsteinen sind bisher nicht wissenschaftlich erforscht, übersetzt und ausgewertet worden. Die Forschungsarbeiten von Paul Pelliot, A.C. Moule, Y. Saeki, usw., sind wertvoll, aber bleiben jedoch fragmentarisch. Eine weitere neue Studie dieses Sachverhaltes wird einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Christentums in China liefern. Ziel meines geplanten Projektes ist es, die Verbreitung und das Erbe des nestorianischen Christentums in China in der Mongolenzeit anhand historischer chinesischer Dokumente und nestorianischer Grabinschriften zu untersuchen. Das Projekt ist als eine interdisciplinäre Studie gedacht und soll historische, archäologische und theologische Aspekte berücksichtigen sowie gleichzeitig anderen Bereiche der Sozialwissenschaften in die Auswertung der Quellen miteinbeziehen. In diesem Sinne plane ich eine philologische Analyse der gegebenen Quellen um deren Inhalt und Auswertung in den breiteren historischen Kontexten einzuarbeiten. Dadurch hoffe ich, daß das Resultat meiner Studie eine umfassende Darstellung der Geschichte des nestorianischen Christentums in China unter den Mongolen bietet.
Die Ankunft des Christentums in China kann bis zum Jahr 635 n.Chr. zurückverfolgt werden, als der erste Missionar Aluoben von der Ostsyrischen Kirche, die üblicherweise "Nestorianische Kirche"genannt wird, in Xi`an, der Hauptstadt der Tang Dynastie (618-907 n.Ch) eintraf. Das Christentum in seiner nestorianischen Ausprägung erblühte in China über 210 Jahre lang bis zum Jahr 845 als der Tang Kaiser Wuzong (er herrschte von 840-846) eine Verfolgung aller Vertreter ausländischer Religionen in China befahl. Dadurch erfuhr das nestorianische Christentum in China einen plötzlichen Niedergang und konnte sich erst im 13. Jahrhundert, als die Mongolen an die Macht kammen, erneut in China etablieren und in zahlreichen Gemeinden ausbreiten. Unter den grossen Khanen (von Tsinghiz bis Kubilai) herrschte Toleranz gegenüber den Christen und viel von ihnen sogar dienten am Hof der Khane. Die Verbreitung des Christentums in allen Hauptstädten des Landes während der Mongolenzeit ist nicht nur in chinesischen, persischen, syrischen und europäischen Quellen des Mittelalters, sondern auch durch die Entdeckung zahlreicher nestorianischer Grabsteine in China, nachgewiesen. Obwohl wissenschaftliche Untersuchungen des nestorianischen Christentums in China unter der Mongolenherrschaft existieren, ist eine weitere systematische Studie notwendig, da die bis heute existierenden Arbeiten entweder zu fragmentarisch sind oder das Thema nicht im Detail behandelt wurde. Eine große Anzahl von ausgegrabenen nestorianischen Grabsteinen sind bisher nicht wissenschaftlich erforscht, übersetzt und ausgewertet worden. Die Forschungsarbeiten von Paul Pelliot, A.C. Moule, Y. Saeki, usw., sind wertvoll, aber bleiben jedoch fragmentarisch. Eine weitere neue Studie dieses Sachverhaltes wird einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte des Christentums in China liefern. Ziel meines geplanten Projektes ist es, die Verbreitung und das Erbe des nestorianischen Christentums in China in der Mongolenzeit anhand historischer chinesischer Dokumente und nestorianischer Grabinschriften zu untersuchen. Das Projekt ist als eine interdisciplinäre Studie gedacht und soll historische, archäologische und theologische Aspekte berücksichtigen sowie gleichzeitig anderen Bereiche der Sozialwissenschaften in die Auswertung der Quellen miteinbeziehen. In diesem Sinne plane ich eine philologische Analyse der gegebenen Quellen um deren Inhalt und Auswertung in den breiteren historischen Kontexten einzuarbeiten. Dadurch hoffe ich, daß das Resultat meiner Studie eine umfassende Darstellung der Geschichte des nestorianischen Christentums in China unter den Mongolen bietet.
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