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Evaluierung von Tumorsuppressorgenen am Chromosom 8p

Evaluation of tumor suppressor genes on chromosome 8p

Michael Krainer (ORCID: 0000-0002-7011-4957)
  • Grant-DOI 10.55776/P17891
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.2005
  • Projektende 31.12.2007
  • Bewilligungssumme 314.839 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (60%)

Keywords

    Ovarian cancer, Chromosome 8p21-22, Tumor suppressor genes, Loss of heterozygosity

Abstract Endbericht

Die Entstehung eines Tumors wird durch die Aktivierung von Onkogenen und den Funktionsverlust von Tumor Suppressor Genen (TSG) gesteuert. In jüngster Zeit konnten wir und andere Gruppen zeigen, daß es bei Ovarialkarzinomen häufig zu einem Verlust von genetischem Material am kurzen Arm des Chromosom 8 kommt. Diese Beobachtung ist ein starker Hinweis darauf, daß diese chromosomale Region potentielle TSG beherbergt, die eine kausale Rolle beim Ovarialkarzinom spielen könnten. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diese Region am Chromosom 8 sorgfältig kartiert und haben eine Vielzahl rekombinanter bakterieller Chromosomen (BAC) aus humanen DNA Bibliotheken isoliert, um das genetische Material aus dieser Region für weitere Untersuchungen lückenlos zur Verfügung zu haben. In der Folge haben wir mit molekulargenetischen und bioinformatischen Methoden potentielle kodierende Sequenzen isoliert. Momentan arbeiten wir an im Rahmen des Human Genom Projekts erarbeiteten Sequenzen, an Expressed Sequence Tags (EST), die in die Region mappen, und an durch Exon Trapping aus der Region isolierten Exons. Die Evaluierung von Kandidatengenen ist herausfordernd, da der Nachweis von Mutationen oder anderen Formen der Inaktivierung von Genen, wie z.B. Methylierung arbeitsintensiv ist. Homozygote Deletionen sind für gewöhnlich kleiner als Regionen herterozygoten Verlusts und sind oft eine Vorbedingung für die erfolgreiche Isolierung von TSGs, da die Zahl an Kandidatengenen, die untersucht werden müssen, geringer ist. Während wir einerseits neue Methoden entwickeln, um Regionen homozygoten Verlusts zu identifizieren, konnten wir mit konventionellen Methoden eine solche in einer Pankreaskarzinomzellinie identifizieren. Aus dieser Deletion, die sich über 685 Kilobasen erstreckt, sollte es relativ einfach sein, ein Gen zu isolieren. Neben der Suche nach neuen Genen arbeiten wir darüber hinaus an vielversprechenden Kandidatengenen, die in der weiteren Region liegen. Dies inkludiert Rezeptoren für den TNF- related apoptosis inducing ligand (TRAIL). In Kombination sollten diese unterschiedlichen Annäherungsversuche ein Licht auf die Ursache des häufigen Verlusts verschiedener Regionen am Chromosom 8p21 werfen. Dies wird im Laufe des Projekts zur Identifizierung neuer Gene, die in die Entstehung des Ovarialkarzinoms involviert sind, führen. In Verbindung mit einer Charakterisierung gefundener Genen wird dies zu einem besseren Verständnis der Tumorbiologie und letztendlich zu einer Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten für Patienten mit Ovarialkarzinomen führen.

Die Entstehung eines Tumors wird durch die Aktivierung von Onkogenen und den Funktionsverlust von Tumor Suppressor Genen (TSG) gesteuert. In jüngster Zeit konnten wir und andere Gruppen zeigen, daß es bei Ovarialkarzinomen häufig zu einem Verlust von genetischem Material am kurzen Arm des Chromosom 8 kommt. Diese Beobachtung ist ein starker Hinweis darauf, daß diese chromosomale Region potentielle TSG beherbergt, die eine kausale Rolle beim Ovarialkarzinom spielen könnten. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diese Region am Chromosom 8 sorgfältig kartiert und haben eine Vielzahl rekombinanter bakterieller Chromosomen (BAC) aus humanen DNA Bibliotheken isoliert, um das genetische Material aus dieser Region für weitere Untersuchungen lückenlos zur Verfügung zu haben. In der Folge haben wir mit molekulargenetischen und bioinformatischen Methoden potentielle kodierende Sequenzen isoliert. Momentan arbeiten wir an im Rahmen des Human Genom Projekts erarbeiteten Sequenzen, an Expressed Sequence Tags (EST), die in die Region mappen, und an durch Exon Trapping aus der Region isolierten Exons. Die Evaluierung von Kandidatengenen ist herausfordernd, da der Nachweis von Mutationen oder anderen Formen der Inaktivierung von Genen, wie z.B. Methylierung arbeitsintensiv ist. Homozygote Deletionen sind für gewöhnlich kleiner als Regionen herterozygoten Verlusts und sind oft eine Vorbedingung für die erfolgreiche Isolierung von TSGs, da die Zahl an Kandidatengenen, die untersucht werden müssen, geringer ist. Während wir einerseits neue Methoden entwickeln, um Regionen homozygoten Verlusts zu identifizieren, konnten wir mit konventionellen Methoden eine solche in einer Pankreaskarzinomzellinie identifizieren. Aus dieser Deletion, die sich über 685 Kilobasen erstreckt, sollte es relativ einfach sein, ein Gen zu isolieren. Neben der Suche nach neuen Genen arbeiten wir darüber hinaus an vielversprechenden Kandidatengenen, die in der weiteren Region liegen. Dies inkludiert Rezeptoren für den TNF- related apoptosis inducing ligand (TRAIL). In Kombination sollten diese unterschiedlichen Annäherungsversuche ein Licht auf die Ursache des häufigen Verlusts verschiedener Regionen am Chromosom 8p21 werfen. Dies wird im Laufe des Projekts zur Identifizierung neuer Gene, die in die Entstehung des Ovarialkarzinoms involviert sind, führen. In Verbindung mit einer Charakterisierung gefundener Genen wird dies zu einem besseren Verständnis der Tumorbiologie und letztendlich zu einer Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten für Patienten mit Ovarialkarzinomen führen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 90%
  • Medizinische Universität Wien - 10%

Research Output

  • 275 Zitationen
  • 6 Publikationen
Publikationen
  • 2008
    Titel Linking the ovarian cancer transcriptome and immunome
    DOI 10.1186/1752-0509-2-2
    Typ Journal Article
    Autor Rapberger R
    Journal BMC Systems Biology
    Seiten 2
    Link Publikation
  • 2007
    Titel In ovarian cancer the prognostic influence of HER2/neu is not dependent on the CXCR4/SDF-1 signalling pathway
    DOI 10.1038/sj.bjc.6603581
    Typ Journal Article
    Autor Pils D
    Journal British Journal of Cancer
    Seiten 485-491
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Methylation status of TUSC3 is a prognostic factor in ovarian cancer
    DOI 10.1002/cncr.27850
    Typ Journal Article
    Autor Pils D
    Journal Cancer
    Seiten 946-954
    Link Publikation
  • 2014
    Titel TUSC3 Loss Alters the ER Stress Response and Accelerates Prostate Cancer Growth in vivo
    DOI 10.1038/srep03739
    Typ Journal Article
    Autor Horak P
    Journal Scientific Reports
    Seiten 3739
    Link Publikation
  • 2010
    Titel BAMBI is overexpressed in ovarian cancer and co-translocates with Smads into the nucleus upon TGF-ß treatment
    DOI 10.1016/j.ygyno.2009.12.034
    Typ Journal Article
    Autor Pils D
    Journal Gynecologic Oncology
    Seiten 189-197
  • 2013
    Titel Loss of the oligosaccharyl transferase subunit TUSC3 promotes proliferation and migration of ovarian cancer cells
    DOI 10.3892/ijo.2013.1824
    Typ Journal Article
    Autor Van?Hara P
    Journal International Journal of Oncology
    Seiten 1383-1389
    Link Publikation

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